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Folge 2: KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing

Folge 2: KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing

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Hope and Despair ist ein deutsch-dänisches Kooperationsprojekt, das insgesamt sieben Museen und Gedenkstätten des Zweiten Weltkriegs in Norddeutschland und Dänemark miteinander vernetzt. Ziel ist es, gemeinsame historische Zusammenhänge sichtbar zu machen, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern und neue Formen der Geschichtsvermittlung zu entwickeln. Der Podcast verbindet mediale Kommunikation mit historischer Reflexion und leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung moderner Erinnerungskultur im deutsch-dänischen Grenzraum. In dieser Folge von Hope and Despair besuchen wir die KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing. Im Gespräch mit Charlotte Haugg nähern wir uns der Geschichte dieses Außenlagers des Konzentrationslagers Neuengamme und den Menschen, die hier inhaftiert waren. Anhand einzelner Biografien und Namen spricht Charlotte Haugg darüber, wie Geschichte an diesem Ort erzählt wird und welche Rolle persönliche Schicksale für das Erinnern spielen. Thematisiert wird unter anderem der Häftlingsarzt Paul Thygesen, dessen Texte zeigen, was medizinisches Handeln unter Bedingungen von Gewalt, Zwang und Entmenschlichung bedeutete. Im Mittelpunkt der Folge stehen damit Fragen nach Handlungsspielräumen, Zwang und Überleben: Was bedeutete es, im Lager medizinisch zu helfen und gleichzeitig selbst Gefangener zu sein? Wie lassen sich solche Texte heute lesen? Und was erzählen sie über diesen Ort? Zwischen der Weite der Landschaft und der Schwere der Geschichte entsteht ein Gespräch über das Spannungsfeld von Hoffnung und Verzweiflung, und darüber, warum auch scheinbar „leere“ Orte eine laute Geschichte erzählen.
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