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CULTURE TO GO

CULTURE TO GO

Written by: BdV Landesverband Hessen
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CULTURE TO GO ist der Interview-Podcast des BdV Landesverbandes Hessen zu Zeitgeschichte und Politik. Es geht um Themen wie Flucht, Vertreibung und Aussiedlung, aber auch um das deutsche Kulturerbe im östlichen Europa. Im Mittelpunkt stehen dabei Gespräche mit Zeitzeug*innen, deren Enkel*innen oder Expert*innen auf dem Gebiet. Das Ergebnis? Spannende Dialoge, berührende Geschichten und neue Forschungsergebnisse, die zum Verständnis des heutigen Geschehens in Europa beitragen. Ein Projekt des BdV Hessen, gefördert durch das Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz.BdV Landesverband Hessen World
Episodes
  • Räume gegen das Vergessen: Erinnerungen gestalten - Ausstellung, Emotion und gesellschaftlicher Auftrag
    Dec 18 2025

    Räume gegen das Vergessen – so lautet der Titel der aktuellen Folge des BdV-Podcasts Culture to Go. Moderatorin Anja Schöpe spricht mit dem Historiker und Dramaturgen Peter Wellach (Studio Beier + Wallach) über den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen. Die Folge zeigt, wie Geschichte dort räumlich erfahrbar wird – durch Originalarchitektur, ausgewählte Exponate und persönliche Zeitzeugenberichte – und warum Erinnerungskultur heute ein zentraler Baustein demokratischer Bildung ist.Peter Wellach ist Historiker und Dramaturg sowie Mitbegründer des Berliner Studios Beier & Wellach. Er gilt als ausgewiesener Experte für erinnerungskulturelle Vermittlung und verantwortete unter anderem die Konzeption der Dauerausstellung am Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen, einem zentralen Ort deutscher Nachkriegsgeschichte.

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    58 mins
  • Nach Walter Lübcke: Wie Erinnerungskultur Rechtsextremismus entgegenwirken kann
    Aug 8 2025

    In dieser Folge steht ein Thema im Mittelpunkt, das aktueller nicht sein könnte. Wir fragen uns gemeinsam mit Frau Annette Wetekam, wie Erinnerungskultur dazu beitragen kann, demokratische Werte zu festigen und dem wachsenden Rechtsextremismus in Deutschland entgegenzuwirken. Dreh- und Angelpunkt der Folge ist der Mord an Dr. Walter Lübcke im Jahr 2019, der als Zäsur im gesellschaftlichen Bewusstsein gegenüber erstarkendenrechtsextremistischen Strömungen gilt.

    Moderatorin Anja Schöppe spricht mit Annette Wetekam (CDU), Mitglied des Hessischen Landtags und Vorsitzende des Unterausschusses für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung, über ihren politischen Werdegang, ihre aktuellen Aufgaben und über die Rolle, die Erinnerungskultur für eine offene, widerstandsfähige Demokratie spielt.

    Annette Wetekam betont, dass der politisch motivierteMord an Walter Lübcke ein Schock und ein Wendepunkt gewesen sei. Er habe deutlich gemacht, wie verletzlich die demokratische Ordnung sei. Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, aufzustehen, Haltung zu zeigen und die Werte der Verfassung entschlossen zu verteidigen.

    Die Folge beleuchtet dabei die Arbeit des einzigartigen Unterausschusses im Hessischen Landtag, der sich mit der Aufarbeitung und Würdigung der Schicksale von Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern befasst. Dabei wird deutlich, wie die Erfahrungen von Flucht, Verlust und Neuanfang bis heute wertvolle Impulse für Integration, gesellschaftlichen Zusammenhalt und politische Bildung liefern.

    Die Vorsitzende des Unterausschusses für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung sieht darin einen Schlüssel für die Zukunft:„Erinnerungskultur ist kein Rückblick – sie ist Wegweiser. Sie hilft, Brücken zu schlagen, Vertrauen zu stärken und Ausgrenzung vorzubeugen.“ Konkrete Formate, die als Wegweiser für die Zukunft dienen, sind zum Beispiel Onlineportale und Schulprojekte mit Zeitzeugen und digitalen Lehrangeboten, der 2022 etablierte Fachbereich 04 – „Historische Erinnerung und kulturelles Erbe, Vertriebene und Spätaussiedler in Hessen seit 1945“ – an der Justus-Liebig-Universität in Gießen oder die Förderung von Museen und Ausstellungen, wie etwa einer neuen Ausstellung des Freilichtmuseums Hessenparkin Neu-Anspach.

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    46 mins
  • Gießens "Tor zur Freiheit" - Der Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager (NAL) Gießen
    Jun 30 2025

    Im Juni 2025 wurde in Gießen der Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager (NAL) Gießen eröffnet. Wir sprechen mit dem Geschäftsführer Dr. Florian Greiner, über die Bedeutung und Geschichte des NAL Gießen für unsere heutige Gesellschaft. Das NAL Gießen stellt einen einzigartigen und neuen Ort für politische Bildung und gelebte Erinnerungskultur dar. Gießen war von 1945 – 1990 für ca. 900.000, bis über eine Million Menschen die erste Anlaufstelle nach ihrem Aufbruch in die freie Welt. Der Ort diente bis 2018 als Erstaufnahmeeinrichtung für weitere Menschen aus aller Welt. Gießen galt als „Tor zur Freiheit“ und musste sich über die Jahre immensen politischen Aufgaben und Druck stellen.
    Während in den ersten Jahren der Nachkriegszeit zuerst noch Heimatvertriebene und Flüchtlinge – überwiegend aus dem Sudetenland – aufgenommen und vermittelt wurden, kamen ab 1947 zunehmend „illegale“ Flüchtlinge aus der Sowjetischen Besatzungszone und später auch der DDR durch Gießen. Der Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen stellt die Probleme der Geflüchteten im umfassenden gesellschaftlichen Kontext dar. Wie wichtig der Ort für Demokratiebildung und Erinnerungskultur ist, zeigen wir euch hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=Px67JAb4VGc
    oder hier:
    https://open.spotify.com/episode/3EUy08fCKBsnWoNiTs2p8R?si=d3a543b1236246ac

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    40 mins
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