Chaotic Thinking – Connecting the Dots cover art

Chaotic Thinking – Connecting the Dots

Chaotic Thinking – Connecting the Dots

Written by: Juliane Pabst Sonja Busch Christopher Schütte und Stephan Löttgen
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Vier Hosts, mit Wurzeln in Ost- und Westdeutschland, erkunden im Gespräch das Chaos des Lebens. Ob Politik, Organisationen, Musik oder Alltag – sie finden kreative Verbindungen zwischen scheinbar unzusammenhängenden Themen. Chaos wird für sie zur Inspirationsquelle, in der sie Muster erkennen und Neues entstehen lassen. In Mini-Serien und thematischen Clustern reflektieren sie mal tiefgründig, mal leicht, aber immer hinterfragend und humorvoll. Denn die besten Gespräche entstehen oft nebenbei, beim Spaziergang. ******* Credits: Jingle – Nicolas RitschelJuliane Pabst, Sonja Busch, Christopher Schütte und Stephan Löttgen Social Sciences
Episodes
  • 29 – Arbeit + Demokratie
    Apr 26 2026

    Eine Konferenz, bei der Menschen Schlange stehen, um mitzudiskutieren – nicht zuzuhören. Juliane und Stephan berichten von zwei Tagen voller offener Debatten, Reibung und echter Beteiligung. Was passiert, wenn Demokratie nicht nur politisches System ist, sondern im Arbeitsalltag gelebt werden soll?


    Worum es in dieser Folge geht

    Juliane und Stephan waren auf der Konferenz „Arbeit und Demokratie“ in Frankfurt, organisiert u. a. von ZO-ON e.V. und Mehr Demokratie e.V.. Gemeinsam mit Sonja reflektieren sie ihre Eindrücke:

    • Kann Demokratie in Organisationen überhaupt funktionieren?
    • Ist ein Unternehmen ein demokratischer Raum – auch ohne formale Mitbestimmung?
    • Was passiert, wenn Menschen nicht konsumieren, sondern aktiv in den Diskurs gehen?

    Eindrücke von der Konferenz

    Diskurs statt Frontalbeschallung

    • Formate wie Fishbowl-Diskussionen haben echten Austausch ermöglicht
    • Teilnehmende wollten nicht nur zuhören, sondern aktiv widersprechen, ergänzen, weiterdenken.
    • Diskussionen gingen nach den Sessions auf Fluren weiter

    Unterschiedliche Perspektiven treffen aufeinander

    • Organisationsentwickler:innen, Gewerkschaften, Politik, Unternehmer:innen
    • Kritik wurde offen geäußert (z. B. mangelnde Diversität oder Repräsentation)
    • Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis deutlich spürbar

    Wie war denn die Atmosphäre?

    • Offen, respektvoll, gleichzeitig kontrovers
    • Hohe Beteiligung: Menschen standen an, um sich einzubringen
    • Weniger „Antworten“, mehr gemeinsame Suche

    Zentrale Gedanken & Learnings

    • Erkenntnisse entstehen im Miteinander, nicht im Alleingang
    • Demokratie braucht Engagement über Wahlen hinaus
    • Sich zeigen, einmischen, nicht in der eigenen Bubble bleiben
    • Unternehmen sind Lebensräume – und damit potenziell demokratische Räume
    • Führung hat massiven Einfluss auf gelebte Demokratie im Arbeitsalltag
    • Organisationen können Orientierung geben in unsicheren gesellschaftlichen Zeiten
    • Netzwerke zwischen Unternehmen fördern Lernen über wirtschaftliche Ziele hinaus

    Spannende Impulse & Referenzen

    • Vortrag von Christian Felber zu möglichen Weiterentwicklungen von Demokratie
    • Austausch mit Andreas Zeuch über partizipative Unternehmensführung
    • Der Vortrag von Stefan Kühl zu seinem Buch „Führung und Gefolgschaft“
    • Initiative rund um „Democracy Intelligence“ als Praxisbeispiel

    Weiterführend:

    • Veranstaltungen & Austauschformate von ZO-ON e.V. (z. B. „ZO-ON Connect“)
    • Impulse aus dem Surplus Magazin zu Demokratie in der Wirtschaft

    Songs aus der Folge

    • DJ-Set von Fred again.. & Thomas Bangalter – Live im Alexandra Palace
    • „Unspoken“ – Mahan Mirarab
    • „Ein letztes Liebeslied“ – Marlon Großhardt

    Eine weitere Episode mit den Organisator:innen – u. a. Andreas Zeuch und Melissa Pirouzkar-Moser ist geplant. Es wird dabei unter anderem um die Konferenz aus Perspektive der Veranstaltenden gehen, aber auch um all die Dinge, die der Verein im ersten Jahr nach der Gründung erlebt hat, erwirken konnte und in Zukunft vorhat.


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    29 mins
  • 28 - Dynamik des Planens
    Mar 29 2026

    In dieser 28. Episode von Chaotic Thinking Connecting the Dots diskutieren Chris, Stephan, Sonja und Juliane über "Die Dynamik des Planes".

    Sie beleuchten, warum Pläne oft als perfekte Illusionen starten, aber in der realen Umsetzung häufig an der Komplexität des Alltags scheitern. Die Runde erörtert die zwei Phasen des Planens: den anfänglichen Erkenntnisgewinn bei der Erstellung und das spätere, oft blinde Abarbeiten im „Follower-Modus“. Anhand von Konzepten wie der Unterscheidung zwischen komplizierten und komplexen Systemen (nach Gerhard Wohland) wird klar, wann Planung sinnvoll ist und wann es eher auf Erfahrung und Improvisation ankommt. Zudem wird kritisch hinterfragt, welche Rolle Projektmanager und Entscheider spielen und warum Retrospektiven oft an fehlender formaler Macht oder reinem „Business Theater“ scheitern.

    Takeaways

    • Pläne sind oft Illusionen und scheitern zwangsläufig an einer sich verändernden Realität.

    • Es gibt einen großen Unterschied zwischen „kompliziert“ (durch Wissen planbar) und „komplex“ (erfordert Erfahrung und schnelles Anpassen).

    • In dynamischen Umfeldern ist Handeln, Lernen und Anpassen wichtiger als endloses Planen im Voraus.

    • Der Erkenntnisgewinn ist bei der Erstellung eines Plans hoch, nimmt bei der sturen Umsetzung jedoch stark ab.

    • Menschen verfallen oft in einen Follower-Modus, um kognitive Last zu reduzieren und konsistent zum Plan zu bleiben.

    • Retrospektiven dürfen kein reines "Business Theater" sein; sie müssen zu echtem organisationalem Lernen führen.

    • Entscheider müssen einen sicheren Rahmen vorgeben, in dem das Hinterfragen des Plans erlaubt und gewünscht ist.

    • Es braucht Mut, sich gegen die Gruppendynamik zu stellen und Fehlannahmen im Plan anzusprechen.

    • In dysfunktionalen Systemen entstehen oft Schattenstrukturen ("geduldete Illegalität"), damit Menschen wirksam bleiben können.

    • Lieber eine falsche Entscheidung treffen, aus der man lernen kann, als gar keine Entscheidung zu treffen.

    Zitate"Pläne sind Illusionen.""Es zählt nicht das Denken vor der Handlung, sondern das Lernen nach der Handlung in einer schnellen Iteration.""Lieber eine falsche Entscheidung als gar keine."

    SongsStephan: Myself - Stefanie HeinzmannSonja: Kon - Martin KohlstedtJuliane: Shibuya - Covet featuring San HoloChris: Better Than This - Senses

    Kapitel

    00:00 Einführung in das Thema: Die Dynamik des Planes02:15 Erfahrungen mit Plänen: Warum Pläne oft Illusionen sind05:30 Projektmanagement und das nötige Erwartungsmanagement10:45 Rot und Blau nach Gerhard Wohland: Kompliziert vs. Komplex15:20 Erkenntnisgewinn beim Planen vs. Passivität in der Umsetzung22:10 Die Wichtigkeit von Retrospektiven als Gegenmechanismus27:30 Echtes Lernen oder "Business Theater" in Meetings?33:15 Die Rolle der Entscheider und fehlende formale Macht39:50 Bias und Gruppendynamik: Wenn alle blind dem Plan folgen45:10 Dysfunktionale Systeme und das Umgehen von Regeln ("geduldete Illegalität")50:20 Zusammenfassung der zwei Phasen: Planung vs. Ausführung54:15 Musikempfehlungen zur Folge01:00:30 Abschluss, Outro und Aufruf zur Unterstützung

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    1 hr and 5 mins
  • 27 – Mit Max Ecker zu Empathie: Zwischen Mitgefühl, Projektion und Verantwortung
    Feb 22 2026

    Was bedeutet Empathie wirklich?

    Und was passiert, wenn wir sie romantisieren?

    In dieser Episode sprechen Sonja Busch und Juliane Pabst mit Max Ecker über Empathie – nicht als wohlklingendes Buzzword, sondern als anspruchsvolle Kompetenz. Das Gespräch bewegt sich zwischen persönlicher Erfahrung, gesellschaftlicher Verantwortung und der Frage, ob Empathie immer hilfreich ist oder manchmal sogar in die Irre führt.

    Es geht um die feine Linie zwischen echtem Mitgefühl und Projektion, um Zuhören statt Interpretieren, um emotionale Resonanz und kognitive Klarheit. Und um die Frage, wie Empathie in Organisationen, Führung und gesellschaftlichem Diskurs wirksam werden kann, ohne zur moralischen Überhöhung zu verkommen.


    Inhalte der Folge

    • Was Empathie ist – und was nicht
    • Der Unterschied zwischen Mitgefühl, Mitleid und Projektion
    • Warum Empathie nicht automatisch Verständnis bedeutet
    • Aktives Zuhören als Grundlage echter Verbindung
    • Empathie in Führung und Teamarbeit
    • Die Gefahr von Überidentifikation
    • Emotionale Intelligenz und Selbstreflexion
    • Empathie im gesellschaftlichen Diskurs
    • Grenzen von Empathie – und warum sie wichtig sind


    Zentrale Gedanken

    • Empathie beginnt mit Präsenz, nicht mit Bewertung
    • Wer empathisch sein will, muss Ambivalenz aushalten können
    • Zuhören heißt, den eigenen inneren Kommentar leiser zu drehen
    • Empathie ohne Selbstreflexion wird schnell zur Projektion
    • Führung braucht Empathie – aber auch Klarheit
    • Gesellschaftlicher Dialog funktioniert nur, wenn Menschen sich wirklich gehört fühlen


    Weltbeste Songs

    Max:

    • „Right in Two“ – Tool

    Sonja:

    • „Morning Sun“ – Melody Gardot

    Jules:

    • „Raggamuffin“ – Selah Sue
    • „Unbekanntes Pferd“ – Rantanplan
    • „Kiel“ – Rantanplan
    • „At Peace“ – Propaghandi

    Buchtipps von Sonja

    • Paul Bloom: „Against Empathy“
    • Lisa Feldman Barrett: „Wie Gefühle entstehen“
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    48 mins
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