Der Tab den ich geschlossen habe
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Mit 36 hatte ich eine verspätete Periode. Mein erster Gedanke: endlich. Tab auf, kurz gegoogelt, Tab zu. Weitergemacht.
Mit 44 hat mein Körper aufgehört sich an Zeitpläne zu halten. In dieser Episode erzähle ich von meiner echten Perimenopause Erfahrung — vom Tracker der plötzlich nur noch schätzen kann, von der Hitze die ich erst gar nicht als Hitze erkannt habe, und von den eiskalten Füßen bei 30 Grad draußen.
Und darüber warum wir den Tab schließen. Und was passiert wenn man ihn endlich offen lässt.
Zusammenfassung und das Wichtigste auf einen BlickKeine Medizin-Vorlesung. Keine erschreckenden Fakten. Eine echte Geschichte über das was passiert wenn der Körper anfangt etwas anderes zu machen als erwartet — und warum man so lange wegschaut.
- Der Periodentracker funktioniert nicht mehr — er schätzt nur noch. Das war der erste Hinweis. Diese Apps sind nicht für Perimenopause gemacht.
- Die Hitze kommt schleichend — zuerst macht man Fenster auf und denkt alle anderen sind seltsam. Dann fragt man irgendwann nach. Und merkt: man ist das selbst.
- Tab schließen heißt nicht gleichgültig sein — es heißt nicht bereit sein. Das ist ein Unterschied. Und der Körper wartet trotzdem nicht.
- Nicht kaputt. Verändert. Das ist der Satz der mir gefehlt hat. Den mir niemand gegeben hat. Den ich dir heute gebe.
- Der Tab darf offen bleiben — du musst nicht sofort alles wissen. Aber du darfst hinschauen. Wenn du bereit bist.
Lust — na dann. Weil 5 Minuten nicht reichen.
Ich bin Silke.
Episode 005 — Der Tab den ich geschlossen habe
Laufzeit: ca. 13–14 Minuten
Mit 36 dachte ich: endlich fängt das an.
Mit 44 war es dann wirklich so weit.
Und ich hab es zunächst gar nicht gemerkt.
Ich erzähle von meinem Periodentracker der plötzlich nur noch schätzen kann. Von dem Abend mit Freunden wo ich dachte, alle anderen sind verrückt — und ich war die Verrückte.
Von der Hitze die ich zunächst nicht als Hitze erkannt habe.
Von den eiskalten Füßen bei 30 Grad draußen.
Von der Wärmflasche im Hochsommer.
Und von dem Moment wo ich irgendwann laut gesagt habe:
ja, okay. Das ist Perimenopause. Das ist mein Körper.
Ich glaube es hat weniger mit Gleichgültigkeit zu tun als man denkt.
Ich war nicht gleichgültig. Ich war nicht bereit.
Nicht bereit bedeutet: ich habe die Information gelesen. Ich habe sie abgelegt. Aber ich wollte mich noch nicht damit auseinandersetzen was das über meinen Körper sagt.
Das Problem: der Körper schließt den Tab nicht mit.
Der macht einfach weiter.
Niemand hat mir je gesagt: du bist nicht kaputt. Du veränderst dich.
Das ist nicht dasselbe.
Kaputt bedeutet: irgendetwas läuft falsch.
Verändert bedeutet: mein Körper macht gerade eine andere Phase.
Den habe ich dir heute gegeben.
Wenn dich heute eine Aussage erwischt hat —
komm auf lustnadann.de.
Dort wartet die heimliche Folge auf dich.
Zu nah dran um sie einfach zu veröffentlichen. Nur für dich.
Lust — na dann.
Weil 5 Minuten nicht reichen.
Ich bin Silke.