Episode 28: Die neuro-logische Systemtriade cover art

Episode 28: Die neuro-logische Systemtriade

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In dieser Folge nehme ich eines der grundlegendsten Missverständnisse über das menschliche Erleben auseinander: die Idee, dass wir vor allem denkende Wesen sind, die ihre Gefühle und ihren Körper kontrollieren. Die Neuropsychologie zeichnet ein anderes Bild. Gedanken, Gefühle und Körper sind ein hochintegriertes System, das sich gegenseitig in jede Richtung beeinflusst. Damasios Somatic Marker Hypothesis zeigt, dass Gefühle Entscheidungen führen – nicht stören. Die Amygdala-Forschung von LeDoux zeigt, dass das emotionale Erfahrungsgedächtnis schneller und tiefer verwurzelt ist als rationales Denken. Und Porges' Polyvagal-Theorie zeigt, dass der Körper mehr Informationen ans Gehirn sendet als umgekehrt. Wer alle drei Winkel dieses Dreiecks versteht – und zu nutzen lernt –, verfügt über ein fundamental anderes Selbstverständnis. Und damit über fundamental andere Möglichkeiten zur Veränderung.
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