Es gibt Momente, in denen Nähe sich wie Distanz anfühlt. Man steht vor einer Tür, die nur angelehnt ist, und hört die Stimmen dahinter. Sie lachen, diskutieren, arbeiten. Man erkennt die Sprache, versteht die Arbeit, fühlt sich zugehörig, aber bleibt draußen.
Jeder Tag ist ein Streifen am Rande des erträumten Lebens. Kleine Gesten, vertraute Werkzeuge, bekannte Gespräche. Man stellt Fragen, laut oder in nächtliche Bildschirme getippt, nicht um Antworten zu finden, sondern um eine Resonanz zu spüren. In dieser leisen Resonanz liegt ein Hauch Trost.
Überall, getrennt durch Länder und Zeitzonen, sitzen Menschen mit dem gleichen Gefühl. Unterschiedliche Leben, doch eine gemeinsame Pause. Fast angekommen, aber nie ganz. Man teilt die Arbeit, ohne als Teil davon gesehen zu werden. Man berät, wird aber nicht gewählt. Geduld, sagt man sich, das ist es. Doch wenn die Geduld schwindet, bleibt man oft still. Es ist nicht das Fehlen von Vertrauen, sondern die Erschöpfung vom Erklären.
Es sind die leisen, getippten Fragmente, die bleiben. Kein großer Ruf nach Hilfe, nur der Wunsch nach Klarheit der eigenen Gedanken. Und während man an Erfolgen anderer vorbeiscrollt, spürt man eine ungesprochene Angst. Dass das vorbereitete Leben existiert, nur nicht hier.
Dieser Podcast teilt persönliche Geschichten und Reflexionen, jedoch keine professionelle Beratung. Wenn du dich in einer schwierigen Situation befindest oder Unterstützung brauchst, kann es hilfreich sein, dich an eine qualifizierte Fachperson zu wenden.