• Mirjam Zadoff, Historikerin und Schriftstellerin
    May 7 2026

    Wie gehen wir mit destruktiven, gewalttätigen Ereignissen, mit geopolitischen Verwerfungen, den neuen Krisen und Kriegen um – ohne zynisch zu werden oder uns gänzlich abzuwenden? Die Historikerin Mirjam Zadoff hat dazu ein Buch mit dem Titel „Wie wir überwintern“ geschrieben – teils Selbsttherapie, teils Analyse und Mutmacher. 1974 in Innsbruck geboren, studierte Mirjam Zadoff Geschichte und Judaistik in Wien und München. Seit 2019 leitet sie das NS-Dokumentationszentrum in München.
    Jede Alltagshandlung, sofern sie bewusst gesetzt wird, kann politische Bedeutung erlangen. Autoritäre Bewegungen wollen uns Menschen entmachten, uns entmündigen – schon Hannah Arendt schrieb dazu, dass dies umso leichter gelingt, je einsamer wir sind. Gemeinsam müssen wir dagegenhalten, neue Türen wollen geöffnet sein, im gemeinsamen Feiern aber auch Trauern rücken wir zueinander und schaffen Räume der Zuversicht, meint Mirjam Zadoff im Gespräch mit Andreas Orbecht.

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    54 mins
  • Sonia Kleindorfer - Langversion
    Apr 24 2026

    Als junge Verhaltensforscherin war Sonia Kleindorfer unter anderem in Tansania unterwegs, wo sie mit der berühmten Schimpansen-Forscherin Jane Goodall gearbeitet hat. Ihr eigenes Spezialgebiet wurde das Verhalten von Vögeln. Die 1966 in Philadelphia in den USA geborene Sonia Kleindorfer kam zum Zoologie-Studium nach Wien. Auf Galapagos erforscht sie die berühmten Darwin-Finken. In Australien hat sie knapp 20 Jahre an der Flinders University gearbeitet. Seit 2018 ist sie zurück in Österreich. Ob auf den streng geschützten Galapagos-Inseln, in der landwirtschaftlich genutzten Gegend rund um Grünau im Almtal oder in den trockenen Buschregionen Südaustraliens: In all ihren Forschungsstationen interessiert sich Sonia Kleindorfer nicht nur für das Verhalten der Tiere, sondern auch die Bedingungen des Zusammenlebens zwischen Tier und Mensch. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer erzählt sie auch davon was man vom Verhalten der Tiere auch über den Menschen lernen kann.

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    1 hr and 21 mins
  • Sonia Kleindorfer, Ornithologin und Leiterin Konrad-Lorenz-Forschungsstelle
    Apr 24 2026

    Als junge Verhaltensforscherin war Sonia Kleindorfer unter anderem in Tansania unterwegs, wo sie mit der berühmten Schimpansen-Forscherin Jane Goodall gearbeitet hat. Ihr eigenes Spezialgebiet wurde das Verhalten von Vögeln. Die 1966 in Philadelphia in den USA geborene Sonia Kleindorfer kam zum Zoologie-Studium nach Wien. Auf Galapagos erforscht sie die berühmten Darwin-Finken. In Australien hat sie knapp 20 Jahre an der Flinders University gearbeitet. Seit 2018 ist sie zurück in Österreich. Ob auf den streng geschützten Galapagos-Inseln, in der landwirtschaftlich genutzten Gegend rund um Grünau im Almtal oder in den trockenen Buschregionen Südaustraliens: In all ihren Forschungsstationen interessiert sich Sonia Kleindorfer nicht nur für das Verhalten der Tiere, sondern auch die Bedingungen des Zusammenlebens zwischen Tier und Mensch. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer erzählt sie auch davon was man vom Verhalten der Tiere auch über den Menschen lernen kann.

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    54 mins
  • Elisabeth Sechser, Unternehmerin Caring Economy
    Apr 23 2026

    Was, wenn der größte blinde Fleck unserer Wirtschaft genau dort liegt, wo das tägliche Leben stattfindet - bei Fürsorge, Pflege und Bildung? Diese Frage beschäftigt unseren heutigen Gast seit mehr als zwanzig Jahren: die Unternehmerin und Organisationsentwicklerin Elisabeth Sechser. Mit der Initiative "CaringEconomy.Jetzt" setzt sich Elisabeth Sechser für ein Verständnis von Wirtschaft ein, das Care-Arbeit nicht als private Nebensache, sondern als Fundament unserer Gesellschaft begreift. Das Engagement der Wienerin ist dabei nicht nur theoretisch: Als Mutter einer unheilbar kranken Tochter verbindet Sechser persönliche Erfahrung mit ökonomischer Analyse. In ihrem Denken knüpft sie an die 1931 in Wien geborene und in die USA emigrierte Kulturwissenschafterin Riane Eisler an. Mit Elisabeth Sechsers Einsatz für Riane Eislers Bekanntheit und Würdigung auch in Österreich beginnt Mari Lang das Gespräch.

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    54 mins
  • Maria Rochow, Wildnisrangerin und Forstwirtin
    Apr 10 2026

    Eigentlich wäre es unserem heutigen Gast lieber gewesen, hätte das Gespräch für die Sendung draußen in der Natur und nicht im Studio stattgefunden. Genauer, im Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal im Grenzgebiet Niederösterreich/Steiermark. Dort ist Maria Rochow als Wildnisrangerin, Wanderführerin und Naturpädagogin tätig ist. Das Schutzgebiet gehört seit 2017 zum UNESCO-Weltnaturerbe, es wurde zum Schutzgebiet für Dunkelheit erklärt, und es beherbergt den größten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens. Seit 2020 ist es der Arbeitsplatz von Maria Rochow. Geboren 1989 in Bayern hat sie an der BOKU Forstwirtschaft studiert und kam kurz danach zum Arbeiten ins Wildnisgebiet. Mittlerweile hat sie sich dort auch privat mit einer kleinen Tochter verwurzelt. Sie führt Forschungsprojekte durch und leitet und konzipiert Exkursionen. Judith Brandner hat selbst an mehreren dieser Exkursionen teilgenommen und Maria Rochow nun zum Gespräch getroffen.

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  • Mario Adorf - In memoriam
    Apr 9 2026

    Schon als Vierjähriger stand er auf der Bühne, in seiner Heimatstadt Mayen in der Eifel, jetzt ist Mario Adorf im Alter von 95 Jahren gestorben. Der Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters absolvierte in den 1950-er Jahren die Schauspielschule in München und begann seine Karriere an den dortigen Kammerspielen. Schnell führte ihn sein Weg zum Film, wo er Ganoven, Mafiosi, Knechte und selbst Mussolini darstellte. Dass er als Winnetous bösartiger Gegenspieler Santer die Häuptlingsschwester Nscho-tschi erschoss, verziehen ihm viele Zuschauerinnen und Zuschauer nie. Im wahren Leben war der international renommierte Schauspieler und Sänger, Autor und Entertainer Mario Adorf ein freundlicher Mensch. Und ein vielfach ausgezeichneter, u.a. erhielt er den Grimme-Preis, das Große Bundesverdienstkreuz oder den Deutschen Filmpreis für sein Lebenswerk. Gestern ist Mario Adorf in Paris gestorben. Ö1 wiederholt ein Gespräch, das Renata Schmidtkunz im Oktober 2015 mit ihm führte.

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    55 mins
  • Engin Çatik, Schulleiter Berlin
    Apr 3 2026

    Vor eineinhalb Jahren kam die Friedrich-Bergius-Schule in Berlin als „schlimmste Schule Deutschlands“ in die Schlagzeilen. Gewalt, verbale Übergriffe, asoziales Verhalten der Schülerinnen und Schüler wurden beklagt. Ein Drittel des Lehrkörpers war regelmäßig krankgeschrieben, der benachbarte Supermarkt engagierte einen Wachdienst. Anfang 2025 bekam die Schule einen neuen Direktor: Engin Çatik. Der 40-Jährige führt seither mit Konsequenz, Vertrauen und „zugewandter Autorität“, wie er es nennt – und sein Erfolg als „Schul-Retter“ sorgt in ganz Deutschland für Aufmerksamkeit. Das Milieu und die Probleme seiner Schülerinnen und Schüler kennt der türkischstämmige Schulleiter aus seiner eigenen Biografie – als Sohn einer alleinerziehenden Mutter und eines Vaters, der viele Jahre im Gefängnis saß. Mit Beginn der Sommerferien wird er die Bergius-Schule verlassen, um in die Berliner Schulverwaltung zu wechseln. „Die Krise ist vorüber“, sagt er dazu im Gespräch mit Armin Wolf.

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  • Carmen Possnig, ESA-Ersatzastronautin und Medizinerin
    Mar 27 2026

    Carmen Possnig ist junge Ärztin im Allgemeinen Krankenhaus in Wien, als sie sich bei der ESA – der European Space Agency – um einen ziemlich unkonventionellen Job: Gesucht wird eine Forschungsärztin, die bereit ist, in den Jahren 2017/2018 insgesamt 13 Monate auf der Forschungsstation Concordia in der Antarktis zuzubringen und wissenschaftliche zu arbeiten, davon neun Monate mit 12 anderen Crew-Mitgliedern in völliger Isolation, davon vier Monate ohne Sonne und bei minus 80 Grad. Dieses Abenteuer wird ihr gesamtes Leben und auch ihre ärztliche Karriere grundlegend verändern. Carmen Possnig arbeitet danach als Forschungsärztin bei der ESA – und bewirbt sich abermals um einen speziellen Job bei der Europäischen Weltraumagentur. Nach eineinhalb Jahren eines sehr anspruchsvollen Aufnahmeverfahrens geht ihr Kindheitstraum tatsächlich in Erfüllung, erzählt sie im Gespräch mit Andreas Obrecht: 2022 wird sie offiziell in den ESA-Astronautenpool als Reserveastronautin aufgenommen.

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