Kunst der Freiheit cover art

Kunst der Freiheit

Kunst der Freiheit

Written by: Benjamin-Immanuel Hoff
Listen for free

About this listen

Kunst der Freiheit ist der Podcast von Benjamin-Immanuel Hoff – gemeinsam mit Katrin Petermann. Die Psychotherapeutin und der ehemalige Minister sprechen im Dialog und mit wechselnden Gästen über Kunst, Kultur und Gesellschaftspolitik. Aus progressiver Perspektive und dem Interesse am zwanglosen Zwang des besseren Arguments. Hier wird gesprochen, weil vorher schon gedacht wurde. Die Freiheit der Kunst steht unter Druck – ebenso wie die Freiheit selbst. Auch sie ist eine Kunst und eine fragile Balance. Wie die Räume der Freiheit größer werden, diskutieren wir anhand spannender Themen und guten Ideen mit klugen Gästen.Benjamin-Immanuel Hoff Art Social Sciences
Episodes
  • Gute Politik
    Feb 22 2026
    Im Verlag S. Fischer hat Peter Kurz, der 16 Jahre als Stadtoberhaupt und zuvor acht Jahre als Dezernent tätig war, ein ebenso lehrreiches wie kurzweiliges Büchlein veröffentlicht. In zehn kurzen Kapiteln und auf etwas mehr als 110 Seiten skizziert Peter Kurz ein Leitbild lokaler Politik, das erkennbar von der Authentizität und Erfahrung desjenigen geprägt ist, der aus eigener Erfahrung weiß, worüber er spricht.

    Corona-Krise, Klimawandel, Bauwende und Wohnungskrise, wirtschaftliche oder digitale Transformation – bei all diesen Themen benötigt es die kommunale Erfahrung, um die Wirksamkeit von Maßnahmen zu identifizieren und von unterschiedlichen Herangehensweisen zu lernen. Doch von wenigen Ausnahmen abgesehen, werden die Städte gemeinhin nicht gehört. Das ist ein weltweites Defizit, kein deutsches Phänomen.
    Diese Demokratie, lokal und nationalstaatlich steht unter Druck und der Sozialdemokrat Peter Kurz benennt ihre Gegner:innen klar: „Einigendes Band ist die Befreiung der Starken von den Fesseln eines verachteten Staates, in dem alle mitreden können.“ Diejenigen, die Populismus befeuern, sehen ihre Interessen in Ungleichheit bewahrt und in der Demokratie bedroht, beschreibt er auf den Punkt gebracht.
    Show More Show Less
    56 mins
  • Mehr Demokratie statt autoritäres Playbook
    Feb 15 2026
    Die autoritäre Rechte weltweit arbeitet zusammen und sie lernen voneinander. Die illiberalen Muster, mit dem sie vorgehen können als eine Art Drehbuch verstanden werden. Diese Muster zu kennen, hilft, um sich zu organisieren und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, Resilienz zu erreichen.
    Die Strategie-Campaignerin Victoria Gulde hat hierzu mit Daniel Mulde ein spannendes Paper geschrieben mit dem Titel: "Das autoritäre Playbook verstehen - Demokratie organisieren". Darüber hinaus interviewten die Beiden in Europa und den USA zivilgesellschaftlich Engagierte zu ihrem Engagement gegen autoritäre Rechte. Die Berichte und Schlussfolgerungen sind zusammengefasst im Paper: "Engagement unter autoritären Bedingungen. Erfahrungen aus den USA und Europa".
    Mit pragmatischem Optimismus spricht sie über Solidarität gegen Mutlosigkeit und internationale Lernerfahrungen. Und sie macht deutlich, was die Progressiven von den Autoritären lernen könnten: Pragmatismus in der Akzeptanz von Differenzen, um sich auf das Hauptziel zu konzentrieren - Mehr Demokratie.
    Show More Show Less
    51 mins
  • Rechte Politik in Betrieben
    Feb 8 2026
    Sie nennen es „alternative Gewerkschaft“. Tatsächlich ist „Zentrum“ ein AfD-nahes Projekt mit Verbindungen zur extremen Rechten. Statt Beschäftigte zu stärken, richtet sich diese Fake-Gewerkschaft gegen die DGB-Gewerkschaften, gegen Tarifverträge und gegen Mitbestimmung. Die Strategie ist bekannt: Nähe zu Arbeiter:innen inszenieren, die IG Metall angreifen – und über die realen Probleme der Transformation, über Jobverluste, Umbau der Industrie und soziale Sicherheit schweigen. Dazu hat Daphne Weber eine spannende Studie veröffentlicht: "Gewerkschaftliche Kampagnen von rechts".

    Gleichzeitig wächst in vielen Betrieben die Zustimmung zu rechten Positionen. Warum unterstützen ausgerechnet Arbeiter:innen Parteien und Projekte, die ihre eigenen Rechte schwächen? Welche Rolle spielen Unsicherheit, Abstiegsängste und das Gefühl, politisch nicht mehr gehört zu werden? Und wie gelingt es der Rechten, soziale Konflikte in kulturelle und nationale Gegensätze umzudeuten? Dazu spreche ich mit Gerd Wiegel, Referatsleiter beim Deutschen Gewerkschaftsbund und exzellenter Kenner der rechten Szene.
    Show More Show Less
    52 mins
No reviews yet