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Lost in Transformation

Lost in Transformation

Written by: Erdal Ugur Ahlatci
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Wir erkunden die dünne Linie zwischen Organisationsstruktur und Unternehmenskultur. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Art und Weise, wie eine Organisation aufgebaut ist, einen tieferen Einblick in ihre Kultur geben kann, als es auf den ersten Blick erscheint. Dieser Podcast richtet sich an alle, die sich für das dynamische Zusammenspiel von Organisationsstrukturen und Unternehmenskultur interessieren.

© 2025 Lost in Transformation
Economics Leadership Management Management & Leadership Social Sciences
Episodes
  • Special: Gründen ohne Grenzen, Part 3 Wenn Zugang der Schlüssel ist – Lucy Larbi über Black Culture und unternehmerische Sichtbarkeit
    Jan 14 2026

    „Alle kochen nur mit heißem Wasser.“ Für Lucy Larbi ist das mehr als ein Spruch – es ist ein Glaubenssatz, der ihre Arbeit als Unternehmensberaterin, Speakerin, Netzwerkerin und Co-Founderin von AiDiA prägt. In dieser Folge spricht sie mit Erdal über strukturelle Hürden für schwarze Gründer*innen, fehlende Repräsentation in der Startup-Szene und darüber, warum es nicht reicht, eingeladen zu werden – wenn man sich nicht gemeint fühlt.

    Mit AiDiA – dem Afrodeutschen Startup Pitch – hat Lucy ein Wirtschaftsnetzwerk ins Leben gerufen, das schwarzen Gründer*innen Zugang zu Kapital, Bühne und Community verschafft. Ihr Ziel: wirtschaftliche Teilhabe und Innovationskraft sichtbar machen – jenseits von Klischees, Tokenism und Alibi-Vielfalt.

    Doch Lucy ist nicht nur Netzwerkerin – sondern auch Unternehmerin: Gemeinsam mit ihrem Bruder hat sie Akan Afro Fusion gegründet, ein Restaurant, das westafrikanische Küche mit High-End-Gastronomie und Black Culture verbindet. Sie erzählt, wie aus einem Instagram-Burger ein professionelles Gastro-Konzept wurde – mit Businessplan, Bankgesprächen und 420 Quadratmetern Restaurantfläche.

    Die Folge ist eine Einladung, Unternehmertum neu zu denken: als Raum für kulturelle Selbstbestimmung, strategische Expertise und bewusstes Handeln gegen unsichtbare Barrieren. Lucy zeigt, wie politische Haltung und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehen – und warum Gründung mehr sein kann als ein Pitchdeck: nämlich ein Ort, an dem man sich zum ersten Mal wirklich gesehen fühlt.

    Über Lucy Larbi:
    Lucy Larbi ist Strategin, Zukunftsdenkerin und Expertin für Unternehmertum, Leadership und modernes Arbeiten. Als Gründerin von BOLDLY, AiDiA und dem Restaurant Akan Afrofusion setzt sie sich dafür ein, schwarze Selbstverwirklichung sichtbar zu machen und wirtschaftliche Strukturen zu verändern. Für ihr Wirken wurde sie u. a. mit dem EDITION F Award und dem Digital Female Leader Award ausgezeichnet.

    Instagram: https://www.instagram.com/stories/lucy_llonna_larbi/
    LinkedIN: https://www.linkedin.com/in/lucy-llonna-larbi-a027a8b4/
    Website: https://lucylarbi.de/

    Das ist der Podcast von agyleOS - der People & Culture Plattform für Skill-basierte Organisationen. Erfahrt mehr darüber, wie ihr mit agyleOS eine euer Unternehmen entwickeln und visualisieren könnt auf unserer Website. Für die neuesten Updates zu agyleOS folgt uns auch auf LinkedIn.

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    Musik & Postproduktion:
    Joscha Grunewald

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    1 hr and 10 mins
  • Gründen ohne Grenzen Teil 2: Zwischen Inklusion, Innovation und Empathie – Die Gründungsgeschichte hinter der App fürs barrierefreie Kino.
    Nov 11 2025

    Als Seneit Debese vor über 13 Jahren die Idee für ihre App Greta & Starks entwickelte, ging es ihr nicht um Profit, sondern um Teilhabe. Inspiriert durch eine blinde Athletin, die sie für eine Reportage porträtierte, erkannte sie eine massive Lücke in der deutschen Kinolandschaft: Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen waren vom Kinoerlebnis ausgeschlossen. Dass es im 21. Jahrhundert in Deutschland keine technische Lösung gab, war für Seneit inakzeptabel – also entwickelte sie selbst eine.

    In dieser besonderen Episode von „Lost in Transformation – Gründen ohne Grenzen“ erzählt die Unternehmerin, wie sie als Alleinerziehende mit zwei kleinen Kindern, ohne Investoren und ohne technische Vorkenntnisse eine digitale Lösung schuf, die heute in 14 Ländern im Einsatz ist. Ihre App ermöglicht blinden und gehörlosen Menschen durch Audiodeskription, Untertitel oder Hörverstärkung ein selbstbestimmtes Kinoerlebnis – im Kino neben Freund:innen oder zu Hause beim Streamen.

    Seneit spricht offen über finanzielle Hürden, fehlende Netzwerke und das fehlende Selbstbewusstsein in der Anfangszeit. Sie reflektiert, wie strukturelle Barrieren – gerade für Menschen mit Migrationsgeschichte – nicht nur ökonomische, sondern auch psychologische Herausforderungen mit sich bringen. Und sie benennt, wie prägend ihre eigene Geschichte ist: als Tochter eritreischer Freiheitskämpfer, als Geflüchtete mit Kriegserfahrung, als Kind, dem früh beigebracht wurde, sich nicht auf Anerkennung von außen zu verlassen.

    Über Seneit Debese
    Gründerin und Geschäftsführerin der Greta & Starks Apps GmbH.
    Innovatorin // Unternehmerin // TEDx-Speakerin // Energy Leadership Business Coach // Trainerin

    Nach ihrem BWL-Studium und 15 Jahren in der Filmbranche entwickelte Senait 2014 die GRETA-App – ein Meilenstein in Sachen Barrierefreiheit im Kino. Ihre Technologie ist heute in 14 Ländern im Einsatz und richtet sich an 1,6 Milliarden Menschen mit sensorischen Einschränkungen, ältere Menschen und fremdsprachige Zuschauer:innen. Für ihre Arbeit wurde sie u.a. mit dem Creative Tech Award und dem Deep Tech Award ausgezeichnet.

    🔗 LinkedIn-Profil von Senait Debese

    🔗 gretaundstarks.com

    Infos zur Initiative „Gründen ohne Grenzen“ der Bertelsmann Stiftung
    In Deutschland schlummert ein großes, ungenutztes Gründungspotenzial – häufig ausgebremst durch strukturelle Hürden, Vorurteile und fehlende Netzwerke. Die Initiative Gründen ohne Grenzen will das ändern: Sie macht unterrepräsentierte Gründer:innen sichtbar, senkt Barrieren und setzt sich für mehr Diversität im deutschen Startup-Ökosystem ein.

    🔗 gruendenohnegrenzen.de

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    Joscha Grunewald

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    55 mins
  • Gründen ohne Grenzen Part 1: Zwischen Flucht, Klassismus und Kapital – Der ungewöhnliche Weg zum Gründer und Investor
    Sep 10 2025

    Sıddık Turhalli ist sieben Jahre alt, als er mit seiner kurdischen Familie aus politischen Gründen aus der Türkei nach Deutschland flieht. Die erste Station: ein Flüchtlingsheim in Rostock – zur Zeit von 9/11, in einer Umgebung voller offener Anfeindungen gegenüber Muslimen. Es folgen Jahre in einem Dortmunder Brennpunkt, in dem Bildung und Aufstieg alles andere als selbstverständlich sind. Und doch schafft Sıddık genau das – mit Disziplin und Neugier.

    Im Gespräch mit Erdal Ahlatci spricht Sıddık über seinen Weg durch ein System, das voller Hürden ist: von ALG-II-Sanktionen, die Bildung erschweren, über seine Gründung und fehlende Netzwerke in der akademischen und wirtschaftlichen Elite bis hin zum strukturellen Klassismus, der auch in der Start-up- und VC-Welt Alltag ist. Über die Dynamiken der Gründungsfinanzierung, das System der Warm Leads und die strukturelle Unsichtbarkeit migrantischer Gründer*innen. Über Craveys – sein Unternehmen, ein Snack-Start-up, das mit gerösteten und gewürzten Sonnenblumenkernen ein Produkt neu positioniert, das in Deutschland oft mit Armut assoziiert wird. Eine bewusste Entscheidung gegen den Mainstream und für kulturelle Selbstermächtigung.Und er spricht über seinen Widerstand dagegen – mit Taten.

    Sıddık ist nicht nur Gründer, sondern war auch Investor in der deutschen VC-Szene. Ein "Schwarzkopf" auf der Investmentseite, wie er selbst sagt – eine Seltenheit. Seine Erfahrungen dort zeigen, wie stark der Zugang zu Kapital durch Netzwerke, kulturelle Codes und einen „Similarity Bias“ geprägt ist: Investiert wird oft in jene, die den Investierenden ähneln – in Auftreten, Sprache und Selbstbewusstsein. Wer bescheiden kalkuliert oder seine Herkunft nicht versteckt, fällt durch das Raster.

    Obwohl er selbst erst mit 23 von der Möglichkeit eines Stipendiums erfährt, gründet er ein eigenes Stipendienprogramm – eines der diversesten Deutschlands. Es schaut nicht auf Noten, sondern auf Lebensrealitäten.

    Diese Episode erzählt von einem, der den Aufstieg geschafft hat – ohne dabei zu vergessen, wo er herkommt. Über das Gründen ohne Zugänge. Das Investieren mit Haltung. Und über die Kraft, die entsteht, wenn man beginnt, sich selbst ernst zu nehmen – auch wenn es andere nicht tun.

    Diese Episode ist die erste von drei Folgen, die im Rahmen der Initiative „Gründen ohne Grenzen“ von der Bertelsmann Stiftung aufgenommen wurden. Ziel der Initiative ist es, mehr junge Menschen, mehr Menschen mit Migrationsgeschichte, mehr Frauen und mehr Menschen aus sozial benachteiligten Milieus zu ermutigen und zu unterstützen, den Schritt zu wagen, ihr eigenes Start-up zu gründen.


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    Joscha Grunewald

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    1 hr and 16 mins
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