• #30 Wenn psychisch Kranke Straftaten begehen – Gespräch mit dem Berliner Strafverteidiger Georg C. Schäfer
    Jan 29 2026
    Über die schwierigen Zustände in den Krankenhäusern des Maßregelvollzugs spreche ich mit Rechtsanwalt Georg C. Schäfer, Fachanwalt für Strafrecht. Er ist im Vorstand der Rechtsanwaltskammer Berlin und Vorsitzender einer Besuchskommission für die Psychiatrie im Land Berlin. Er arbeitet bundesweit als Strafverteidiger und ist besonders im Maßregelvollzug engagiert. Personen, die im Zustand einer psychiatrischen Erkrankung oder im Zusammenhang mit einer Drogensucht eine Straftat begangen haben, werden nicht zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, sondern im Maßregelvollzug untergebracht. In der Regel geht es um Gewalttaten - Mord, Totschlag, gefährliche Körperverletzung, Brandanschläge oder Sexualdelikte. Die Täter – es gibt auch wenige Täterinnen – sind wegen ihrer psychischen Erkrankung schuldunfähig. Wichtig: diese Delinquenten sind nicht zu verwechseln mit den Sicherungsverwahrten. Die werden nach der Verbüßung einer Haftstrafe weiterhin in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht, wenn sie als gefährlich gelten. Die im Maßregelvollzug Untergebrachten indes sind Patienten. Links Rechtsanwalt Georg Schäfer https://www.die-strafverteidiger-berlin.de/ueber-mich-1/schaefer Informationen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe https://www.lwl-massregelvollzug.de/de/was-ist-massregelvollzug/ Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e. V. https://www.bapk.de/massregelvollzug.html Meine Sendung über Straftäter in der Psychiatrie https://annette-wilmes.de/beitraege/rechtspolitik/straftaeter-in-der-psychiatrie
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    48 mins
  • #29 Der Plan von der Abschaffung des Asyls
    Jan 7 2026
    In der Europäischen Union wird der Schutz von Flüchtlingen immer mehr abgebaut. Die CSU plante unlängst auf ihrem Parteitag eine Abschiebeoffensive. Diese und andere Maßnahmen widersprechen jedoch europäischem Recht und könnten auch der Wirtschaft schaden. So würde der Mangel an Arbeitskräften in Deutschland massiv verschärft. Manches kleine Unternehmen könnte vor dem Aus stehen. Deutschland würde für dringend benötigte Fachkräfte aus dem Ausland immer weniger attraktiv. Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Constantin Hruschka, Spezialist für deutsches, europäisches und internationales Migrationsrecht. Er sieht in den aktuellen Entwicklungen den „Plan von der Abschaffung des Asyls“, so war auch der Titel seiner Antrittsvorlesung an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Hruschka hat von 2021 bis 2024 am Bundesverwaltungsgericht der Schweiz gearbeitet. Bis vor kurzem forschte er daneben er als Senior Researcher am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialrecht in München, zehn Jahre lang war er als Jurist für das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR tätig, und er hat für die Schweizerische Flüchtlingshilfe gearbeitet. Außerdem hat Constantin Hruschka zwischen 2020 und 2023 den Europäischen Ausschuss der Regionen als Experte zur Reform des GEAS (Gemeinsamen Europäischen Asylsystems) und zur Schengen-Reform beraten. Seit dem 1. September 2024 ist er Professor für Sozialrecht der Evangelischen Hochschule Freiburg. Asyl- und Migrationsrecht gehören auch dort weiterhin zu seinen Themen. Links Antrittsvorlesung an der Evangelischen Hochschule Freiburg https://www.eh-freiburg.de/veranstaltungen/antrittsvorlesung-von-prof-dr-constantin-hruschka/ Constantin Hruschka Internetseite https://www.constantinhruschka.com/ Der Plan von der Abschaffung des Asyls https://verfassungsblog.de/author/constantin-hruschka/ Das Justizprojekt https://verfassungsblog.de/justiz-projekt/
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    30 mins
  • #28 Nachruf auf Bernd Häusler, Rechtsanwalt und Notar a.D.
    Dec 22 2025
    Im Sommer 2025 hat Bernd Häusler seinen 80. Geburtstag gefeiert. Da blickte er bereits auf sein fünfzig Jahre dauerndes Berufsleben als Rechtsanwalt zurück. Nach einer Hüftoperation im Herbst, die ihm große Erleichterung verschaffte, war er voller Pläne. Der Tod kam unerwartet, in der Nacht auf den 15. November 2025 ist Bernd Häusler überraschend gestorben. „Leidenschaftlich, unbeugsam, warmherzig und streitlustig“ – so beschrieb ihn auf der Trauerfeier im Dezember eine Mitbewohnerin der Hausgemeinschaft, die vor 50 Jahren gegründet wurde. Dubiose Verwalterverträge und rechtswidrige Untermietvereinbarungen mussten damals überwunden werden. Da traf es sich gut, dass Bernd nicht nur Jurist, sondern auch ein hartnäckiger Kämpfer war. „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren“, das sei das Lebensmotto von Bernd Häusler gewesen, sagte in einer weiteren Trauerrede Marcus Mollnau, der ehemalige Präsident der Berliner Rechtsanwaltskammer. Er würdigte vor allem Bernds Aktivitäten als erster Menschenrechtsbeauftragter der Kammer: „Dem Engagement und der Beharrlichkeit von Bernd Häusler ist es zu verdanken, dass in der Berliner Kammer als erste und einzige Kammer eine Institutionalisierung der Menschenrechtsaktivitäten erfolgte und damit diese Arbeit in den Aufgabenbereich und vor allem in den Wertekanon einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft eingeordnet wurde.“ Zu Beginn seiner Anwaltstätigkeit war Bernd Häusler Strafverteidiger im so genannten Schmücker-Prozess, einem der längsten Strafverfahren in Deutschland. Die unermüdliche und beharrliche Verteidigung hatte die Verwicklung des Verfassungsschutzes in den Mordfall offengelegt, was nach 15 Prozessjahren und vier Durchgängen vor dem Berliner Landgericht zur Einstellung führte. Bernd Häusler hat ein Buch geschrieben, das 1987 im Transit-Verlag herauskam: „Der unendliche Kronzeuge“. Neben seiner Tätigkeit als Strafverteidiger hat Bernd Häusler aber auch im Arbeitsrecht und im Mietrecht Mandantinnen und Mandanten vertreten, er versteht sich als „Generalist“. In der Zeit der Hausbesetzerbewegung in den 1970er und 80er Jahren half er bei der Legalisierung der von den Besetzerinnen und Besetzern instandgesetzten Häuser. Wobei ihm zugutekam, dass er neben Jura einige Semester auch Stadt- und Regionalplanung studiert hatte. In der privaten Todesanzeige wird Bernd Häusler als „humorvoll, scharfsinnig, unbeugsam und inspirierend beschrieben“, er hinterlässt seine Ehefrau, mit der er 45 Jahre zusammen war, zwei Töchter, Enkel- und Urenkelkinder und zwei Schwestern. Am 10. Dezember, am Internationalen Tag der Menschenrechte, wurde er beigesetzt, begleitet von zahlreichen Freundinnen, Freunden, Verwandten, Kolleginnen und Kollegen. Zur Erinnerung und zum Gedenken an Bernd Häusler wiederhole ich in dieser besonderen Episode ein Gespräch, das ich Ende 2024 im Auftrag der Berliner Rechtsanwaltskammer mit ihm geführt habe. Es wurde im Podcast der Kammer im Januar 2025 veröffentlicht. Links Podcast der Berliner Rechtsanwaltskammer: „Mit Recht persönlich – Berliner Anwaltsbiografien“ https://mit-recht-persoenlich.podigee.io/3-new-episode Traueranzeigen https://trauer.tagesspiegel.de/traueranzeige/bernd-haeusler Nachruf der Schule für Erwachsenenbildung e.V. SfE https://sfeberlin.de/nachruf-bernd-haeusler/ Veranstaltungen zum Tag der bedrohten Anwältin und des bedrohten Anwalts 2025 https://www.rak-berlin.de/aktuelles/das-recht/2024/tag-der-bedrohten-anwaeltin-und-des-bedrohten-anwalts-2025 Der Schmücker-Mord, RBB-Dokumentarfilm https://archive.org/details/Der-Schmuecker-Mord_Doku-zu-Ulrich-Schmuecker-von-Ute-Boennen-u-Gerald-Endres_ARD Bernd Häusler, „Der unendliche Kronzeuge“, Berlin 1987 https://de.book-info.com/isbn/3-88747-043-5.htm Nürnberg – Den Haag – Rom, der lange Weg zum Internationalen Strafgerichtshof https://api.annette-wilmes.de/uploads/I_St_GH_2000_13e538bf9a.pdf
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    45 mins
  • #27 Thomas Fischer über die Polizeiliche Kriminalstatistik und über das Jugendstrafrecht
    Dec 16 2025
    Mein Gast ist Prof. Dr. Thomas Fischer. Wir reden über die Polizeiliche Kriminalstatistik, kurz PKS, die jährlich herausgegeben wird. Die PKS ist eine polizeiliche Tätigkeitsstatistik, nicht ein getreues Spiegelbild des kriminellen Geschehens. Sie verzeichnet Strafanzeigen und Verdächtige, nicht „Taten“ und „Täter“. Zwischen beidem besteht ein gravierender Unterschied. Das wird in den Medien und in der Politik meist nur wenig beachtet. Das Echo ist jedenfalls immer groß, wenn die PKS veröffentlicht wird, auf einen Nenner gebracht: „Es wird alles immer schlimmer“. Der Ruf nach härteren Strafen wird laut oder nach Abschiebung von Menschen mit Migrationshintergrund. Wie unsinnig Strafverschärfungen vor allem im Jugendstrafrecht sind, auch, dass die Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters bei Kindern, das hierzulande bei 14 Jahren liegt, nicht hilft bei der Bekämpfung von Gewaltkriminalität, darum geht es in unserem Gespräch. Thomas Fischer war seit dem Jahr 2000 Richter am Bundesgerichtshof, von 2013 bis 2017 Vorsitzender des Zweiten Strafsenats. Sein Kommentar des Strafgesetzbuches, den er Jahr für Jahr aktualisiert herausgibt, ist ein Muss für jeden Strafrechtler. Er hat sich aber auch immer wieder in diversen Kolumnen und in Büchern für ein breiteres Publikum mit verschiedenen Themen aus dem Strafrecht befasst. Seit 2021 arbeitet er als Rechtsanwalt. Links Internetseite von Thomas Fischer https://www.fischer-stgb.de/fischer/ PKS – Polizeiliche Kriminalstatistik https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/pks_node.html Mein Podcast Folge 12 https://menschen-orte-paragraphen.podigee.io/12-neue-episode Das Buch über das Strafen https://www.droemer-knaur.de/buch/thomas-fischer-ueber-das-strafen-9783426276877 Meine Rezension https://annette-wilmes.de/beitraege/buchbesprechungen/thomas-fischer-ueber-das-strafen Meine Rezension des Buches "Im Recht" im DLF https://www.deutschlandfunk.de/bgh-richter-thomas-fischer-das-strafrecht-verstaendlich-100.html
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    57 mins
  • # 26 Die Nürnberger Prozesse – Gespräch mit dem Völkerrechtler und Sprachwissenschaftler Gerd Hankel
    Nov 20 2025
    Am 20. November 1945 wurde der Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozess eröffnet. Zum ersten Mal wurde nach dem zweiten Weltkrieg das Prinzip individueller strafrechtlicher Verantwortlichkeit durchgesetzt, indem Politiker, Generäle und andere Führungspersönlichkeiten des Nazi-Regimes wegen Kriegsverbrechen angeklagt wurden. Bis dahin konnten sich ranghohe mutmaßliche Täter auf die Staatensouveränität berufen und hinter ihrer Immunität verstecken. Ein großer Fortschritt im Rahmen des Völkerstrafrechts, dessen Bedeutung auch heute noch eine große Rolle spielt. Darüber habe ich mit Gerd Hankel gesprochen, der Völkerrechtler und Sprachwissenschaftler, seit 1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Er forscht seit vielen Jahren über den Völkermord in Ruanda und veröffentlichte zahlreiche Bücher über Themen rund um das Völkerrecht, zum Beispiel „Das Tötungsverbot im Krieg“, „Die Uno, Idee und Wirklichkeit“, „Die Leipziger Prozesse“ und „Ruanda – Leben und Neuaufbau nach dem Völkermord. Wie Geschichte gemacht und zur offiziellen Wahrheit wird“. Über seine neueren Bücher habe ich bereits hier im Podcast mit ihm gesprochen, Folge 13 und Folge 20, das waren die Bücher „Putin vor Gericht?“ von 2022 und dann 2025 „Fernes Unrecht Fremdes Leid - von der Durchsetzbarkeit internationalen Rechts". Es geht um den langen und mühsamen Weg vom Nürnberger Kriegsverbrechertribunal von 1945/46 über die ad-hoc-Tribunale zu den Situationen im ehemaligen Jugoslawien und in Ruanda bis zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, der 2002 seine Arbeit aufnahm. Nach unserem Gespräch, das ich mit Gerd Hankel diesmal am Telefon geführt habe, gibt es noch mal eine Zusammenstellung aus meinen früheren Folgen über die Entwicklung des Internationalen Strafrechts, unter anderem mit O-Tönen von dem damaligen Ankläger Benjamin Ferencz, der sich Zeit seines Lebens für das Völkerrecht einsetzte. 2023 starb er im Alter von 103 Jahren. Auch Hans-Peter Kaul kommt noch einmal zu Wort, er war der erste deutsche Richter am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, auch er ist bereits verstorben. Links Gerd Hankel https://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Hankel Fernes Unrecht – Fremdes Leid https://www.hamburger-edition.de/fileadmin/user_upload/Hamburger_Edition/Vorschauen/Vorschau_Gerd-Hankel_Fernes-Unrecht.pdf Rezension im Deutschlandfunk „Andruck“ von Peggy Fiebig https://bilder.deutschlandfunk.de/5e/57/f4/ca/5e57f4ca-7775-4b64-81ee-00df6daa1b76/gerd-hankel-fernes-unrecht-100.pdf Putin vor Gericht https://zuklampen.de/ebooks/sachbuch/politik/bk/1223-putin-vor-gericht.html Meine Rezension https://annette-wilmes.de/beitraege/buchbesprechungen/gerd-hankel-putin-vor-gericht Mein Podcast Folge 20 – Gespräch mit Gerd Hankel https://menschen-orte-paragraphen.podigee.io/22-neue-episode Mein Podcast Folge 13 – Gespräch mit Gerd Hankel https://menschen-orte-paragraphen.podigee.io/14-neue-episode Meine Sendung über die Begnadigungen der Kriegsverbrecher https://api.annette-wilmes.de/uploads/Begnadigungen_b942daa88d.pdf Meine Sendung über den Internationalen Strafgerichtshof https://api.annette-wilmes.de/uploads/I_St_GH_2000_13e538b Meine Sendung über das Jugoslawien-Tribunal https://annette-wilmes.de/beitraege/internationales-recht/kriegsverbrechen-vor-gericht ZDF-Dokumentation über die Nürnberger Prozesse https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/benjamin-ferencz-tot-chefanklaeger-nurrnberger-prozesse-100.html Tagesschau über die Nürnberger Prozesse https://www.tagesschau.de/inland/nuernberger-prozesse-118.html Internetseite Benjamin Ferencz https://benferencz.org/ Wikipedia Benjamin Ferencz https://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Ferencz Filmportrait über Benjamin Ferencz https://www.youtube.com/watch?v=8AjvsX76ImI Wikipedia Hans-Peter Kaul https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Kaul
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    23 mins
  • #25 Forum Justizgeschichte 2 - Geschichte strategischer Prozessführung in Deutschland
    Nov 7 2025
    Das Forum Justizgeschichte ist ein Verein, der die deutsche Rechts- und Justizgeschichte des 20. Jahrhunderts erforscht und darstellt. Wie schon in der 15. Folge bin ich für die Ton-Aufnahmen nach Wustrau gereist. Denn hier, in der Richterakademie am Ruppiner See, finden die Jahrestagungen des Forums Justizgeschichte statt. Diesen schönen Ort habe ich bereits in der 15. Folge in einem Rundgang mit Michael Plöse vorgestellt, einem der drei Vorstandsmitglieder des Vereins. Mit allen dreien, Sebastian Felz, John Philipp Thurn und Michael Plöse habe ich über das Thema der diesjährigen Jahrerestagung des Forums gesprochen: „Die Geschichte der strategischen Prozessführung in Deutschland“. Es referierten Historiker*innen und Jurist*innen, aber auch eine Politikwissenschaftlerin. Diesmal habe ich nicht nur mit den Vortragenden, sondern auch mit den Zuhörenden gesprochen, auch sie kommen in dieser Podcast-Folge zu Wort. Der Verein hat noch ein besonderes Angebot: Dank der freundlichen Spende eines Mitglieds besteht die Möglichkeit, Stipendien an Studierende und Referendarinnen und Referendare zu vergeben. Links Der Verein Forum Justizgeschichte https://www.forumjustizgeschichte.de/ Programm der Tagung https://www.forumjustizgeschichte.de/jetzt-vormerken-27-jahrestagung-26-bis-28-september-2025-richterakademie-wustrau/ Helmut Kramer, ehem. Richter OLG Braunschweig, Mitgründer des Vereins Forum Justizgeschichte https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Kramer Georg Falk, ehem. Vors. Richter OLG Frankfurt a.M., bis 2024 Richter am hessischen Staatsgerichtshof https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_D._Falk Mitautor des Buches „Willige Vollstrecker oder standhafte Richter?“ https://www.hiko-hessen.de/publikationen/317/die-rechtsprechung-des-oberlandesgerichts-frankfurt-am-main-in-zivilsachen-von-1933-bis-1945-2-auflage-elektron-ausgabe-als-hochaufloesende-und-durchsuchbare-datei-im-pdf-format/ Referent*innen, die in dieser Folge zu Wort kommen: Lisa Hahn über Strategische Prozessführung im Nomos-Verlag https://www.nomos-elibrary.de/de/document/view/pdf/uuid/ff1cc86b-476a-335f-a5ee-363993b77ac2?page=1 Carolina Vestena https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/politikwissenschaft/fachgebiete/politische-theorie/team/dr-dr-carolina-vestena.html Inbal Steinitz https://metropol-verlag.de/produkt/inbal-steinitz-der-kampf-juedischer-anwaelte-gegen-den-antisemitismus/ Nicole Schraner https://www.unilu.ch/fakultaeten/rf/institute/institut-fuer-juristische-grundlagen-lucernaiuris/mitarbeitende/nicole-schraner/#tab=c152506 Zoe Tappeiner https://www.jura.uni-muenster.de/de/institute/institut-fuer-oeffentliches-recht-und-politik/kollegium-des-instituts/weitere-personen/zoe-luise-tappeiner/ Katharina Rauschenberger https://www.fritz-bauer-institut.de/mitarbeiterinnen-und-mitarbeiter/katharina-rauschenberger Louisa Hattendorff https://www.rewi.hu-berlin.de/de/lf/ls/bae/team/hattendorff Tim Wihl https://www.uni-erfurt.de/staatswissenschaftliche-fakultaet/fachrichtung/rechtswissenschaft/oeffentliches-recht-voelkerrecht-und-rechtsvergleichung/team/dr-tim-wihl
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    1 hr and 34 mins
  • #24 KD Wolff – „Politischer Rebell und rebellischer Verleger“
    Oct 12 2025
    Für diese Folge bin ich nach Frankfurt am Main gereist, um mit KD Wolff über seine Autobiografie zu sprechen, die in diesem Jahr im Klostermann-Verlag erschienen ist und den schönen Titel trägt „Bin ich nicht ein Hans im Glück?“ Untertitel: „Studentenrevolte – Hölderlin – Kafka.“ KD Wolff war von 1967 bis 68 Bundesvorsitzender des Sozialistischen Studentenbundes, kurz SDS und bis zu seiner Auflösung 1970 im Vorstand. Im selben Jahr hat er den Verlag Roter Stern gegründet. Wir sprechen über die Studentenbewegung, über die Proteste gegen den Vietnam-Krieg, über die Kontakte zur Bürgerrechtsbewegung in den USA, über die Konflikte mit der Justiz und über die bewegte Verlagsgeschichte. Wir haben das Gespräch zu dritt geführt, mit dabei ist der Journalist Dietegen Müller, der an dem Zustandekommen des Buches maßgeblich beteiligt war. Getroffen haben wir uns im so genannten Holzhaus, einem vierstöckigen Haus in der Holzhausenstraße im Frankfurter Nordend, seit mehr als 50 Jahren das Zuhause von KD Wolff und bis 2018 seines Verlages, der zunächst Roter Stern, dann Stroemfeld hieß. Links Die Autobiographie im Klostermann-Verlag https://www.klostermann.de/epages/63574303.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63574303/Products/9783465047087 Die Veranstaltung „Open Books“ bei der Frankfurter Buchmesse https://www.openbooks-frankfurt.de/termin/kd-wolff-mit-dietegen-mueller-bin-ich-nicht-ein-hans-im-glueck-studentenrevolte-hoelderlin-kafka/ KD Wolff – Gespräch im DLF Büchermarkt https://www.deutschlandfunk.de/kd-wolff-bin-ich-nicht-ein-hans-im-glueck-studentenrevolte-hoelderlin-kafka-100.html KD Wolff bei Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Dietrich_Wolff Sibylla Flügge, die Mutter von Jenny und Anton https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Fl%C3%BCgge Das Buch „Männerphantasien“ von Klaus Theweleit, Gespräch im DLF-Kultur https://www.deutschlandfunkkultur.de/klaus-theweleit-ueber-maennerphantasien-die-angst-vor-der-100.html Die Kinothek Asta Nielsen e.V., feministisches Projekt in Frankfurt a.M. https://de.wikipedia.org/wiki/Kinothek_Asta_Nielsen#
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    1 hr and 15 mins
  • #23 Alexander Thiele über sein neues Buch „Machtfaktor Karlsruhe – Das Bundesverfassungsgericht im System des GG
    Sep 26 2025
    Ein kurzer Rückblick: Im Juli 2025 scheiterte die Richter- und Richterinnenwahl zum Bundesverfassungsgericht. Beide Kandidatinnen der SPD und auch der Kandidat der CDU hatten zwar die erforderliche Zweidrittelmehrheit im Richterwahlausschuss erhalten. Aber dann folgte die CDU-Fraktion nicht dem Vorschlag, weil plötzlich Zweifel an der Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf, renommierte Juraprofessorin an der Uni Potsdam, aufgekommen waren, aufgrund von falschen Einschätzungen und Fehlmeldungen. Die Wahl wurde abgesetzt. Alexander Thiele hatte den öffentlichen Protest von etwa 300 Rechtswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern mitinitiiert. In dieser Folge ist er mein Gast, nicht zum ersten Mal. (s. #10) Er ist Professor für Staatstheorie und Öffentliches Recht, insbesondere Staats- und Europarecht. Er lehrt und forscht seit 2021 an der Business & Law School in Berlin. Davor war er außerplanmäßiger Professor an der Universität Göttingen für Öffentliches Recht, Europarecht und Finanzrecht. Die gescheiterte Richterinnenwahl kommt in dieser Folge auch zur Sprache. Das Gespräch wurde vor der – dann erfolgreichen – erneuten Wahl mit einer neuen Kandidatin im September aufgenommen. Vor allem aber dreht sich das Gespräch um die Arbeitsweise des Bundesverfassungsgerichts, wie seine Rechtsprechung entsteht und wie es in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Das alles steht auch im neuen Buch von Alexander Thiele: „Machtfaktor Karlsruhe – Das Bundesverfassungsgericht im System des Grundgesetzes“. Links Alexander Thiele, Machtfaktor Karlsruhe – Das Bundesverfassungsgericht im System des Grundgesetzes, Campus Verlag 2025, 139 Seiten, 18 Euro https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/machtfaktor_karlsruhe-18674.html Rezension von Peggy Fiebig im Deutschlandfunk https://www.deutschlandfunk.de/alexander-thiele-machtfaktor-karlsruhe-102.html Alexander Thiele, Defekte Visionen – Eine Intervention zur Zukunft der Europäischen Union, Campus Verlag, Frankfurt/New York, 2024, 155 Seiten, 22 Euro. https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/politikwissenschaft/defekte_visionen-17984.html Meine Rezension im Deutschlandfunk https://annette-wilmes.de/beitraege/buchbesprechungen/alexander-thiele-defekte-visionen Mein Podcast Folge 10 mit Alexander Thiele https://menschen-orte-paragraphen.podigee.io/10-neue-episode https://www.businessschool-berlin.de/ Mein Interview zum Thema 70 Jahre Bundesverfassungsgericht https://annette-wilmes.de/beitraege/interviews/prof-dr-dr-hc-gertrude-luebbe-wolff Meine Sendung im DLF-Kultur „Das letzte Wort hat Karlsruhe“ https://annette-wilmes.de/beitraege/historische-themen/das-letzte-wort-hat-karlsruhe Weitere Buchempfehlungen: Gertrude Lübbe-Wolff, „Beratungskulturen. Wie Verfassungsgerichte arbeiten, und wovon es abhängt, ob sie integrieren oder polarisieren“, KAS 2022 https://www.kas.de/de/einzeltitel/-/content/beratungskulturen Susanne Baer, Rote Linien – Wie das Bundesverfassungsgericht die Demokratie schützt, Herder Verlag 2025, 384 Seiten, 22 Euro https://www.herder.de/geschichte-politik/shop/p4/92238-rote-linien-klappenbroschur/
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    52 mins