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Morgenimpuls

Morgenimpuls

Written by: DOMRADIO.DE
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Mit einem guten Gefühl in den Tag starten: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken über Gott und die Welt. Am Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel die Religionslehrerin Vanessa Grbavac und Pfarrer Stefan Wißkirchen. Im Radio um 6.15 Uhr und als Podcast.© DOMRADIO.DE Christianity Ministry & Evangelism Spirituality
Episodes
  • Heiter und vergnügt an Gott denken
    Feb 16 2026
    Die Karnevalsmuffel haben die Hochburgen an Rhein und Main längst verlassen oder vergraben sich hinter der Olympiaberichterstattung. Alle anderen, mich inbegriffen, werden langsam aber sicher hibbelig und vorfreudig aufgeregt und können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht – der vielgeliebte Rosenmontagszug. Für mich diesmal nur am Fernseher, aber für viele live und in Farbe in Köln, Mainz, Bonn oder auch in den vielen kleinen Städtchen und Dörfern. Aber, aber es ist doch immer noch Krieg in der Ukraine, da kann man doch nicht feiern? Und außerdem gibt es doch immer noch die Angst vor Anschlägen. Ja, der Krieg dauert immer noch an und ein Ende ist nicht abzusehen und Drohungen, die Feierfreude mit Anschlägen niederzumachen, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber wir feiern, weil nach all dem Schrecklichen der letzten Jahre die Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach miteinander Singen und Tanzen, sich verkleiden und vergnügt sein, so groß ist. So ist das Leben: Krieg und Frieden, Freude und Leid, Angst und Jubel, Trauer und Erlösung liegen so dicht beieinander, dass es, gerade in unserer Zeit fast mit den Händen greifbar wird. Singen gegen die Angst, zusammenschunkeln gegen die Einsamkeit, Jubeln und Lachen gegen Hass und Hetze und das viele Böse. Die einen mögen es Schicksal nennen, gegen das man ohnehin nichts machen kann. Aber andere, ich auch, lebe eher aus einer Hoffnung und einer Gewissheit. Die Gewissheit, dass die Menschen schon oft unlösbar scheinende Katastrophen und Kriege überstehen und wieder neu anfangen konnten und die Hoffnung, dass da ein guter Gott ist, dem wir nicht gleichgültig sind, sondern der uns liebt und unsere Wege mitgeht – in Kreuz und Leid, in Lust und Fröhlichkeit und in allen graubunten Farben dazwischen. In einem Kindergarten malen Kinder viele schöne Karnevalsbilder. Die Erzieherin schaut zu und merkt, dass ein Mädchen sehr vergnügt kunterbunt malt. Was malst Du? wird sie gefragt. „Ich male Gott“, ist die klare Antwort. Aber es weiß doch niemand, wie Gott aussieht, gibt die Frau zu bedenken. „In einer Minute schon“ sagt das Kind. Ist das nicht herrlich? Ein Wort von Johann Wolfgang von Goethe, dem großen Dichterfürsten, passt wunderbar dazu. Er sagte einmal: „Wenn ich an Gott dachte, war ich heiter und vergnügt.“ Denken wir also heute, beim Feiern und Schunkeln zwischendurch immer mal an Gott und seien wir heiter und vergnügt.
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    5 mins
  • Echte Freunde sind lebenswichtig
    Feb 15 2026
    Manch einer wird sich jetzt wünschen, dass der Hochschulpfarrer aus Düsseldorf mit einem Alaaf aus dem DOMRADIO in Köln grüßt. Das kommt mir eigentlich – und das dürfen die Düsseldorfer jetzt nicht böse nehmen– auch etwas leichter über die Lippen. Karneval ist etwas, das Menschen zusammenführt, egal unter welchem Wahlspruch, ob nun Alaaf oder Helau. Wir alle leben davon, dass wir miteinander feiern können und an diesen Tagen spüren – und vielleicht sehen wir auch alle–, dass Netzwerke zwischen Menschen wichtig sind. Aber ich sage euch, Freundschaften sind noch wichtiger, sind lebenswichtig. Denn einen Menschen zu haben, einen Freund, über den ja so viele Karnevalslieder singen, das ist ganz entscheidend. Einen Menschen zu haben, der mich kennt, bei dem ich nichts leisten muss, so wie im Karneval, bei dem ich einfach sein darf. Freundschaft ist mehr als Kontakt. Sie ist Beziehung, getragen von Vertrauen, Treue und einem gemeinsamen Ziel. Am Karneval darf man auch sagen, vom gemeinsamen Feiern. Diese Sehnsucht nach echter Freundschaft trägt jeder in sich. Papst Leo hat das in seinem Wahlspruch auf den Punkt gebracht. "In Illo uno unum". “In dem einen, in Christus, sind wir eins.” Freundschaft mit Gott führt zur Einheit untereinander. In der Apostelgeschichte begegnen uns zwei Freunde, Paulus und Barnabas. Nach seiner Bekehrung will Paulus sich den Jüngern Jesu anschließen, doch sie haben Angst vor ihm. Barnabas ist der einzige, der an ihn glaubt. Er vermittelt, ermutigt, öffnet Paulus Türen. Er erkennt Gottes Wirken dort, wo andere vielleicht nur das Risiko sehen. Karneval lädt uns ein, auf andere zuzugehen, Freundschaft zu ermöglichen, in dem einen den anderen zu erkennen. Und das wünsche ich euch allen für diesen Tag, dass ihr in der Ausgelassenheit dieser Tage auch wirklich Freundschaft, Verbindung und ein Miteinander findet. Denn denkt auch daran: Selbst wenn ihr in einer der großen Karnevalsgesellschaften seid, Netzwerke sind wichtig, aber Freunde, wirkliche Freunde, die sind lebenswichtig!Der DOMRADIO-Morgenimpuls: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken zu Gott und der Welt. Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel die Religionslehrerin Vanessa Grbavac und Pfarrer Stefan Wißkirchen darüber, wie sie Glauben und Alltag miteinander verbinden. Im Radio um viertel nach 6 Uhr und als Podcast.
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    4 mins
  • Bielefeld und die Liebe gibt es doch!
    Feb 14 2026
    Am Karnevalssamstag hier im DOMRADIO in Köln über Bielefeld zu reden, ist vielleicht etwas vermessen und doch notwendig!Im letzten Jahr habe ich ein Brautpaar getraut, das sich in Bielefeld kennen und vor allem lieben gelernt hat. Und dabei gibt es diesen Ort doch gar nicht! Und doch entsteht dort Beziehung, kann eine Freundschaft wachsen, kann Liebe entstehen. Vielleicht ist es deshalb ein besonders schönes Bild für die Liebe selbst, sie lässt sich nicht immer beweisen und erklären, sie entzieht sich klaren Berechnungen. Und doch wissen wir ja alle, ihr wie ich, die Liebe ist da und sie trägt. Liebe entsteht oft dort, wo Menschen sich begegnen, mit unterschiedlichen Lebenswegen, Temperamenten und Talenten. Unterschiedlichkeit ist keine Schwäche, im Gegenteil, Unterschiedlichkeit kann zur Stärke werden. Denn Zusammengehörigkeit in Liebe bedeutet eben nicht, gleichförmig zu sein, verschieden zu sein und sich dennoch zu ergänzen. Das ist Liebe! Darum spricht der Kolossaberief im Neuen Testament der Bibel von der Liebe als einem Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. Kein Fesselband, sondern etwas Elastisches. Die Liebe wirkt dabei nicht nur verbindend, sondern auch heilend. Sie vollendet nicht im Sinn von Perfektion, sondern im Sinn von Ganzwerden. Ich wünsche euch an diesem Valentinstag, dass ihr aufmerksam werdet für die Unterschiede, die euch zusammenfügen. Und wenn ihr heute Abend vielleicht ein Pärchen trefft, das am Valentinstagt ausgeht und nicht dem Karneval fröhnt, dann denkt noch einmal daran, wie das so ist: Wir werden zusammengefügt in Unterschiedlichkeit. Das ist ein Geheimnis, genauso wie Bielefeld. Und letztlich wissen wir doch: Bielefeld und die Liebe gibt es.Der DOMRADIO-Morgenimpuls: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken zu Gott und die Welt. Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel die Religionslehrerin Vanessa Grbavac und Pfarrer Stefan Wißkirchen darüber, wie sie Glauben und Alltag miteinander verbinden. Im Radio um viertel nach 6 Uhr und als Podcast.
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