Drei Generationen, ein Stück – und viele Eindrücke* In der neuesten Folge von *Von Boom bis Z* sprechen Renate, Glenys und Lisann – drei Frauen aus drei Generationen – über ihre Eindrücke von der Theateradaption der *Kopenhagen-Trilogie* nach den Romanen *Kindheit*, *Jugend* und *Abhängigkeit* von Tove Ditlevsen. Das Stück am Theater Bremen hat sie tief berührt, zum Nachdenken gebracht und emotional bewegt. „Ich hab mich danach sehr voll gefühlt – von Bildern, Worten und Eindrücke.“(Lisann) „Man hat das Gefühl, als hätte man ein tiefgründiges Gespräch geführt, in das man sich ganz reingegeben hat.“ (Renate) Glenys beschreibt die Inszenierung als „kopflastig und konzentriert“ – und wünscht sich gleichzeitig mehr Leichtigkeit und Humor. Doch gerade die Intensität des Stücks macht es zu einem besonderen Erlebnis. **Tove Ditlevsen: Eine Stimme, die Tabus bricht** Die dänische Autorin Tove Ditlevsen (1917–1976) gilt als Pionierin der autofiktionalen Literatur. Ihre Werke sind in Dänemark Schulpflichtlektüre – und das aus gutem Grund. Ditlevsen wuchs in einem Arbeiterviertel der 1920er-Jahre auf und kämpfte früh gegen Widerstand an, um Schriftstellerin zu werden. Ihr Leben war geprägt von Krisen: vier Scheidungen, Drogenabhängigkeit, psychische Leiden. 1976 nahm sie sich das Leben. Die *Kopenhagen-Trilogie* erzählt ihr Leben in drei Phasen – und das Theater Bremen bringt diese Phasen auf die Bühne: Drei Schauspielerinnen – Irene Kleinschmidt, Lisa Guth und Emma Floßmann – verkörpern Ditlevsens Kindheit, Jugend und Erwachsensein. Ihr Zusammenspiel ist so vertraut und dynamisch, dass es die Podcaster*innen besonders beeindruckt hat: **„An den Blickwechseln hat man gemerkt, wie ehrlich vertraut die Schauspielerinnen miteinander sind.“** (Renate) **„Wie die drei zusammen eine Person charakterisieren – das macht das innere Ringen der Autorin greifbar.“** (Lisann) *Unsere Empfehlung: Ein Stück, das man mehrmals sehen kann Trotz der Schwere des Themas sind sich alle drei einig: Das Stück ist ein Erlebnis. **„Es ist bewundernswert, wie Tabuthemen mit so wenig Mitteln so ergreifend dargestellt werden können.“** (Renate), die das Stück bereits zweimal gesehen hat – und es sogar ein drittes Mal sehen würde. **Glenys‘ Tipp:** Wer sich vorab mit Tove Ditlevsens Leben beschäftigt, nimmt noch mehr aus dem Theaterabend mit. **Renates Empfehlung:** Die Einführung zum Stück – so fallen noch mehr Details auf. Fazit:** Ein Theaterabend, der nachhallt – und zeigt, wie Literatur und Bühne Tabus brechen können.
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