DIE KEINRATGEBER – Episode 026 BUCKET LIST ...muss man eigentlich noch irgendwas müssen? Was wollen wir eigentlich unbedingt noch erleben, lernen oder erreichen? Und was passiert, wenn aus einem Wunsch plötzlich ein Punkt auf einer Liste wird, den man gefälligst noch abzuhaken hat? Wir reden über die oftmals erwähnte "Bucket List" und merken ziemlich schnell, dass wir damit ein etwas komplizierteres Verhältnis haben. Natürlich gibt es Dinge, die wir noch machen wollen: Japan noch einmal so richtig-richtig bereisen, Klavier oder Schlagzeug spielen lernen, vielleicht aber auch perfekteres Englisch sprechen, einen Marathon laufen, mit dem Fahrrad einfach Richtung Lissabon fahren, beim Golf ein einstelliges Handicap erreichen oder noch einmal auf einer der größten Bühne stehen, weil man es beim ersten Mal garnicht genießen konnte. Doch je länger wir darüber sprechen, desto mehr stellt sich die Frage, ob das eigentliche Ziel sogar der Haken hinter der Sache ist. Denn vieles, was irgendwann als groß oder wichtig erscheint, ist später plötzlich einfach passiert. Manche Ziele verändern sich, manche verlieren komplett ihren Reiz und andere kommen Jahre später wieder zurück. Vielleicht geht es vielmehr um das, was unterwegs passiert... um Begegnungen, Umwege und Dinge, die auf keiner Liste standen. Wir sprechen außerdem darüber, warum Ziele motivieren, aber genauso schnell Druck erzeugen können. Warum wir manches theoretisch jederzeit anfangen könnten und es trotzdem nicht tun und warum eine Bucket List ziemlich sinnlos wird, wenn man irgendwann nur noch damit beschäftigt ist, das eigene Leben abzuarbeiten. Am Ende landen wir deshalb bei einer vielleicht viel wichtigeren Frage: Muss eigentlich immer noch etwas Größeres kommen? Oder darf man irgendwann auch feststellen, dass schon ziemlich viel gut gelaufen ist? On top gibt es angreifende Saugroboter, 320 km/h mit schwitzigen Händen, Marathon-Schmerzen, Golf-Frust, Motorsport-Träume und ein vermutlich schwierigstes noch unerreichtes Lebensziel: „Obst und Schnittlauch“ in einem einzigen Rülpser. Im Gruß aus der Küche geht es dieses Mal um vertauschte Ortsschilder, ziemlich teuren deutschen Schilderwahnsinn und die Frage, welches Verkehrsschild wir dringend erfinden würden.
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