• Vorwort
    Jan 6 2026

    Zunächst möchte ich kurz die in diesem Buch verwendeten Begrifflichkeiten klären.
    Historisch gesehen wurde das Glaubensbekenntnis erstmals auf dem Konzil von Nicäa im Jahre 325 n. Chr. festgelegt. Es wurde später auf dem Konzil von Konstantinopel im Jahre 381 n. Chr. ergänzt und erweitert, wodurch die Form vollendet wurde, die die Kirche heute allgemein als das „Nicänische Glaubensbe-kenntnis“ bezeichnet.
    Streng genommen sollte diese Version aus dem Jahre 381 als das „Glaubensbekenntnis von Konstantinopel“ oder das „Nicä-no-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis“ bezeichnet werden. Da sich dieses Buch jedoch auf das Nicänische Glau-bensbekenntnis von 325, das als Ausgangspunkt diente, sowie auf dessen nachfolgende Änderungen konzentriert, wird im Haupttext durchgehend der Ausdruck „Nicänisches Glaubens-bekenntnis“ verwendet, um Verwirrung beim Leser zu vermei-den.
    Wir bitten unsere Leser, sich beim Auftauchen der Bezeichnung „Nicänisches Glaubensbekenntnis“ in diesem Buch stets den historischen Hintergrund vor Augen zu halten, dass dieses Glaubensbekenntnis nachträglich in Konstantinopel überarbeitet und vollendet wurde, um zum heutigen Glaubensbekenntnis zu werden.

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    1 hr and 14 mins
  • 1. Die Kirche, die das Evangelium von Wasser und Geist verloren hat (Galater 1:6–9)
    Jan 6 2026

    Heute gibt es weltweit unzählige Kirchen, und jeden Sonn-tag werden in ihnen zahlreiche Predigten verkündet. Trauriger-weise predigen jedoch nicht alle Kirchen das Evangelium von Wasser und Geist.
    Die Menschen versammeln sich in den Gotteshäusern, preisen Gott, lesen in der Bibel und beten, aber es ist sehr verbreitet, dass das eigentliche Herzstück, das ‚Evangelium von Wasser und Geist‘ – das Wort davon, dass Jesus von Johannes getauft wurde, am Kreuz starb und auferstand – nicht verkündet wird.
    Apostel Paulus sagte zur Gemeinde in Galatien: „Ich wundere mich, daß ihr so schnell von dem, der euch in der Gnade Christi berufen hat, zu einem anderen Evangelium umwendet,“
    Da sogar die Heiligen der frühen Kirche leicht von einem ande-ren Evangelium verführt wurden, ist es nicht verwunderlich, dass die Kirchen in der heutigen Zeit das Evangelium verloren haben und an Traditionen und Lehren gebunden sind.
    Heute müssen wir auf den Zustand der Kirche blicken, die das Evangelium von Wasser und Geist verloren hat, und gemeinsam untersuchen, warum eine Reformation des Glaubens erneut notwendig ist.

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    49 mins
  • 2. Was ist der Glaube von Watchman Nee, der katholischen Kirche und Paul C. Jong? (Johannes 20:19–23)
    Jan 6 2026

    Wie deutet Watchman Nee Johannes 20,22–23?

    Heute gibt es auf der ganzen Welt unzählige Kirchen, und in ihnen werden jeden Sonntag unzählige Predigten verkündet. Doch leider predigen nicht alle Kirchen das Evangelium des Wassers und des Geistes.
    Sie versammeln sich in Gotteshäusern, um Gott zu loben, die Bibel zu lesen und Gebete zu sprechen, aber in Wirklichkeit wird im eigentlichen Zentrum das „Wort des Evangeliums des Wassers und des Geistes“ – dass Jesus von Johannes getauft wurde, am Kreuz starb und wieder auferstand – meistens nicht verkündet.

    In Bezug auf Johannes 20,22, wo der auferstandene Jesus Seinen Jüngern sagte, sie sollten den Heiligen Geist empfangen, interpretiert Watchman Nee dies als das Ereignis, bei dem der Herr den Heiligen Geist als Leben in die Jünger einhauchte.
    Er erklärt, dass der Heilige Geist, den Jesus in sie einhauchte, ein inneres und wesentliches Werk war – nämlich der Dienst des Geistes, der Leben spendet.
    Im Gegensatz dazu unterscheidet er das Ereignis von Pfingsten als ein äußeres und dispensationelles Werk – das Werk der Kraft, die von oben kommt.
    Auf diese Weise erklärt Watchman Nee den Heiligen Geist in zwei Aspekten, als ‚Atem‘ und ‚Wind‘, und betont die Ordnung, in der die Kirche unter der Leitung des Heiligen Geistes öffent-lich die Unterscheidung, die das Evangelium betrifft, verkündet.

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  • 3. Die Taufe Jesu durch Johannes geschah, um die Übertragung der Sünden der Welt zu empfangen (Matthäus 3:13–17)
    Jan 6 2026

    Wie viel wissen wir über das Universum?

    Das Ausmaß des Universums, das wir gegenwärtig kennen, ist unermesslich groß. Wissenschaftler schätzen, dass es ein be-obachtbares Universum mit einem Durchmesser von etwa 93 Milliarden Lichtjahren gibt.
    Dies ist ein Wert, der berechnet wird, indem man die maximale Entfernung, die das Licht seit dem Urknall – also seit etwa 13,8 Milliarden Jahren – zurücklegen konnte, zusammen mit der Ex-pansionsrate des Universums berücksichtigt. Berichten zufolge gibt es darin etwa 2 Billionen oder mehr Galaxien und eine weitaus größere Anzahl an Sternen.
    Nach dem aktuellen Standardmodell besteht das Universum zu etwa 5 % aus gewöhnlicher Materie, zu 27 % aus dunkler Mate-rie und zu 68 % aus dunkler Energie.
    Allerdings wurden dunkle Materie und dunkle Energie noch nicht direkt beobachtet, und ihre Existenz wird lediglich anhand indirekter Beweise wie der Schwerkraft und der Expansionsrate des Universums geschätzt.
    Durch die Beobachtung der kosmischen Mikrowellenhinter-grundstrahlung, die sich etwa 380.000 Jahre nach dem Urknall bildete, können wir den Zustand des frühen Universums zurück-rechnen. Die Planck-Ära, die unmittelbar auf den Urknall folgte, bleibt jedoch weiterhin ein unbekanntes Gebiet.

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  • 4. Wer sind in diesem Zeitalter diejenigen, die den Heiligen Geist Gottes als Geschenk empfangen werden? (Apostelgeschichte 8:14-24)
    Jan 6 2026

    Simon (der Magier), der in Apostelgeschichte Kapitel 8 auftritt, gilt als eine wichtige Negativfigur in der Geschichte der frühen Kirche. Sein Einfluss kann unter drei Hauptaspekten verstanden werden.

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  • 5. Geht durch die enge Pforte ein (Matthäus 7:13–23)
    Jan 6 2026

    Was glauben die einzelnen christlichen Konfessi-onen weltweit?

    Das Christentum steht weltweit unter einem Namen, doch unterscheidet sich jede Konfession in ihren Glaubensschwer-punkten, ihrer Sicht auf die Errettung, ihrem Kirchenverständnis und ihrer Auslegung der Sakramente.
    Diese Unterschiede sind aus der Vielfalt historischer Hinter-gründe und theologischer Interpretationen entstanden.
    Nachstehend folgt eine historische und theologische Beschrei-bung der zentralen Glaubensinhalte der großen christlichen Kon-fessionen.

    Die katholische Kirche glaubt an Jesus Christus als Gott und lehrt, dass die Gnade der Errettung durch die Tradition und die Schriften der Kirche vermittelt wird.
    Sie betrachtet die Errettung als etwas, das durch Glauben und Werke, das heißt durch die Sakramente und Gehorsam, vollen-det wird.
    Sie erkennt den Papst als Stellvertreter Christi an und lehrt, dass die sieben Sakramente – Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Ehe, Weihe und Krankensalbung – Kanäle der Errettung sind.
    Darüber hinaus versteht sie die Kirche als eine, heilige, katholi-sche und apostolische Gemeinschaft und glaubt, dass das Erlö-sungswerk im Heiligen Geist fortgesetzt wird.

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  • 6. Über den Dienst Jesu Christi und Johannes des Täufers! (Maleachi 4:5-6, Matthäus 11:12-14)
    Jan 6 2026

    Warum sprach Jesus zu Beginn der vier Evange-lien über den Dienst Johannes des Täufers?

    Johannes der Täufer war eine Person, die an der Grenze zwischen dem Gesetz und dem Evangelium stand. Er war der letzte Prophet des Alten Testaments und zugleich derjenige, der die Tür zum Neuen Testament öffnete und auf den Wendepunkt vom Zeitalter des Gesetzes zum Zeitalter des Evangeliums hin-wies.
    Dass Jesus die Taufe von Johannes empfing, war die Erfüllung des Wortes des Gesetzes bezüglich der Sünden der Menschheit.
    Diese Taufe war kein bloßes Ritual, sondern das Werk der Er-rettung, bei dem die Sünden der Menschheit durch Johannes auf Jesus übertragen wurden, und hierdurch begann Gottes Erlö-sungsplan, verwirklicht zu werden.

    Das Ereignis der Taufe Jesu durch Johannes war der Aus-gangspunkt für die Erfüllung der Gerechtigkeit Gottes.
    In Matthäus 3,15 sagte Jesus: „Laß es jetzt so sein; denn also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.“ Dieses Wort zeigt, dass die Taufe Jesu keine bloße religiöse Handlung war, sondern der erste Schritt hin zur Erfüllung der Gerechtigkeit Gottes – das heißt, die Vollendung der Errettung der Menschheit.
    Deshalb dient die Erwähnung des Dienstes Johannes des Täu-fers zu Beginn der Evangelien als eine Einleitung, die verkündet, dass Jesus nicht bloß jemand war, der Wunder vollbrachte, son-dern der Retter, der die Gerechtigkeit Gottes erfüllte.

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  • 7. Die Kirche Gottes, die auf dem Glauben des Petrus erbaut ist (Matthäus 16:18–19)
    Jan 6 2026

    Als Petrus auf die Frage Jesu antwortete: „Du bist der Christus“, welche Art von Glauben bekannte er mit dieser Antwort?

    Das Bekenntnis des Petrus in Matthäus 16,16: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“, ist das vollkom-menste Glaubensbekenntnis darüber, wer Jesus ist.
    Dieser kurze Satz beinhaltet das gesamte Wesen des Glaubens.
    Seine Bedeutung kann wie folgt in drei Teilen beschrieben wer-den.

    Erstens ist das Bekenntnis „Du bist der Christus“ das Glau-bensbekenntnis, dass Jesus der Messias ist, den Gott verheißen hat.
    Das Wort „Christus“ hat dieselbe Bedeutung wie das hebräische Wort „Messias“, was „der Gesalbte“ bedeutet.
    Petrus betrachtete Jesus nicht bloß als einen Propheten oder ei-nen gerechten Lehrer, sondern glaubte, dass Er der von Gott ge-sandte Messias ist, um die Menschheit von der Sünde zu erretten.
    Als König überwand Jesus die Macht der Sünde und des Todes und regiert über unsere Herzen und die Welt.
    Auch als Hohepriester opferte Er Seinen eigenen Leib als Süh-neopfer und nahm die Sünden der Menschheit ein für alle Mal weg, und als Prophet verkündete Er das Wort Gottes und zeigte der Menschheit klar den Weg der Errettung.
    Deshalb ist das Bekenntnis des Petrus die Verkündigung des Glaubens, dass Jesus mein Retter ist und derjenige, der das gan-ze Gesetz und die Propheten erfüllt hat.

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