Hope and Despair ist ein deutsch-dänisches Kooperationsprojekt, das insgesamt sieben Museen und Gedenkstätten des Zweiten Weltkriegs in Norddeutschland und Dänemark miteinander vernetzt. Ziel ist es, gemeinsame historische Zusammenhänge sichtbar zu machen, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern und neue Formen der Geschichtsvermittlung zu entwickeln. Der Podcast verbindet mediale Kommunikation mit historischer Reflexion und leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung moderner Erinnerungskultur im deutsch-dänischen Grenzraum. In dieser Folge von Hope & Despair führt uns der Weg in die KZ- Gedenkstätte Neuengamme, das größte nationalsozialistische Konzentrationslager Nordwestdeutschlands. Gemeinsam mit Franziska Thiele, Archivarin der Gedenkstätte, und Clara Mansfeld, zuständig für digitale Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, sprechen wir über die Geschichte des Ortes, die Strukturen des Lagers und den Alltag der dort inhaftierten Menschen. Im Fokus stehen persönliche Zeugnisse und Biografien, darunter die eindrücklichen Briefe der dänischen Familie Hansen sowie Zeichnungen und Aufzeichnungen ehemaliger Häftlinge. Die Folge beleuchtet außerdem die Nachnutzung des Geländes nach 1945, den langen Weg zur Anerkennung als Gedenkstätte und die Frage, wie Erinnerung heute vermittelt werden kann. Neuengamme wird so als Ort sichtbar, an dem sich Verzweiflung und Hoffnung, Gewalt und Verantwortung, Vergangenheit und Gegenwart bis heute begegnen.
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