Was bedeutet Heimat, wenn man als Kind aus der Ukraine nach Deutschland kommt? Und wie verändert sich dieses Gefühl, wenn jüdisches Leben plötzlich wieder mit Fragen nach Sicherheit und Zukunft verbunden ist? In der zweiten Folge von Jewnique Coffee Break ist Autor und politischer Berater Mihail Groys zu Gast. Mit sieben Jahren kam er mit seiner jüdisch-ukrainischen Familie aus dem Donbass nach Deutschland. Er erzählt von den ersten Jahren in Flüchtlingsunterkünften, vom Ankommen ohne Deutschkenntnisse und davon, wie die jüdische Community später zu einem wichtigen Teil seines Lebens wurde. Wir sprechen über Migration und Integration, jüdische Identität zwischen Tradition und Zugehörigkeit, die Erinnerungen seiner Familie an die Shoah und darüber, warum sich viele Jüdinnen und Juden heute wieder die Frage nach ihrer Zukunft in Deutschland und Europa stellen. Außerdem geht es um den 7. Oktober, Antisemitismus, Veränderungen in der Berliner Kultur- und Politikszene und die Frage, wie man wachsam bleiben kann, ohne sich von Angst bestimmen zu lassen. Und natürlich wird es beim Jewnique Coffee Break auch persönlich: von Borschtsch und georgischer Küche über Berliner Clubnächte bis zu einem perfekten Coffee Break mit Franz Kafka in Prag.
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