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Lauf Alter

Lauf Alter

Written by: Tom Rottenberg Egon Theiner
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Tom Rottenberg und Egon Theiner, zwei mittelalte Männer mit Leidenschaft für den Sport, plaudern mit und ohne Gäste über alles, was mit dem Laufen zusammenhängt.

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Running & Jogging
Episodes
  • Ilse Dippmann und der Lauf der Frauen: Zeigen, was in ihnen steckt
    Oct 16 2026

    Als Ilse Dippmann 1986 mit dem Laufen begann, nahm sie sich gleich einen Marathon vor: New York. Dort lernte sie die Idee des Frauenlaufs kennen und brachte sie nach Wien. 1988 gab es den ersten Österreichischen Frauenlauf, heuer fand der ASICS Österreichische Frauenlauf zum 39. Mal statt. Bei Lauf Alter erzählt sie uns, was sie bis heute antreibt: Frauen und Mädchen für den Laufsport zu begeistern.

    Dazu gehören die Lauftrainings, die heuer ihr 30-Jahr-Jubiläum feiern. Im Prater kamen anfangs vier, fünf Frauen pro Woche, inzwischen sind es 176 Trainerinnen an fast 60 Standorten in ganz Österreicj. In den zwölf Wochen vor dem Frauenlauf bewegen sie wöchentlich 3.000 bis 4.000 Frauen. Auf der Website gibt es zwölf bis vierzehn Trainingspläne, von der Anfängerin bis zur Läuferin, die fünf Kilometer unter 19 Minuten laufen will. Insgesamt sind im Laufe der Jahrzehnte fast 600.000 Frauen im Ziel angekommen.

    Einen anderen Lauf veranstaltet Dippmann federführend, und dieser trägt am 15. November einen anderen Namen: Aus dem Sie-und-Er-Lauf wird der Double 5K: zweimal fünf statt bisher zweimal vier Kilometer, damit am Ende eine schöne Zehn-Kilometer-Zeit steht. Der ASICS Österreichische Frauenlauf bleibt indes ein reines Frauen-Event, weil die Sichtbarkeit von Frauen im Sport weiter gefördert werden muss. 2027 sollen es wieder 32.000 Läuferinnen an einem Tag dabei sein, ein Zwei-Tage-Modell wie in London lehnt Dippmann ab.

    Beim Thema Social Runs gehen die Meinungen auseinander. Dippmann glaubt, dass der Hype in zwei, drei Jahren abflacht, und hofft, dass junge Frauen mehr wollen als eine Runde um den Ring zu joggen. Tom übernimmt die Rolle des Verteidigers, Egon hält dagegen und moniert polemisch, dass es bei Dippmanns Trainings keine Goodie-Bags gibt oder einen kostenfreien Kaffee danach.

    Nächstes Jahr wird Dippmann 70. Ihre Marathon-Bestzeit liegt bei 3:16, heuer hatte sie sich zehn Kilometer unter einer Stunde vorgenommen und es beim Pariser Frauenlauf geschafft.

    Noch ein technischer Hinweis: Ab etwa Minute 22 wird es laut. Draußen vor dem Café Zartl ist eine Baustelle, und wir haben bewusst im echten Leben aufgenommen, nicht in einem klangtoten Studio.

    Hier weiterlesen: https://www.oesterreichischer-frauenlauf.at/de

    Und vielen Dank an RUNNING & Fitness, Österreichs Laufmagazin Nummer eins, das LAUFALTER in diesem Jahr unterstützt und immer wieder kompetent über den Frauenlauf berichtet!

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    34 mins
  • Sunset Run in Grado: Zehn Meilen im Abendlicht
    Oct 9 2026

    Wenn andere noch Winterspeck ansetzen, planen Egon Theiner und Tom Rottenberg schon den Sommer. Diesmal geht es nach Grado, in die Lagunenstadt an der Adria, die auch als Urlaubsort nicht so überlaufen ist wie manche Nachbarn an dieser Küste. Egon hat sich dort vor Jahren ein bisschen in die Gegend verliebt, Tom kennt Grado noch nicht. Am 5. Juni 2027 fällt um 18 Uhr der Startschuss zum Mytho Sunset Run, der aus dem früheren Mytho Marathon hervorgegangen ist.

    Zur Wahl stehen zehn Meilen (16 Kilometer) oder elf Kilometer für alle, die es kürzer mögen. Dazu kommen Walking, Nordic Walking und zwei Kilometer mit Hund, die auch ohne Vierbeiner funktionieren. Die Strecke verläuft flach durch die Lagune, zwischen Wasser und Meer, zum großen Teil auf Schotter. Egon nennt das großzügig einen Trail.

    Im Gespräch dieser BONUS-Episode geht es um mehr als Kilometer. Und ja, auch der Winter kommt vor: Die Champions des Sommers werden im Winter gemacht, also bitte nicht ganz auf Bewegung vergessen. Der Termin liegt in der Vorsaison, Hotelbetten stehen frei, und wer klug plant, hängt ein paar Urlaubstage an, statt nur zum Laufen zu kommen. Eine Anreise nur für den Lauf passt zudem auch schlecht zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Gerade für Wienerinnen und Wiener, die selten ans Meer kommen, lohnt sich das. Der späte Start lässt Zeit für ein ordentliches Frühstück und einen langen Abend nach dem Zieleinlauf. Auch die Schultersaison kommt zur Sprache, samt ihrem Haken für Familien mit schulpflichtigen Kindern.

    Das Startgeld ist moderat: 20 Euro für Frühbucher, nach dem letzten Preissprung 40 Euro. Hinter dem Lauf steht Alessandro Genuzio, den Egon persönlich kennt und schätzt. Er denkt darüber nach, in einigen Jahren wieder einen Marathon nach Grado zu holen.

    Transparenzhinweis: Der Veranstalter hat uns Startplätze zur Verfügung gestellt. Alle Informationen gibt es unter mythomarathon.it.

    Und danke an RUNNING & Fitness, Österreichs Laufmagazin Nummer eins unterstützt LAUFALTER in dessen Season Three!

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    17 mins
  • Stefan Langer und die vielen Gesichter der Wiener Laufszene
    Oct 2 2026

    Stefan Langer ist selbstständiger Rechtsanwaltm hat genug zu tun und läuft trotzdem praktisch jeden Tag. Und Langer ist nunmehr der Erste, der zum zweiten Mal bei LAUF ALTER zu Gast ist.

    Er organisiert den Weekly Long Run, Wiens bekannteste Sonntags-Laufcommunity für lange, ruhige Läufe. Freitags um sieben Uhr trifft er sich mit den Belvedere Hills zum Hügeltraining. Dienstags läuft er Intervalle beim Team Ausdauercoach. Samstags ist er zuweilen in doppelter Funktion beim Parkrun im Donaupark dabei, einmal als Läufer und einmal als freiwilliger Helfer. Dazu kommen noch ein bis zwei Läufe allein.

    Besonders ausführlich spricht Langer über den Parkrun, jene kostenlose, weltweite Fünf-Kilometer-Bewegung, die inzwischen auch in Österreich sechs Standorte zählt: Wien, Salzburg, Linz, Graz, Klagenfurt und Innsbruck. Ein siebter Standort im Auer-Welsbach-Park zwischen Schönbrunn und dem Technischen Museum ist bereits in Planung. Langer selbst ist schon an 24 verschiedenen Standorten weltweit gelaufen, darunter zweimal in Japan, wo er extra für den Parkrun einen zusätzlichen Samstag in seine Reiseplanung einbaute.

    Wie unterschiedlich das Flair trotz einheitlicher Regeln sein kann, zeigt er an mehreren Beispielen. In Kanazawa in Japan standen an jeder noch so kleinen Richtungsänderung eigene Streckenposten, die den Weg wiesen. In Treviso in Norditalien gibt es keinen Parkrun-Kaffee in der Nähe, weil dort einfach nichts ist. Stattdessen bringen die Läuferinnen und Läufer selbst Kuchen und heiße Getränke mit und plaudern gemeinsam im Park. Beim Aberdeen Parkrun an der schottischen Küste saß er anschließend mit vielen anderen im Café, und im Vereinigten Königreich sind die Teilnehmerzahlen ohnehin viel größer. Der allererste Parkrun überhaupt, Bushy Park in London, zählt bis heute vierstellige Teilnehmerzahlen jeden Samstag. Im Oktober reist Langer mit einigen Leuten aus dem Wiener Parkrun-Team zu einem Event nahe der tschechisch-polnischen Grenze, wo im Schnitt nur zwölf bis fünfzehn Menschen laufen. Kommt die Wiener Gruppe dazu, verdoppeln sie die Teilnehmerzahl fast im Alleingang.

    Auch aus Berlin hat er ein Beispiel parat, das zeigt, wie ein zweiter Standort einer Stadt nicht schadet, sondern zusätzliche Menschen zum Laufen bringt: Als dort am Tempelhofer Feld ein neuer Parkrun eröffnete, gingen die Zahlen am etablierten Hasenheide-Parkrun zunächst leicht zurück. Zählt man aber beide Standorte zusammen, sind es heute insgesamt mehr Läuferinnen und Läufer als vorher.

    Was ihn am Format begeistert, ist die radikale Niederschwelligkeit. Jedes Tempo ist willkommen, egal ob schnell, gehend oder als Pacer für andere. Die Durchschnittszeit in Wien liegt bei rund 29 Minuten. Das ist bewusst so gewollt, denn eine steigende Durchschnittszeit bedeutet, dass immer mehr Menschen einsteigen, die vorher gar nicht gelaufen sind.

    Zum großen Social-Run-Boom mit seinen tausenden Instagram-Followern hat Langer eine gelassene Haltung. Er sieht darin keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung. Jede Gruppe, die Menschen zum Laufen bringt, ist aus seiner Sicht gut, egal ob der Fokus dabei auf Social Media oder auf der reinen Bewegung liegt.

    Dank an RUNNING & Fitness, Österreichs Laufmagazin Nummer eins unterstützt diesen Podcast in seiner dritten Saison!

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    39 mins
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