Episodes

  • EU-Beitritt und Europäische Agrarpolitik
    Feb 26 2024

    Die Beitrittsverhandlungen Österreichs zur Europäischen Union fielen in eine Zeit nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme in Osteuropa. In dieser Zeit der Europaeuphorie stimmt Österreich mit überwältigender Mehrheit für den EU-Beitritt. Ein Ziel der Landwirtschaft war auch, innerhalb der Union in diesem Politik mitgestalten zu können. Das Ideal der multifunktionalen Landwirtschaft spiegelt dies bis zu einem gewissen Grad auch wider. In dieser Folge sprechen Hans Mayrhofer und Josef Riegler über das Konfliktfeld Ökologisierung und Versorgungssicherheit sowie über ÖPUL-Maßnahmen, Ausgleichzahlungen und Schule am Bauernhof. Auch die künftige Rolle der EU und Österreichs in der Weltpolitik wird thematisiert.

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    27 mins
  • Zusammenbruch des Kommunismus und Globalisierung
    Feb 12 2024

    In den frühen 1990er Jahren wurde international die Überzeugung gestärkt, dass Wirtschaft mit Umweltschutz und sozialem Ausgleich in Einklang stehen muss. Parallel dazu setzte nach dem Zusammenbruch der Planwirtschaften in Osteuropa eine zunehmende wirtschaftliche Globalisierung ein. Diese setzte Mechanismen in Gang, die diesen Zielen zuwiderliefen. Nun gilt es Wege zu finden, dass sich nur das wirtschaftlich rechnet, was auch ökologisch und sozial sinnvoll ist. Die Initiative der Europäischen Union, CO2-Emissionen einen Preis zu geben, gehen in diese Richtung. Dadurch stellt sich für Betriebe die sich unmittelbar wirtschaftliche Frage: Was kann ich ökologisch besser machen? Josef Riegler sieht das als den einzigen Weg die bevorstehende Klimakatastrophe noch abzuwenden.

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    18 mins
  • Umweltverschmutzung und Überschussproduktion
    Feb 7 2024

    In den frühen 1980er Jahren zeigten sich die negativen Umweltauswirkungen des Nachkriegsbooms. Sterbende Wälder und Schaumkronen auf den Flüssen machten die Probleme für alle sichtbar. Gleichzeitig mussten die Lebenschancen im ländlichen Raum verbessert werden, um der Landflucht zu begegnen. Die landwirtschaftliche Überproduktion und die wachsende Unzufriedenheit der bäuerlichen Bevölkerung mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machten eine Neuausrichtung der österreichischen Agrarpolitik notwendig. Ziele waren Qualität statt Quantität in der Produktion und geringere Mengen und höhere Preise.

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    19 mins
  • Landwirtschaft im Nachkriegsösterreich
    Jan 10 2024

    Das Leben und Wirtschaften auf den Bauernhöfen war unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt von Selbstversorgung und Handarbeit. Ab 1950 setzte eine rasche Landflucht ein, weil viele Arbeitskräfte in die Industrie gingen. Gleichzeitig führte die Mechanisierung in der Landwirtschaft zu Produktionssteigerungen und Überproduktion.

    Josef Riegler erzählt von seinen Wurzeln auf einem Bergbauernhof in Möschitzgraben. Von seiner prägenden Schulzeit in Raumberg und seine Studienzeit. Dabei nimmt er Bezug auf die Entwicklungen in der Landwirtschaft und der österreichischen und europäischen Nachkriegsgeschichte.

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    23 mins
  • Von Hungersnöten und Fresswellen
    Dec 25 2023

    Die Geschichte der Landwirtschaft in Österreich ist über die längste Zeit geprägt von Not, Mangel und Hunger. In dieser Folge zieht Ernst Bruckmüller ein abschließendes Resümee über die Bedeutung der österreichischen Landwirtschaft im Laufe der Geschichte. Er beschreibt, wie sich die Rollen auf den Höfen im Laufe der Zeit verändert haben und wie sich das Selbstverständnis der Bauernschaft und der Blick der Gesellschaft auf die Landwirtschaft verändert haben.

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    19 mins
  • Vom Mangel zum Überschuss
    Dec 21 2023

    Ab den 1950er Jahren verändert sich die Landwirtschaft in Österreich. Immer weniger Menschen arbeiten in der Land- und Forstwirtschaft. Die zunehmende Mechanisierung führte zu Ertragssteigerungen in vielen Bereichen. Wo es früher darum ging, den Mangel zu bekämpfen, mussten nun Wege gefunden werden, um die Überschussproduktion in den Griff zu bekommen.

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    15 mins
  • Die Anfänge der Zweiten Republik und die Not nach dem Zweiten Weltkrieg
    Dec 21 2023

    In dieser Folge blickt Ernst Bruckmüller auf die Situation nach 1945 und schaut auf die Auswirkungen von Arisierungen und der Entschuldung der Höfe. Die Ernteausfälle durch den Krieg wirkten sich sehr negativ auf die Versorgung der Menschen aus. Doch einte das Bekenntnis zu Österreich die politischen Lager, die sich in der Ersten Republik noch verfeindet gegenüberstanden waren. Leopold Figl und andere setzten alle Hebel um Bewegung, um die ärgste Not zu lindern.

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    15 mins
  • Die Auswirkungen von Diktatur und Nationalsozialismus auf die Agrarwirtschaft
    Dec 4 2023

    Nach der Ausschaltung des Parlaments regierte Engelbert Dollfuß diktatorisch im so genannten Ständestaat. Ab 1938 erfolgte der Anschluss an das nationalsozialistische Deutschland und die Landwirtschaft wurde wieder auf Kriegswirtschaft umgestellt. Dadurch setzte eine weitere Abwanderungswelle von Arbeitskräften aus der Landwirtschaft ein. Mit Kriegsbeginn verschärfte sich der Arbeitskräftemangel weiter. Dies konnte auch durch den Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie Kriegsgefangene in der Landwirtschaft nicht kompensiert werden.

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    20 mins