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Yoga Spirit Podcast

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Written by: Jaqueline Werner
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Der Podcast von Yoga Spirit Drebber über Yoga (Aerial, Yin, Hatha) und Meditation.Yoga Spirit Drebber Hygiene & Healthy Living Spirituality
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  • Angst und wie sie auf unser Gehirn wirkt – Yoga Spirit Podcast #5
    Jan 17 2022

    In einer Umfrage im Dezember 2020 gaben 42% der Menschen an, dass sie entweder große oder sehr große Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus haben. Das Thema Angst ist in der jetzigen Situation also aktueller denn je. Weitere Ängste wie z.B. Existenzängste, Jobverlust, Angst vor Überforderung wie z.B. bei der Kinderbetreuung usw. spielen zur Pandemie und auch während eines Lockdowns eine große Rolle sowohl in Politik als auch der Gesellschaft. Ängste, die berechtigt und in Bezug auf die aktuelle Situation für viele Menschen leider auch realistisch sind.

    Das macht deutlich, dass Angst ein grundlegendes, natürliches und menschliches Gefühl ist. Für das Überleben ist Angst sehr wichtig, da sie uns ermöglicht, blitzschnell auf Gefahren zu reagieren. Es wird unterschieden zwischen gesunder Angst und verschiedenen Formen von belastenden Ängsten.

    Angststörungen sind in Deutschland die häufigste psychische Erkrankung. 15,4% der erwachsenen Bevölkerung also rund 12 Millionen Menschen leiden darunter.

    Zu den Angststörungen zählen Phobien, Panikstörungen und generalisierte Angststörungen.

    Phobien

    Bei Phobien werden Ängste durch harmlose Situationen oder Objekte hervorgerufen. Sie sind somit klar abgegrenzt. Ein Beispiel hierfür ist die Spinnenphobie. Die Form der Angst ist subjektiv und physiologisch. Man kann sich entweder nur unbehaglich oder sogar panisch ängstlich fühlen. Es kann möglicherweise zu starken Einschränkungen Im Leben der Betroffenen führen.

    Panikstörung

    Hierbei steht das körperliche Empfinden im Vordergrund. Unter einer Panikstörung versteht man Angstattacken, die sich nicht nur auf eine bestimmte Situation beschränken. Eine Attacke kann überall passieren. Üblicherweise dauern diese nur wenige Minuten und enden damit, dass der Betroffene den jeweiligen Ort sogar fluchtartig verlassen möchte. Dies hat oft zur Folge, dass eine Angst vor der Angst entsteht. Leidet man unter Panikattacken, fürchtet man sich vor einer erneuten Panikattacke in der Öffentlichkeit. Typische Symptome sind ein plötzlicher Beginn mit Herzklopfen, Brustschmerz, das Fühlen einer angeblichen Erstickung, Schwindel und Entfremdungsgefühle. Seltener kann es sogar zur Todesangst oder Angst vor dem Kontrollverlust kommen.

    Generalisierte Angststörungen

    Bei dieser Art von Störung geht es um eine verallgemeinerte und anhaltende Angst. Diese beschränkt sich auch nicht nur auf eine bestimmte Situation, sondern kann im Allgemeinen und überall auftreten. Es äußern sich verschiedenste Symptome, aber zu den typischen Beschwerden gehören: Nervosität, Zittern, Muskelspannung, Herzklopfen oder Oberbauchschmerzen. Betroffene haben Angst, dass sie selbst oder ein nahestehender Mensch bald sterben oder verunglücken könnte, sie eine Kündigung erhalten oder sie von einem anderen Schicksalsschlag betroffen sein könnten. Dabei haben sie nicht nur mehrere Tage oder Wochen, sondern sogar auch mehrere Monate Angst, dass sich etwas Schlimmes ereignet.

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    25 mins
  • Exkursion in die Gehirnstruktur – Yoga Spirit Podcast #4
    Jan 10 2022

    Das Gehirn ist ein sehr kompliziertes und komplexes Organ. Es steuert Herzschlag, Atmung, Blutdruck, Hunger- und Durstgefühl, überwacht den Schlafrhythmus und unseren Geschlechtstrieb. Weitere Aufgaben des Gehirns sind z.B. die Verarbeitung und Wahrnehmung der Außen- und Innenwelt, die uns wiederum lernfähig macht. Sie nimmt großen Einfluss auf unsere emotionalen Reaktionen und Gedanken. Daraus werden Erinnerungen geformt, was wiederum Auswirkungen auf unser Verhalten hat. Die Funktionsbereiche des Gehirns können in 3 Schichten unterteilt werden.

    1. Hirnstamm
    2. Limbischen Lappen
    3. Neokortex

    Das Nervensystem lässt sich in das zentrale Nervensystem und das periphere Nervensystem unterteilen. Das zentrale Nervensystem ist im Allgemeinen zuständig für die Informationsverarbeitung eines laufenden Impulses. Das periphere Nervensystem übernimmt die Informationsvermittlung zwischen dem zentralen Nervensystem und den körperlichen Extremitäten. Das vegetative (autonome) Nervensystem ist in sympathische und parasympathische Zweige unterteilt. Durch die Ausschüttung chemischer Botenstoffe werden die Reaktion des Organismus auf Reize aus der Umwelt gesteuert. Das vegetative Nervensystem wird durch den Hypothalamus und Hirnstamm kontrolliert.

    Es ist eng an das Hormonsystem gebunden. Je nach Situation wie z.B. Gefahr oder Entspannung werden die Körperfunktionen vom autonomen Nervensystem gesteuert. Mit anderen Worten: Wir können hier nicht bewusst wahrnehmen und steuern. Unsere Herz- und Darmtätigkeit oder auch Atmung und Stoffwechsel sind in einer Gefahrensituation nicht willentlich beeinflussbar. Wird der Parasympathikus aktiviert, setzen die Nervenzellen den Neurotransmitter Acetylcholin frei. Dies hat die Beruhigung des Organismus zur Folge. Der wichtigste Nerv des Parasympathikus ist der Vagusnerv, da dieser an allen Organfunktion beteiligt ist.

    Es ist bewiesen, dass Yoga die Funktion des vegetativen Nervensystems beeinflussen kann. Abhängig von der Asana oder der Pranayamaform können die Übungen des Yoga direkt und sogar gezielt auf den sympathischen oder parasympathischen Zweig wirken. Eine wechselhafte Wirkung zwischen diesen Zweigen sorgt für mehr Ausgeglichenheit und man wird stabiler mit Hinblick auf emotionale Erschütterungen. Da die kleinste funktionale Grundeinheit des zentralen Nervensystems die Nervenzellen, also Neuronen, sind, wird deutlich, dass Yoga Einfluss nehmen kann, da aufgrund des Praktizierens von Yoga die Entstehung neuer Neuronen und neuer Synapsen gefördert wird. Es bilden sich neue neuronale Verknüpfungen im Gehirn. Somit können unerwünschtes Denken und negative Verhaltensmuster verändert werden (dies nennt man Neuroplastizität des Gehirns).

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    11 mins
  • Atmung – Mehr als nur Luft holen – Yoga Spirit Podcast #3
    Dec 11 2021
    Der Atem ist das fundamentale Verlangen aller Lebewesen. Das Leben beginnt mit dem 1. Schrei und somit dem 1. Atemzug. Sauerstoff ist lebensnotwendig. 10.000L Luft atmen wir tgl. ein und aus. Das sind 20.000 Atemzüge pro Tag. Unfassbar also das der Weltrekord des Apnoetauchers Budimir Sobat bei 24 Min 33Sek liegt. Wie funktioniert die Atmung überhaupt? Als Einatmung wird der Vorgang bezeichnet, in dem wir mit dem Einatmen Luft in die Lunge aufnehmen, mit dem Ausatmen die verbrauchte Luft (CO2) aus der Lunge wieder ausstoßen. Die Nasenlöcher atmen halbtags. Eine Nasenmuschel schwillt an und pausiert während die andere arbeitet. Das ist der sogenannte Nasenzyklus. Durch die Einatmung kann Sauerstoff über die Blutbahn zu Geweben und Zellen transportiert werden, wo es zur Energiegewinnung benötigt wird. CO2 bildet das Abfallprodukt des Stoffwechsels, das während der Energiegewinnung entsteht. Die Atmung als Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid ist die Grundlage für das Funktionieren aller Zellen des menschlichen Organismus. Die Konzentration von Sauerstoff und Kohlendioxid gerät durch die Atmung somit nicht aus dem Gleichgewicht, auch das Säure-Basen-Gleichgewicht des Blutes bleibt konstant. Die Lungenbläschen sind traubenförmig angeordnet. Hauchdünne Membran filtern den Sauerstoff, der in die Blutgefäße aufgenommen wird. Viren und Staub werden von den Membranen gefiltert. Insbesondere diese dünne Membrane sind sehr wichtig für den Sauerstoffaustausch. Sie sind 40x größer als die menschliche Körperoberfläche. Die Lunge ist das einzige innere Organ das mit der Außenwelt stets in Verbindung steht. Sie stellt die Verbindung zur Natur her. Wie unterscheidet die Lunge zwischen gefährlichen und ungefährlichen Stoffen? Abwehrzellen, Immunzellen und Fresszellen mit Tentakeln nehmen die Fremdkörper auf und regulieren die Immunantwort anderer Zellen. Dies ist ein empfindliches System. Kommt es zu Entzündungen führt dies zu Atemnot. So beispielsweise auch bei einer Coronainfektion. Abgase und Feinstaub machen das Arbeiten für die Lunge jedoch schwer. Waldluft hingegen ist besonders sauber. Sie enthält 90% weniger Staubluft als Stadtluft. Eine Buche setzt zum Beispiel 4,6 Tonnen Sauerstoff pro Jahr frei. Das reicht für einen Menschen 13 Jahre lang durchzuatmen. Doch Atmung ist mehr. Atmen bedeutet auch Gerüche wahrnehmen und an das Gehirn weiterzuleiten. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Atem in Verbindung mit Bewegung im Wald für eine Senkung des Blutdrucks und der Herzfrequenz sorgt. Die ätherischen Öle aus Nadeln und Blättern wirken sich positiv auf die Lunge, das Herz-Kreislaufsystem und das Gehirn aus. Tiefes, ruhiges Einatmen aktiviert den Parasympathikus im Gehirn, der für Erholung und Regeneration steht. Waldbaden in Verbindung mit Qigong sorgt nicht nur für Erholung, sondern schult auch die Achtsamkeit. Ein mehrtägiger Aufenthalt im Wald erhöht die Anzahl der eigenen Killerzellen um 50%. Dieser Effekt kann bis zu 7 Tage anhalten. Eingeatmete Waldterpene stärken die Immunfunktion, sodass Krebstumorzellen nachweislich durch die Stärkung der Killerzellen bekämpft beziehungsweise verdrängt werden können. Natürlich ersetzt dies keine ärztliche und medizinische Behandlung. Es macht deutlich, das Atemtechniken also nicht nur ein nice to have sind, sondern auch aus biologischer Sicht die Zellen beeinflussen. Die Atmung ist selbst beeinfluss- und steuerbar und außerdem auch eng mit unserem Nervensystem und unseren Emotionen verbunden, z.B. steht bei verängstigen Menschen in akuten Situationen der Atem still oder wird sehr flach. Bei einer Emailapnoe werden durch die negativen Nachrichten dem Gehirn stets Stresssignal gesendet. Das lässt den Atem stocken und sorgt wiederum dafür das man die Schultern nach oben zieht, die Muskulatur verkrampft, beim Sitzen der Brustkorb zusammenfällt und der Bauch eingezogen wird. Das wiederrum sorgt für eine flache Brustatmung. Also wird nur noch obere und mittlere Drittel des Brustkorbes durchlüftet. Ein weiteres Beispiel: Sänger schulen ihre Atmung, um die Stimme effektiv und schonend einsetzen zu können. Aufgrund der Corona-Pandemie helfen Opernsängern in der aktuellen Situation in Zusammenarbeit mit Ärzten sogar Corona-Erkrankten, ihr gestörtes Atmungsmuster zu verbessern, um die komplette Lungenkapazität nutzen zu können (Hier ist anzumerken, dass es sich nicht um Intensivpatienten, sondern um Erkrankte mit einem milderen Verlauf handelt). Ist das Gehirn nicht mit genügend Sauerstoff versorgt, bekommen Covid-Patienten schneller Panikattacken. Durch eine Dauerbelastung wird der Hormonhaushalt durcheinandergewirbelt. Botenstoffe, die notwendig sind für eine Balance, werden nicht immer zur Verfügung gestellt. Stresshormone Adrenalin und Cortison durchströmen den Körper, wodurch der Blutdruck steigt und die Herzfrequenz sich erhöht. Eine Stoßatmung und ein falsches Atemmuster sind die Folge. ...
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    21 mins
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