• Angst und wie sie auf unser Gehirn wirkt – Yoga Spirit Podcast #5
    Jan 17 2022

    In einer Umfrage im Dezember 2020 gaben 42% der Menschen an, dass sie entweder große oder sehr große Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus haben. Das Thema Angst ist in der jetzigen Situation also aktueller denn je. Weitere Ängste wie z.B. Existenzängste, Jobverlust, Angst vor Überforderung wie z.B. bei der Kinderbetreuung usw. spielen zur Pandemie und auch während eines Lockdowns eine große Rolle sowohl in Politik als auch der Gesellschaft. Ängste, die berechtigt und in Bezug auf die aktuelle Situation für viele Menschen leider auch realistisch sind.

    Das macht deutlich, dass Angst ein grundlegendes, natürliches und menschliches Gefühl ist. Für das Überleben ist Angst sehr wichtig, da sie uns ermöglicht, blitzschnell auf Gefahren zu reagieren. Es wird unterschieden zwischen gesunder Angst und verschiedenen Formen von belastenden Ängsten.

    Angststörungen sind in Deutschland die häufigste psychische Erkrankung. 15,4% der erwachsenen Bevölkerung also rund 12 Millionen Menschen leiden darunter.

    Zu den Angststörungen zählen Phobien, Panikstörungen und generalisierte Angststörungen.

    Phobien

    Bei Phobien werden Ängste durch harmlose Situationen oder Objekte hervorgerufen. Sie sind somit klar abgegrenzt. Ein Beispiel hierfür ist die Spinnenphobie. Die Form der Angst ist subjektiv und physiologisch. Man kann sich entweder nur unbehaglich oder sogar panisch ängstlich fühlen. Es kann möglicherweise zu starken Einschränkungen Im Leben der Betroffenen führen.

    Panikstörung

    Hierbei steht das körperliche Empfinden im Vordergrund. Unter einer Panikstörung versteht man Angstattacken, die sich nicht nur auf eine bestimmte Situation beschränken. Eine Attacke kann überall passieren. Üblicherweise dauern diese nur wenige Minuten und enden damit, dass der Betroffene den jeweiligen Ort sogar fluchtartig verlassen möchte. Dies hat oft zur Folge, dass eine Angst vor der Angst entsteht. Leidet man unter Panikattacken, fürchtet man sich vor einer erneuten Panikattacke in der Öffentlichkeit. Typische Symptome sind ein plötzlicher Beginn mit Herzklopfen, Brustschmerz, das Fühlen einer angeblichen Erstickung, Schwindel und Entfremdungsgefühle. Seltener kann es sogar zur Todesangst oder Angst vor dem Kontrollverlust kommen.

    Generalisierte Angststörungen

    Bei dieser Art von Störung geht es um eine verallgemeinerte und anhaltende Angst. Diese beschränkt sich auch nicht nur auf eine bestimmte Situation, sondern kann im Allgemeinen und überall auftreten. Es äußern sich verschiedenste Symptome, aber zu den typischen Beschwerden gehören: Nervosität, Zittern, Muskelspannung, Herzklopfen oder Oberbauchschmerzen. Betroffene haben Angst, dass sie selbst oder ein nahestehender Mensch bald sterben oder verunglücken könnte, sie eine Kündigung erhalten oder sie von einem anderen Schicksalsschlag betroffen sein könnten. Dabei haben sie nicht nur mehrere Tage oder Wochen, sondern sogar auch mehrere Monate Angst, dass sich etwas Schlimmes ereignet.

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    25 mins
  • Exkursion in die Gehirnstruktur – Yoga Spirit Podcast #4
    Jan 10 2022

    Das Gehirn ist ein sehr kompliziertes und komplexes Organ. Es steuert Herzschlag, Atmung, Blutdruck, Hunger- und Durstgefühl, überwacht den Schlafrhythmus und unseren Geschlechtstrieb. Weitere Aufgaben des Gehirns sind z.B. die Verarbeitung und Wahrnehmung der Außen- und Innenwelt, die uns wiederum lernfähig macht. Sie nimmt großen Einfluss auf unsere emotionalen Reaktionen und Gedanken. Daraus werden Erinnerungen geformt, was wiederum Auswirkungen auf unser Verhalten hat. Die Funktionsbereiche des Gehirns können in 3 Schichten unterteilt werden.

    1. Hirnstamm
    2. Limbischen Lappen
    3. Neokortex

    Das Nervensystem lässt sich in das zentrale Nervensystem und das periphere Nervensystem unterteilen. Das zentrale Nervensystem ist im Allgemeinen zuständig für die Informationsverarbeitung eines laufenden Impulses. Das periphere Nervensystem übernimmt die Informationsvermittlung zwischen dem zentralen Nervensystem und den körperlichen Extremitäten. Das vegetative (autonome) Nervensystem ist in sympathische und parasympathische Zweige unterteilt. Durch die Ausschüttung chemischer Botenstoffe werden die Reaktion des Organismus auf Reize aus der Umwelt gesteuert. Das vegetative Nervensystem wird durch den Hypothalamus und Hirnstamm kontrolliert.

    Es ist eng an das Hormonsystem gebunden. Je nach Situation wie z.B. Gefahr oder Entspannung werden die Körperfunktionen vom autonomen Nervensystem gesteuert. Mit anderen Worten: Wir können hier nicht bewusst wahrnehmen und steuern. Unsere Herz- und Darmtätigkeit oder auch Atmung und Stoffwechsel sind in einer Gefahrensituation nicht willentlich beeinflussbar. Wird der Parasympathikus aktiviert, setzen die Nervenzellen den Neurotransmitter Acetylcholin frei. Dies hat die Beruhigung des Organismus zur Folge. Der wichtigste Nerv des Parasympathikus ist der Vagusnerv, da dieser an allen Organfunktion beteiligt ist.

    Es ist bewiesen, dass Yoga die Funktion des vegetativen Nervensystems beeinflussen kann. Abhängig von der Asana oder der Pranayamaform können die Übungen des Yoga direkt und sogar gezielt auf den sympathischen oder parasympathischen Zweig wirken. Eine wechselhafte Wirkung zwischen diesen Zweigen sorgt für mehr Ausgeglichenheit und man wird stabiler mit Hinblick auf emotionale Erschütterungen. Da die kleinste funktionale Grundeinheit des zentralen Nervensystems die Nervenzellen, also Neuronen, sind, wird deutlich, dass Yoga Einfluss nehmen kann, da aufgrund des Praktizierens von Yoga die Entstehung neuer Neuronen und neuer Synapsen gefördert wird. Es bilden sich neue neuronale Verknüpfungen im Gehirn. Somit können unerwünschtes Denken und negative Verhaltensmuster verändert werden (dies nennt man Neuroplastizität des Gehirns).

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    11 mins
  • Atmung – Mehr als nur Luft holen – Yoga Spirit Podcast #3
    Dec 11 2021
    Der Atem ist das fundamentale Verlangen aller Lebewesen. Das Leben beginnt mit dem 1. Schrei und somit dem 1. Atemzug. Sauerstoff ist lebensnotwendig. 10.000L Luft atmen wir tgl. ein und aus. Das sind 20.000 Atemzüge pro Tag. Unfassbar also das der Weltrekord des Apnoetauchers Budimir Sobat bei 24 Min 33Sek liegt. Wie funktioniert die Atmung überhaupt? Als Einatmung wird der Vorgang bezeichnet, in dem wir mit dem Einatmen Luft in die Lunge aufnehmen, mit dem Ausatmen die verbrauchte Luft (CO2) aus der Lunge wieder ausstoßen. Die Nasenlöcher atmen halbtags. Eine Nasenmuschel schwillt an und pausiert während die andere arbeitet. Das ist der sogenannte Nasenzyklus. Durch die Einatmung kann Sauerstoff über die Blutbahn zu Geweben und Zellen transportiert werden, wo es zur Energiegewinnung benötigt wird. CO2 bildet das Abfallprodukt des Stoffwechsels, das während der Energiegewinnung entsteht. Die Atmung als Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid ist die Grundlage für das Funktionieren aller Zellen des menschlichen Organismus. Die Konzentration von Sauerstoff und Kohlendioxid gerät durch die Atmung somit nicht aus dem Gleichgewicht, auch das Säure-Basen-Gleichgewicht des Blutes bleibt konstant. Die Lungenbläschen sind traubenförmig angeordnet. Hauchdünne Membran filtern den Sauerstoff, der in die Blutgefäße aufgenommen wird. Viren und Staub werden von den Membranen gefiltert. Insbesondere diese dünne Membrane sind sehr wichtig für den Sauerstoffaustausch. Sie sind 40x größer als die menschliche Körperoberfläche. Die Lunge ist das einzige innere Organ das mit der Außenwelt stets in Verbindung steht. Sie stellt die Verbindung zur Natur her. Wie unterscheidet die Lunge zwischen gefährlichen und ungefährlichen Stoffen? Abwehrzellen, Immunzellen und Fresszellen mit Tentakeln nehmen die Fremdkörper auf und regulieren die Immunantwort anderer Zellen. Dies ist ein empfindliches System. Kommt es zu Entzündungen führt dies zu Atemnot. So beispielsweise auch bei einer Coronainfektion. Abgase und Feinstaub machen das Arbeiten für die Lunge jedoch schwer. Waldluft hingegen ist besonders sauber. Sie enthält 90% weniger Staubluft als Stadtluft. Eine Buche setzt zum Beispiel 4,6 Tonnen Sauerstoff pro Jahr frei. Das reicht für einen Menschen 13 Jahre lang durchzuatmen. Doch Atmung ist mehr. Atmen bedeutet auch Gerüche wahrnehmen und an das Gehirn weiterzuleiten. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Atem in Verbindung mit Bewegung im Wald für eine Senkung des Blutdrucks und der Herzfrequenz sorgt. Die ätherischen Öle aus Nadeln und Blättern wirken sich positiv auf die Lunge, das Herz-Kreislaufsystem und das Gehirn aus. Tiefes, ruhiges Einatmen aktiviert den Parasympathikus im Gehirn, der für Erholung und Regeneration steht. Waldbaden in Verbindung mit Qigong sorgt nicht nur für Erholung, sondern schult auch die Achtsamkeit. Ein mehrtägiger Aufenthalt im Wald erhöht die Anzahl der eigenen Killerzellen um 50%. Dieser Effekt kann bis zu 7 Tage anhalten. Eingeatmete Waldterpene stärken die Immunfunktion, sodass Krebstumorzellen nachweislich durch die Stärkung der Killerzellen bekämpft beziehungsweise verdrängt werden können. Natürlich ersetzt dies keine ärztliche und medizinische Behandlung. Es macht deutlich, das Atemtechniken also nicht nur ein nice to have sind, sondern auch aus biologischer Sicht die Zellen beeinflussen. Die Atmung ist selbst beeinfluss- und steuerbar und außerdem auch eng mit unserem Nervensystem und unseren Emotionen verbunden, z.B. steht bei verängstigen Menschen in akuten Situationen der Atem still oder wird sehr flach. Bei einer Emailapnoe werden durch die negativen Nachrichten dem Gehirn stets Stresssignal gesendet. Das lässt den Atem stocken und sorgt wiederum dafür das man die Schultern nach oben zieht, die Muskulatur verkrampft, beim Sitzen der Brustkorb zusammenfällt und der Bauch eingezogen wird. Das wiederrum sorgt für eine flache Brustatmung. Also wird nur noch obere und mittlere Drittel des Brustkorbes durchlüftet. Ein weiteres Beispiel: Sänger schulen ihre Atmung, um die Stimme effektiv und schonend einsetzen zu können. Aufgrund der Corona-Pandemie helfen Opernsängern in der aktuellen Situation in Zusammenarbeit mit Ärzten sogar Corona-Erkrankten, ihr gestörtes Atmungsmuster zu verbessern, um die komplette Lungenkapazität nutzen zu können (Hier ist anzumerken, dass es sich nicht um Intensivpatienten, sondern um Erkrankte mit einem milderen Verlauf handelt). Ist das Gehirn nicht mit genügend Sauerstoff versorgt, bekommen Covid-Patienten schneller Panikattacken. Durch eine Dauerbelastung wird der Hormonhaushalt durcheinandergewirbelt. Botenstoffe, die notwendig sind für eine Balance, werden nicht immer zur Verfügung gestellt. Stresshormone Adrenalin und Cortison durchströmen den Körper, wodurch der Blutdruck steigt und die Herzfrequenz sich erhöht. Eine Stoßatmung und ein falsches Atemmuster sind die Folge. ...
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    21 mins
  • Ein Selbstversuch: 3 Tage nur Stille, Yoga und Meditation. Wie ich auf die Idee kam und was mir diese Zeit gegeben hat. – Yoga Spirit Podcast #2
    Apr 8 2021
    Wie ich auf die Idee kam in die Stille zu gehen Ich liebe es laute Musik zu hören, Inlinern mit Musik zu unterstützen macht mehr Spaß und nur einen Ohrstöpsel zu tragen, um den eventuellen Verkehr hier in der abgeschiedenen ländlichen Umgebung hören zu können, nervt . Meine Favoriten sind Musicals und Rockkonzerte, Opernbesuche sind bei mir auch drin (alles jedoch mit speziellen Ohrstöpseln und weit weg von den Lautsprechern). Es macht einen Riesenspaß, aber ich bin danach jedes Mal erschöpft und brauche Ruhe. Ich unterhalte mich gerne und lange, treffe Freunde in kleinen Gruppen und lache laut, wenn die Stimmung es hergibt. Trotzdem habe ich – anders als die Mehrheit der Leute – ein sehr großes Bedürfnis nach Ruhe. Gerade in meinem Beruf als Lehrerin erfahre ich den gesamten Vormittag alles andere als Stille. Im Unterricht rede entweder ich oder die Schüler, dauerhafte Gespräche während Gruppenarbeiten, Unterrichtsstörungen, Bearbeitungsgeräusche mit Werkzeugen, Stundenzeichen, Durchsagen, Lärm in den Pausenzeiten, die Gespräche von vielen Kollegen untereinander in den Pausen, die akustischen Bedingungen der Räumlichkeiten an Schulen sind häufig unzureichend, sodass ein großer Hall erzeugt wird und, und, und. Als Lehrer bin ich einer Dauerbeschallung ausgesetzt. An vielen Schulen ist die Belastung zwischen 60-80 Dezibel. Das entspricht dem Geräusch eines fahrenden LKWs. Erkrankungen, wie Tinnitus und Stimmbänderentzündungen sind typisch in diesem Beruf, wie ich selbst leidvoll mehrfach erfahren musste. Um die Stimme zu schonen antworte ich im Job häufiger mal mit Hilfe der Mimik und Gestik, auch die Atemtechnik spielt eine wichtige Rolle, wie auch bei Sänger*innen. Außerdem ist mir bewusst geworden: die Leute möchten, dass man in Gesprächen umgehend antwortet, weil kurze Gesprächspausen oder Bedenkzeiten oft als irritierend empfunden werden. Dabei stresst sofortiges Reagieren noch mehr. Als Lehrerin bin ich es gewohnt am Nachmittag alleine von zu Hause aus zu arbeiten. Nun könnte man denken. Da ist sie – die Ruhe und die Stille. Trotzdem mache ich mal ein wenig klassische Musik an, weil es bekanntlich die Konzentration erhöht (entscheide mich doch immer mal für Filmmusik oder Ludovico Einaudi ) oder lasse etwas leise im Hintergrund im TV brabbeln, spreche hin und wieder mit meinen Hunden und der ein oder andere Kommentar mir selbst gegenüber fällt doch mal, wenn es mal wieder nicht klappt. Im Internet recherchieren mit vielen offenen Tabs gleichzeitig, Youtube-Videos für Erklärungen, Sprachtexte für den Englischunterricht usw. alles an der Tagesordnung. Im privaten Bereich gehören Sprachnachrichten per Whatsapp zum Austausch mit Freunden dazu und bei der Hausarbeit läuft Musik oder ein Hörbuch. Auf dem Land ist das ruhige Sitzen im Garten nicht selten durch Rasenmäher oder andere Gerätschaften gestört. Wenn mein Mann zu Hause ist, wird sich über den Tag ausgetauscht. Mir wird am Feierabend oft deutlich, dass ich einfach erschöpft vom Lärm oder Reden bin. Zuviel Lärm sorgt bei mir für Unkonzentriertheit, Hektik und Stress. Ich habe oft das Gefühl, dass ich gehetzt bin und auch Missverständnisse, Vergesslichkeit und Fehler sind eher an der Tagesordnung. Vielleicht geht es dir genauso? Das zeigt, wie sehr mich diese Thematik beschäftigt. Ich meditiere regelmäßig, weil es mir guttut. Ich profitiere sogar so sehr davon, dass ich eine Meditationsleiterausbildung im März 2021 für meine Persönlichkeitsentwicklung abgeschlossen habe. Doch besonders durch diese Intensivierung der Praxis und der Theorie, habe ich meine Tagesabläufe genauer angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich kaum Stille in meinem Alltag erfahre, ich habe zwar Ruhephasen, die ich mir bewusst schaffe, aber ich möchte mich einmal komplett freimachen, von dem Lärm. Wie ein weißes ungeschriebenes Blatt sozusagen starten, um achtsamer zu werden und noch mehr Stille im Alltag zu integrieren, was zu einer weiteren Stressreduktion führen und in einer besseren Work-Life-Balance münden soll. Also habe ich mich ganz bewusst auf eine sehr intensive Zeit eingestellt. In den Startlöchern für meinen Eigenversuch Ich habe mich gefragt, ob ich mich dauerhaft im Wald aufhalten oder ein Kloster aufsuchen muss, um Stille zu erfahren? Ich möchte Stille, Ruhe und Achtsamkeit intensiver erfahren, bewusster erleben und regelmäßig in meinen Alltag integrieren. Einfach mal diesen Dauerlärm bewusst wahrnehmen und auch achtsamer gegenüber sein. Schließlich haben wir nicht stets die Möglichkeit Urlaub zu nehmen oder in ein Kloster einzukehren, wenn man merkt, dass dringend der Stress reduziert werden sollte. Also habe ich mir einen Plan gemacht. Ich habe mir gedacht: du kennst es schon durch den Berufsalltag, dass es zu Hause still ist. Ich finde mich bereits trainiert bzgl. Meditationen nach fast 3,5 Jahren Praxis. Ich möchte meinen Tag mit Mediationen, die länger und intensiver ...
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    29 mins
  • Stille: Wozu ist sie gut? – Yoga Spirit Podcast #1
    Apr 8 2021
    Wer kennt es nicht? Dauerbelastung, Reizüberflutung und Stress. Stress im Alltag, Termindruck, Emailfach voll, noch eben ganz kurz den Zusatztermin wahrnehmen, dafür aber dann das Mittagessen ausfallen lassen, dann gleich weiter zum nächsten Termin, die angeblich kurz eingeschobene Besprechung, die doch länger dauerte als ursprünglich geplant, bringt den Tagesablauf zusätzlich unter mehr Anspannung. Im Büro ist man durch Bildschirme, Handys und Internet ebenfalls unheimlich vielen Reizen und Geräuschen ausgesetzt. Zu Hause wartet das Familienleben auf einen und häusliche Arbeiten sind noch nicht erledigt. Am Ende des Tages hat man immer noch nicht das geschafft, was man sich vorgenommen hat und die Gedanken kreisen schon wieder um die zukünftigen Planungen und Tage. Du fühlst dich erschöpft, aber trotzdem getrieben, kannst nicht abschalten oder kannst in der Nacht kaum ein Auge zu machen. Eine Auszeit für dich? Vielleicht am Wochenende kurz einschieben, wenn die Sachen erledigt sind, die in der Woche liegen geblieben sind. Ein regelrechter Boom zeichnet sich ab: Immer mehr Menschen haben das Bedürfnis nach Ruhe und Stille Das Motto: Höher, schneller, weiter spielt in der heutigen Gesellschaft eine große Rolle. Wir sind dauerhaft von Hektik, Leistungsoptimierung oder** Leistungsgedanken sowie **Zeitdruck umgeben. Eine Reizüberflutung durch Handys, soziale Medien, TV oder auch Lärm in der Außenwelt. In Großstädten werden die Leute mit Werbung, zusätzlichem Verkehrs- oder auch Baulärm beschallt. All diese Faktoren veranlasst viele Meschen aus dem Alltag ausbrechen zu wollen. Die meisten Menschen erhoffen sich über den Urlaub die Batterien wieder aufladen zu können. Haben allerdings auch stets ihr Handy dabei und sind ständig erreichbar. Abschalten? Fehlanzeige. Burnout oder emotionale Erschöpfung sind Krankheitsbilder, die in unserer Gesellschaft zunehmen, begleitet von Angststörungen. Sie sind in Deutschland die häufigste psychische Erkrankung. Rund 15,4% der Erwachsenen leiden unter Angstzuständen. Kein Wunder also, dass sich viele nach Stille und Ruhe sehnen. Es entwickelt sich ein regelrechter Boom im Bereich Mindfulness, Achtsamkeit, Ruhe und Stille. Es gibt mittlerweile Apps, die für Abhilfe sorgen sollen, aber auch Angebote, wie Waldbaden oder einen Aufenthalt im Kloster zu buchen. Immer mehr Menschen greifen darauf zurück, um einige Tage abschalten zu können, um danach wieder leistungsfähig zu sein. Als würde der Ort oder die anleitenden Personen dich einfach wieder reparieren können. Doch ganz so einfach ist es nicht. Was ist Stille überhaupt? Der Begriff Stille bezeichnet die Abwesenheit von Geräuschen jeder Art – Lautlosigkeit. Wie schon gesagt: Im Kloster praktizieren Mönche Stille. Aber man findet den bewussten Einsatz von Stille auch in anderen Bereichen. In China z.B. wird Stille während der Teezeremonie praktiziert. Dadurch, dass niemand spricht, kann keiner dominieren. Auf diese Weise kann jeder zu sich selbst finden. In China ein sehr geschätztes Ritual. Der amerikanische Musiker und Künstler John Cage hat sich einen Namen gemacht, indem er Musik mit z.B. Gießkannen oder Rohren gemacht hat. Sein bekannteste und wohl auch kontroverseste Musikstück 4’33 besteht aus Stille also dem Nicht-Spielen von Instrumenten. Trotzdem treten Geräusche auf durch z.B. ein ungeduldiges genauso wie ein geduldiges Publikum. John Cage hatte sich in den 50er und 60er Jahren intensiv mit Stille auseinandergesetzt. Er hat den stillsten Raum auf der Welt, der sich in den USA befindet, aufgesucht. Ein vollkommen schalldichter Raum, indem er dennoch einen sehr hohen und einen tiefen Ton hören konnte. Man erklärte ihm, dass der hohe Ton von seinem Nervensystem ausginge und der tiefe Ton sein Blutrauschen in seinem Ohr sei. Somit wird deutlich, dass Stille nur ein abstrakter Begriff ist. Alles gehört zusammen, ist miteinander verbunden und zeigt die Ganzheit der Lebewesen. Stille besteht aus Geräuschen und existiert nicht wirklich. Warum ist Stille wichtig für uns? Stille ist allerdings enorm wichtig für uns, denn das Leben in der Natur steckt noch immer in unseren Genen. Man schätzt, dass es ca. 10.000-30.000 Jahre dauert, bis sich diese so verändern, dass wir Menschen das Leben in Großstädten mit großem Lärm als natürlich empfinden. Wir sind laut Umweltforscher für Stille gemacht. Verlieren wir den Kontakt zu unseren Sinnen und die Fähigkeit des „Deep Listening“ (die Fähigkeit des Hinhörens), so verlieren wir auch unseren Ursprung zu uns selbst. Doch woran kann man das manifestieren? Es gibt Studien von Dr. Myazaki, die nachweisen, dass der Wald eine präventive Medizin ist. Mit Hilfe von 700 Stadtbewohnern konnte er nachweisen, dass der Kontakt mit dem Wald nicht nur die Immunabwehr gestärkt, sondern auch Stresssymptome reduziert werden. Bis zu 56% stieg die antitumorale Aktivität und eine Stressreduktion konnte eindeutig nachgewiesen werden. ...
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    17 mins
  • Über diesen Podcast – Yoga Spirit Podcast #0
    Apr 8 2021
    Namaste liebe Yogi*nis. In der heutigen Podcastfolge möchte ich mich dir vorstellen. Ich erzähle dir, wie ich überhaupt zum Yoga gekommen bin, was mich an Yoga so sehr fasziniert und wie ich schließlich auf die Idee kam Yogalehrerin zu werden. Du erfährst alles über meine Anfänge, meine Zweifel, meinen Alltag und welche Rolle Yogadabei einnimmt. Ich gebe dir einen Überblick über die Themen, die ich hier thematisieren möchte. Mein Podcast liefert dir praktische Tipps und Hilfen für dein Yoga und bringt dir auch die Spiritualität des Yogas näher. Ich werde tiefer mit dir in Themen gehen, die uns alle bewegen. Dazu gehören zum Beispiel auch Themen wie: Was ist Yoga überhaupt? Yoga ist nicht nur Sport, sondern auch eine Lebenseinstellung.Yoga ist breit aufgestellt: Viele Stile und welcher passt da zu mir? Wie kannst du Yoga zu deinem Yoga machen? Du hast sowieso kaum noch Zeit im Alltag? Job, Familie, Freunde, Haushalt und Alltagsproblemchen. Alles zerrt an dir. Ich gebe dir Tipps wie du deine Yoga-Auszeit ohne Druck, Zwang oder große Anstrengungen umsetzt, auch, wenn es mal wieder stressig ist.Spiritualität, damit hast du überhaupt keine Verbindung? Du fragst dich, ist das nicht einfach nur Hokuspokus? Ich werde dir einen Einblick in die Philosophie und Tipps geben, wie du auch in deinem modernen Alltag Spiritualität einfließen lassen kannst, um dich wohlzufühlen.Wie kann Yoga mir helfen in nur wenigen Wochen meine Work & Life Balance zu finden?Wie schaffe ich es eine dauerhafte Yogaroutine, die zu mir und meinem Alltag passt aufzubauen?Achtsamkeit: Ist das nur was für Profiyogis und Buddhisten? Achtsamkeit vs. moderner Lebensstil bei dem Job, Alltagsstress und Co. die Realität sind.Welche Rolle spielt die Atmung im Yoga, wenn es um Stress bzw. Angstlinderung geht?Wie erkenne ich, wann ich achtsam mit mir im Job und Alltagsleben umgehen sollte?Tipps und Tricks wie du Yoga und Ernährung in deinem Alltag ideal integrieren kannst.Wie kann Yoga deinen Stress im Job oder im Privatleben lindern?Dein Alltag ist hektisch, dir wächst alles über den Kopf? Ängste oder auch Burnout, nehmen plötzlich einen Teil von dir und deinem Leben ein. Du willst endlich raus aus dieser Abwärtsspirale? In diesem Podcast gebe ich dir Tipps und Hilfen an die Hand, indem du erfährst, wie du Yoga als zusätzliche Unterstützung anwenden kannst, um Gedankenkarussel endlich auszubremsen und dich mit dir und deiner inneren Mitte verbinden kannst, um ruhiger und gelassener zu werden. Zu mir Lehrerin, Yogalehrerin für Aerial, Hatha, Yin Yoga, Meditationslehrerin und Klangschalen in Verbindung mit Yoga faszinieren mich auch.lebe mit meinem Mann sowie unseren 3 Hunden in Drebber. Wir sind gerne mit unseren Hunden unterwegs. Gemeinsam unternehmen wir Wanderungen oder betreiben Wassersport.2018 habe ich Yoga für mich entdeckt. Wie bin ich überhaupt zum Yoga gekommen?In meiner Familie wurde immer viel gearbeitet, durch die selbständige Tätigkeit: VerantwortungsbewusstseinDisziplin, FleißDurchhaltevermögenUmgang mit Zeitdruckstets aktiv und problemlösend agierenKreativitätZielstrebig und hilfsbereit In der Schule und im Studium und auch in den Anfängerjahren im Job drehte sich auch alles um Leistung, alles zurückgestellt, Freunde, Freizeit, Hobbys, Sport Druck von außen nach innen gerichtet, Kontrolle durch viel Struktur in allen Bereichen, Perfektionismus, mit dem vor allem viele Frauen zu tun haben, weil sie perfekt im Haushalt als Mutter, Ehefrau und im Job sein wollen, überall Leistungsgedanke Die ersten Stresssymptome machten sich bemerkbar, Gedankenkarussel, Schlafstörungen, Unruhe, Nervosität, nirgends abschalten können. -> ignoriert und einfach weitergemacht Erste Versuche runterzufahren Yogalehrer, der mich in Positionen gezwängt hat und mir deutlich gemacht hat das ich immer und ständig praktizieren muss und vorab eine Körperreinigung Vastra Dhauti durchführen müsse, um überhaupt Yoga machen zu können. Baumwolltuch schlucken und wieder aus dem Mund ziehen.Laufen mit dem Ziel den Drebberlauf mitlaufen zu könnenTraining im FitnesscenterDressurreiten im Wettbewerb mit AbzeichenTanzen im WettbewerbKlavier lernen mit einer strengen Lehrerin Gegen meinen Körper gearbeitet Viele Projekte angegangen, auch mit hohem finanziellen Aufwand Hausbau, Einarbeitung in die Gartenarbeit, viele Ziele und parallel mit hohem Anspruch an mich selbst, nicht nur privat, auch im Job Weitere Symptome Entzündungen und irgendwann merkte ich, dass die Batterie einfach leer war. Schicksalsschläge haben dann alles zum Stillstand gebracht: Gesundheit, Job, aber immer noch nicht meine Gedanken -> häufiges Grübeln, viel reflektieren, aber keine Lösung Leben komplett zum Stillstand kam, mit Hilfe und Unterstützung von vielen liebevollen Leuten: Leben neu aufgebaut: Alles umgekrempelt. 1. Mal mit mir selbst auseinandersetzen: Wer bin ich überhaupt? Was ist für mich der Sinn des Lebens? Was macht mich aus, ...
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    26 mins