Welche Stelle passt zu mir – und will ich eigentlich mal Fachtierärztin, Fachtierarzt oder Diplomate werden?
In dieser zweiten Folge unseres to-go Triples geht es um eine Frage, die viele Tierärztinnen und Tierärzte beschäftigt:
Welche Stelle passt eigentlich wirklich zu mir?
Nach dem Studium gibt es viele Möglichkeiten: Fachtierarzt, Internship, Residency, Diplomate – oder erst einmal praktische Erfahrung sammeln. Lena von filu erklärt die Unterschiede und zeigt, welche Fragen dir bei deiner Entscheidung helfen können
Du erfährst:
- was Fachtierarzt, Internship, Residency und Diplomate bedeuten
- wie sich die Wege unterscheiden
- wie lange sie ungefähr dauern
- welche Voraussetzungen nötig sind
- welche Vor- und Nachteile sie haben
- warum auch der Weg als Allrounder genauso wertvoll sein kann
Die Fachtierarzt-Weiterbildung ist eine anerkannte Spezialisierung in Deutschland und dauert meist 4–5 Jahre. Voraussetzung ist eine weiterbildungsbefugte Praxis oder Klinik.
Vorteil: Ideal für alle, die sich fachlich vertiefen und eine etablierte Spezialisierung anstreben.
Ein Internship ist ein intensives Weiterbildungsjahr in einer Klinik, Universität oder größeren Praxis. Es vermittelt viel klinische Erfahrung und dient oft als Vorbereitung auf eine Residency.
Vorteil: In kurzer Zeit sammelst du viele praktische Erfahrungen und kannst herausfinden, welches Fachgebiet dich begeistert.
Die Residency ist eine spezialisierte Weiterbildung mit dem Ziel, Diplomate eines europäischen oder amerikanischen Colleges zu werden. Meist umfasst der Weg mindestens 1 Jahr Internship und 3 Jahre Residency.
Resident vs. Diplomate: Resident bist du während der Ausbildung, Diplomate nach bestandener Abschlussprüfung.
Vorteil: Besonders geeignet für alle, die international arbeiten oder sich wissenschaftlich und fachlich sehr tief spezialisieren möchten.
Auch ohne formale Spezialisierung kannst du dich fachlich enorm weiterentwickeln. Der direkte Einstieg in Praxis oder Klinik vermittelt Sicherheit, Verantwortung und zeigt oft erst, welche Richtung wirklich zu dir passt.
Allrounder zu sein bedeutet nicht, von allem nur etwas zu können – sondern viele unterschiedliche Fälle einzuordnen, Prioritäten zu setzen und den Überblick zu behalten. Vielleicht entdeckst du dabei auch Interessen wie Teamleitung, Praxismanagement oder Organisation.
Vorteil: Du bleibst flexibel und kannst später entscheiden, ob eine Spezialisierung zu dir passt.
- Wie lerne ich am besten?
- Möchte ich mich spezialisieren oder lieber vielseitig arbeiten?
- Welche Arbeitsumgebung passt zu mir?
- Was motiviert mich wirklich: fachliche Tiefe, Wissenschaft, Verantwortung oder Abwechslung?
- Wähle ich diesen Weg, weil ich ihn möchte – oder weil ich glaube, ihn gehen zu müssen?
Es gibt nicht den einen richtigen Karriereweg. Entscheidend ist, was zu dir, deiner Lebensphase und deinen beruflichen Zielen passt.
In der nächsten Folge sprechen wir darüber, welches Arbeitsumfeld am besten zu dir passt: Praxis oder Klinik? Kette oder eigentümergeführt? Start-up oder Traditionsbetrieb?