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Goethe | Der Podcast

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Written by: Marcus Anhäuser Thomas Schmuck
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Goethe ist weltberühmt. Doch die meisten von Euch denken bei dem Namen wahrscheinlich nur an den Dichterfürsten, dessen Faust oder Werther ihr in der Schule gelesen oder dessen Gedichte ihr auswendig gelernt habt. In diesem Podcast lernt Ihr Johann Wolfgang von Goethe von einer ganz anderen Seite kennen. Marcus Anhäuser, Wissenschaftsjournalist, und Thomas Schmuck, Wissenschaftshistoriker, stellen Euch den Naturforscher Goethe vor. Der sammelte Steine und Fossilien und versuchte die Gesetze der Natur zu ergründen. Er stellte sogar eine eigene Theorie der Farben und des Lichts auf, mit der er Newton widerlegen wollte. Lauscht den Gesprächen über Goethe den Naturforscher, sein Leben und seine Zeit, als die Naturwissenschaften entstanden, wie wir sie heute kennen. Marcus Anhäuser ist freier Wissenschaftsjournalist und lebt in Dresden. Thomas Schmuck arbeitet als Wissenschaftshistoriker bei der Klassik Stiftung in Weimar und ist verantwortlich für die naturwissenschaftliche Sammlung Goethes. Idee und Produktion: Marcus Anhäuser, Dresden Cover: Marcus AnhäuserMarcus Anhäuser Science World
Episodes
  • Goethe und das Meer
    Oct 11 2026
    In Folge 25 sprechen Marcus und Thomas über Goethe und das Meer. Anlass ist eine Ausgabe der Zeitschrift mare, die sich diesem Thema mit einer Titelgeschichte und einem Interview widmet und auch Objekte aus Goethes naturwissenschaftlicher Sammlung zeigt.Obwohl Goethe viel unterwegs war, kannte er nur das Mittelmeer. Während seiner Italienreise von 1786 bis 1788 fuhr er von Sizilien zurück nach Neapel und erlebte eine bedrohliche Situation: Wegen Windstille wurde das Schiff in Richtung Küste getrieben. Das Meer beeindruckte Goethe nicht nur durch solche Erfahrungen, sondern auch durch seine Tierwelt. Bei Strandspaziergängen und auf Fischmärkten entdeckte er zahlreiche Lebewesen, die sein naturwissenschaftliches Interesse weckten.In Goethes Sammlung finden sich entsprechend viele Objekte aus dem Meer: Krebse, Schnecken, Muscheln, Seesterne, Seeigel und Meeresfische. Einige Stücke stammen möglicherweise von seinen Reisen, andere wurden ihm geschenkt, etwa von der jungen Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimer Eisenach. Darunter sind tropische Meeresschnecken, Algen von weit entfernten Küsten und ein Stück Schiffsholz, das von Bohrmuscheln zerfressen wurde. Woher viele dieser Objekte genau kamen und wer sie Goethe übergab, lässt sich heute allerdings nicht mehr feststellen. Einen systematischen Katalog seiner Sammlungen legte Goethe selbst nicht an.Auch in seinem literarischen Werk spielt das Meer eine Rolle. In „Faust II“ erscheint es einerseits als Schauplatz mythologischer Vorgänge, andererseits als Naturgewalt, die Faust durch den Bau von Dämmen zurückdrängen will. Thomas und Marcus beleuchten außerdem Goethes Neptunismus, seine Vorstellung, dass die Erde ursprünglich von einem Ur-Ozean bedeckt gewesen sei und Gesteine aus diesem Wasser entstanden seien.Besonders ausführlich widmen sich die beiden den Gedichten „Meeresstille“ und „Glückliche Fahrt“. Sie gehören zusammen und schildern den Übergang von tödlicher Windstille zu einer glücklichen Wendung, als der Wind wieder einsetzt. Damit setzt Goethe seine Reiseerfahrungen während der Rückfahrt von Sizilien nach Neapel in lyrische Form um. In der Zeitschrift mare ist Thomas mit einem Interview vertreten, Anlass für die Titelgeschichte, war eine kleine Meeres-Ausstellung im Goethe-Haus.Unterstützt den Podcast via:SteadyRiffReporterLinks (mainly Wikipedia)Augusta von Sachsen-Weimar-EisenachJohann Christian SchuchardtMargrit Wyder (Kurzbio auf der mare-Seite)weitere Informationen: Thomas Schmuck: Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln. Verlag Sandstein Kultur, 2026mare-Ausgabe 178, Webseite der AusgabeMargrit Wyder, Helmut Hahn (Hrsgb.): Bewegliche Ordnung, Goethes Naturforschung, Wallstein Verlag, 2026Goethes Laboratorium, Dauerausstellung der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu Goethes Naturforschung im alten Inspektorhaus des Botanischen Gartens, kuriert von Margrit Wyder und Helmut Hühn.Musik diesmal keine, dafür Meeresrauschen und Möwengeschrei.Idee, Technik und Produktion: Marcus AnhäuserPodcast-Tipp: Ausgesuchte Wissen(schaft)sPodcasts gibts auf Wisspod.deMarcus auf Mastodon: @MAnhaeuser@mastodon.socialBluesky: @anhaeuser.bsky.socialThreads: @marcus.anhaeuser@threads.netFacebook: https://www.facebook.com/marcus.anhauser.3Instagram: https://www.instagram.com/marcus.anhaeuser/LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/marcus-anhuser-63950a18a/Wsocial: @anhaeuser.wsocial.euThomas bei der Klassik Stiftung in Weimar.Marcus bei Riffreporter.Weitere Podcasts von/mit Marcus Anhäuser:RiffReporter Podcast - tiefer eintauchen in die ThemenIGeL-Podcast – Der Gesundheits-Podcast des IGeL-MonitorsBücherRausch – der Podcast der Städtischen Bibliotheken DresdenDas Transkript wurde automatisch erstellt und enthält wahrscheinlich Fehler. Die Zusammenfassung wurde auch mit Hilfe von KI erstellt, aber überarbeitet.
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    43 mins
  • Goethes Geo-Sammlung: Das Buch, das 200 Jahre fehlte
    Sep 16 2026
    Die 24. Folge des Goethe-Podcasts „Natur und Geist“ widmet sich einem Buch, dass es überraschenderweise bisher nicht gab: Das neue Buch von Thomas Schmuck über Goethes geowissenschaftliche Sammlung mit dem Titel: „Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln“. Im Gespräch mit Marcus erklärt Thomas nicht nur den Inhalt des Buches, sondern auch, wie ein solches wissenschaftshistorisches Werk entsteht und warum es so lange gedauert hat, Goethes umfangreiche geowissenschaftliche Sammlung in dieser Form zu untersuchen. Die Sammlung umfasst mehr als 18.000 Objekte und macht den größten Teil von Goethes naturwissenschaftlichen Beständen aus.Thomas erzählt, wie er sich seit 2015 immer tiefer in die Sammlung eingearbeitet hat und welche Fragen sich dabei ergeben: Warum hat Goethe seine Gesteine, Mineralien und Fossilien auf bestimmte Weise geordnet? Was verraten die Schränke und Etiketten über seine wissenschaftliche Arbeitsweise? Und wie lässt sich aus einzelnen Objekten, Beschriftungen und Ordnungen ein Netzwerk von Wissenschaftlern, Sammlern und Korrespondenten rekonstruieren? Marcus und Thomas stellen die beiden großen Teile des Buches vor: Zunächst geht es um wissenschaftliche Theorien, Methoden und Ordnungssysteme, anschließend um ausgewählte Objektgruppen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Erze und Metalle, Bernstein, Torf, Meteoriten, Fossilien, Belemniten, Pflanzenfossilien und Goethes Flugsaurier. Dabei wird deutlich, wie eng Sammeln, Beobachten und wissenschaftliche Erkenntnis miteinander verbunden waren. Besonders anschaulich ist die Geschichte von Goethes Mineralienschrank, dessen Anordnung sogar Verbindungen zu „Faust II“ erkennen lässt. Thomas erzählt auch, wie er recherchiert hat, was Goethe tatsächlich wusste? Welche Themen mussten aus Platzgründen entfallen? Und warum verzichtet Thomas bewusst darauf, Bezüge zu Goethes literarischem Werk zu ziehen und auf ein abschließendes Fazit? Stattdessen lässt er Goethe selbst in einem seiner letzten Briefe zu Wort kommen. Diese Folge ist ein Gespräch über ein ungewöhnliches Buchprojekt, über jahrelange Forschungsarbeit und über Goethe als Naturforscher – mit vielen überraschenden Einblicken in die Sammlung, die als eine Art unbekanntes Werk Goethes verstanden werden kann.Unterstützt den Podcast via:SteadyRiffReporterLinks (mainly Wikipedia)Friedrich Wilhelm Heinrich von TrebraKaspar Maria von SternbergAdolf Traugott von GersdorffAugust von HerderInformationen zum Buch: Thomas Schmuck: Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln. Verlag Sandstein Kultur, 2026Buchreihe Parerga und ParatexteMit Musik von King Chino, Mad Keys, Nishnu, Tambala, Kitrano, Kevin Bean via Audiio Idee, Technik und Produktion: Marcus AnhäuserPodcast-Tipp: Ausgesuchte Wissen(schaft)sPodcasts gibts auf Wisspod.deMarcus auf Mastodon: @MAnhaeuser@mastodon.socialBluesky: @anhaeuser.bsky.socialThreads: @marcus.anhaeuser@threads.netFacebook: https://www.facebook.com/marcus.anhauser.3Instagram: https://www.instagram.com/marcus.anhaeuser/LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/marcus-anhuser-63950a18a/Wsocial: @anhaeuser.wsocial.euThomas bei der Klassik Stiftung in Weimar.Marcus bei Riffreporter.Weitere Podcasts von/mit Marcus Anhäuser:RiffReporter Podcast - tiefer eintauchen in die ThemenIGeL-Podcast – Der Gesundheits-Podcast des IGeL-MonitorsBücherRausch – der Podcast der Städtischen Bibliotheken DresdenDas Transkript wurde automatisch erstellt und enthält wahrscheinlich Fehler. Die Zusammenfassung wurde auch mit Hilfe von KI erstellt, aber überarbeitet.
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    1 hr and 9 mins
  • Goethes Helfer: Der feine Herr Soret
    Jul 20 2026
    In Folge 23 stellen Thomas und Marcus einen weiteren Unterstützer Goethes vor: Frédéric Soret (1795-1865), ein Schweizer Privatgelehrter, wurde 1822 als Erzieher des späteren Großherzogs Carl Alexander nach Weimar berufen. Dort entwickelte sich eine enge Beziehung zu Goethe, die bis zu dessen Tod 1832 andauerte. Sorets Buch „Zehn Jahre bei Goethe“ (1836) gilt als eine der wichtigsten Quellen für Goethes Spätwerk und Alltag.Soret unterstützte Goethe in mehreren wissenschaftlichen Disziplinen. In der Mineralogie half er bei der Klassifizierung von Goethes Sammlung, erstellte einen Katalog und veröffentlichte ihn in dessen Zeitschrift „Zur Naturwissenschaft überhaupt“. Zudem lieferte er neue Mineralien für Goethes Studien.In der Botanik arbeitete Soret an einer überarbeiteten, zweisprachigen Ausgabe von Goethes „Metamorphose der Pflanzen“ (1790). Er übersetzte den Text ins Französische und unterstützte bei der finalen Fassung. Ein weiteres Projekt war die Übersetzung eines Kapitels aus Candolles „Organographie végétale“, das Goethe in seine botanischen Studien einbezog.Zwischen Goethe und Soret entstand ein reger Briefwechsel mit 106 erhaltenen Briefen Goethes. Die Korrespondenz zeigt Goethes wissenschaftliche Neugier und persönliche Reflexionen, etwa über den Tod: Darin findet sich Goethes Betrachtungen über sich selbst als „Kollektivwesen“ - ein Sammelbecken für Ideen und Beiträge anderer. Soret dokumentierte diese Haltung und Goethes Spätwerk.Unterstützt den Podcast via:SteadyRiffReporterLinks (mainly Wikipedia)Frédéric SoretCarl Alexander (Sachsen-Weimar-Eisenach)Edikt von NantesRené Just HaüyÉtienne DumontHonoré Gabriel de Riqueti, comte de MirabeauCarl Friedrich Philipp von MartiusKaspar Maria von SternbergFriedrich Wilhelm RiemerHermann UhdeCarl Friedrich ZelterAndreas StreicherNumismatikLeseempfehlung: Frédéric Soret: Zehn Jahre bei Goethe: Erinnerungen an Weimars klassische Zeit 1822-1832, Link zu ZVABThomas Schmuck: Anschauung der Erde. Goethes geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln. Verlag Sandstein Kultur, 2026Mit Musik von Beat Soup, Francesco Siano, Nsee, Ben Laver, Eben Vogel, Daniel Irambona, Jacobus Marcello via Audiio Idee, Technik und Produktion: Marcus AnhäuserPodcast-Tipp: Ausgesuchte Wissen(schaft)sPodcasts gibts auf Wisspod.deMarcus auf Mastodon: @MAnhaeuser@mastodon.socialBluesky: @anhaeuser.bsky.socialThreads: @marcus.anhaeuser@threads.netFacebook: https://www.facebook.com/marcus.anhauser.3Instagram: https://www.instagram.com/marcus.anhaeuser/LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/marcus-anhuser-63950a18a/Wsocial: @anhaeuser.wsocial.euThomas bei der Klassik Stiftung in Weimar.Marcus bei Riffreporter.Weitere Podcasts von/mit Marcus Anhäuser:RiffReporter Podcast - tiefer eintauchen in die ThemenIGeL-Podcast – Der Gesundheits-Podcast des IGeL-MonitorsBücherRausch – der Podcast der Städtischen Bibliotheken DresdenDas Transkript wurde automatisch erstellt und enthält wahrscheinlich Fehler. Die Zusammenfassung wurde auch mit Hilfe von KI erstellt, aber überarbeitet.
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    1 hr and 1 min
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