• DIE ZEIT: Von der Wochenzeitung zum Marken-Kosmos – mit Rainer Esser
    Feb 11 2026
    Wie wird aus einer Wochenzeitung eine Medienmarke mit über 100 Produkten – ohne den Markenkern zu verwässern? Dr. Rainer Esser, langjähriger CEO der ZEIT-Verlagsgruppe, spricht über Markenführung, Geschäftsmodelle und Zielgruppenstrategien. Er erläutert, warum Abonnements die strategische Konstante bleiben und wie DIE ZEIT ihre User über Print, Online, Podcasts und TikTok erreicht. Dr. Rainer Esser schildert, wie sich DIE ZEIT in 25 Jahren von einer Wochenzeitung zu einem breit aufgestellten Qualitätsmedienhaus mit über 100 Produkten entwickelt hat. Ausgangspunkt ist seine Definition einer starken Medienmarke: hohes Vertrauen, enge Bindung an eine Community und Angebote, die Leser:innen „von der Wiege bis zur Bahre“ begleiten, weit über frei verfügbare Inhalte im Netz hinaus. Den Markenkern der ZEIT sieht er in der konsequenten Orientierung an den Fragen der Leser:innen, der Einordnung komplexer Themen und einem Journalismus, der Menschen klüger und meinungsstärker macht. Er beschreibt, wie sich seit 1999 die Kanäle und Produkte zwar radikal verändert haben, der Fokus auf Abonnements und der publizistische Anspruch aber konstant geblieben sind und erläutert die Rolle der KI in Medienunternehmen.
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  • Marke ARD: Wie Vielfalt und Einheit zusammenspielen – mit Michael Gentsch
    Feb 10 2026
    Wie führt man erfolgreich das wahrscheinlich komplexeste Medienmarken-Portfolio Deutschlands? In dieser Folge spricht ARD‑Markenboard‑Leiter Michael Gentsch über Selbstähnlichkeit statt Selbstverleugnung, Programmmarken statt Dachmarke, KI als Fluch und Segen und warum analoge Erlebnisse für Medienmarken gerade wieder wichtiger werden. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Frage, was eine starke Medienmarke ausmacht, wenn lineare Fixpunkte wie die Tagesschau um 20 Uhr verschwinden und sich Menschen ihr individuelles 24/7-Medienpaket zusammenstellen. Michael Gentsch sieht Selbstähnlichkeit als einen Schlüssel: Medienmarken müssen sich ständig neu erfinden und gleichzeitig verlässliche Gewohnheiten und Qualität bieten. Er zeichnet die Besonderheiten des öffentlich-rechtlichen „Betriebssystems“ nach – Gemeinwohlorientierung statt Ertragslogik, regulatorische Vorgaben bei Produkt, Preis und Distribution sowie begrenzte Kommunikationsbudgets im Vergleich zu Plattformanbietern. Außerdem geht es um KI-Nutzung, analoge Markenerlebnisse und um die Frage wie das ARD‑Markenboard Programmvielfalt und stringente Markenführung systematisch zusammenbringt.
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    30 mins