• #21 Hannes Wurzwallner, IAB Austria & cptr: KI im Marketing & Agentic Commerce
    Oct 26 2026

    Jeder hat eine Küche zuhause. Deswegen kocht noch lange nicht jeder auf Haubenniveau.

    Hannes Wurzwallner ist Managing Director von cptr Austria und Präsident des iab austria. Mit Kristof und Sebastian spricht er darüber, was KI im Marketing wirklich verändert und was sie nur verspricht.

    KI-Tools allein machen noch kein Marketing
    Jedes Tool ist für alle zugänglich. Wer keine Expertise mitbringt, weiß trotzdem nicht, was er damit anfangen soll. Wie geht man im Zeiten von KI mit der Schere zwischen Tool und Wissen umm?

    Wofür braucht es dann noch Agenturen?
    Junior-Aufgaben übernimmt die KI, die Agenturstunden werden weniger. Wer kontrolliert in Zukunft, was die KI liefert, wenn niemand mehr ausgebildet wird? Und wie verrechnet man Arbeit, die plötzlich nur noch halb so lang dauert?

    Mehr Output, mehr Mittelmaß?
    Hannes war vor kurzem in Korea, wo fast jede Werbung KI-generiert ist, und spricht von AI-Fatigue. Wie sieht es mit KI-Adoption in anderen Märkten aus und wo hört Effizienz auf und wo beginnt AI-Slop?

    Agentic Commerce: Wenn der Agent einkauft
    KI-Agenten schließen Käufe ab, Google fasst Antworten zusammen, Publisher verlieren ihre Impressions. Eine Lösung dafür hat auch Google noch nicht. Für wen macht man Werbung, wenn der Käufer eine Maschine ist und wie sieht die Zukunft aus, wenn KI-Agenten keine Werbung klicken, aber Ressourcen verbrauchen?

    Von SEO zu GEO
    Sichtbarkeit heißt heute auch, in der Antwort der KI vorzukommen. Was bedeutet das für Immobilienmakler, deren Inhalte vor allem auf Social Media liegen?

    Werbung in ChatGPT: FOMO oder Strategie?
    Werbung in ChatGPT ist da, aber mit Einschränkungen gerade für Immobilienanzeigen. Nebenbei taufen wir live eine neue Disziplin. Und wer sagt eigentlich, dass OpenAI und Anthropic den Markt für immer unter sich aufteilen?

    Die Aussagen der Gäste geben ihre persönliche Meinung wieder und sind keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.

    Kapitel:
    00:00 Intro und Vorstellung
    18:44 Wir haben alle eine Küche: Warum Tools allein nicht reichen
    24:30 Frag die KI
    28:01 Wofür es Agenturen noch braucht
    34:32 Agentic Commerce
    36:07 Die No-Click-Problematik
    39:42 Je mehr wir produzieren, desto wichtiger wird Qualität
    47:03 SEO und GEO für Immobilienmakler
    50:13 Werbung in ChatGPT
    52:20 Die Geburtsstunde von GEA
    55:59 FOMO oder Strategie?
    57:35 Gibt es andere Player im LLM-Bereich?

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    1 hr and 2 mins
  • #20 Rainer Jöhl, REMAX Switzerland: Ist Franchise End of Life?
    Oct 19 2026

    Bereit für die Zukunft: Daten KI lesbar gemacht, KI-Suche für Interessenten auf der Website, REMAX App in ChatGPT, KI bei eigenen Prozessen, ein starkes menschliches REMAX Netzwerk und immer ein Blick auf internationale Entwicklungen.

    Ein Tech-Broker ohne Büros kauft eine der bekanntesten Franchise-Marken der Welt. Seit Real Brokerage REMAX übernommen hat, wird dem klassischen Franchise-Modell von manchen das Ende vorhergesagt. Kristof Konstantin und Sebastian Berloffa schauen dafür in dieser Episode richtig über den österreichischen Tellerrand: Rainer Jöhl führt seit 2017 REMAX Switzerland mit rund 90 Büros und hält dagegen. Zumindest teilweise.

    Ausgerechnet REMAX
    Große Übernahmen wie Compass und Anywhere oder Real und REMAX sind für Plattform-Broker gerne der Beweis, dass Daten und Plattformen mehr wert sind als lokale Büros. Rainer sieht Europa anders aufgestellt als Nordamerika: dezentral, mit starken Länderorganisationen und eigener Kultur. Gleichzeitig sagt er offen, dass sich der Fokus vom Bürobetreiber zum Makler verschiebt und die Übernahme diesen Trend bestätigt. Wie entwickelt sich ein Franchise-System, wenn genau das passiert?

    Das Ende der Internetdividende
    Zwanzig Jahre lang haben Makler bequem Portale gefüttert und dafür Anfragen bekommen. Diese Zeit ist wohl vorbei. REMAX Schweiz setzt auf KI-Suche mit eigenen Daten, die er den Portalen voraus sieht und schaltet Werbung direkt in ChatGPT. Die Leute fragen, statt zu suchen. Wer gewinnt, wenn die Antwort wichtiger wird als das Inserat?

    Eine Stelle nur für KI
    Kein eigenes Entwicklerteam, aber eine Person, die ausschließlich scoutet, testet und bewertet. Dazu das eigene Büro als "Testwerkstatt", regelmäßige Workshops und der Abschied von einer nordamerikanischen Maklersoftware, die mit Schweizer Ansprüchen nicht mehr mitkam. Ist das ein Weg, den jedes Franchise gehen muss? Oder einer, den sich nur ein Franchise leisten kann?

    Was kein Algorithmus kann
    Zehn Interessenten, ein Zuschlag, neun Enttäuschte. Rainer erklärt, warum er für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre fest mit dem Menschen in der Transaktion rechnet, was er einer One-Man-Show rät und warum er den nächsten echten Gamechanger nicht im Chatfenster sieht, sondern im Grundbuch. Wie lange hält dieses Zeitfenster wirklich?

    Die Aussagen im Gespräch geben die persönliche Sicht des Gastes wieder und sind keine offizielle Stellungnahme von REMAX Switzerland oder Real REMAX Group.

    Kapitel:
    00:00 Intro
    00:44 Rainer Jöhl und die Frage: 83, 85 oder 90 Büros?
    02:51 Vom Treuhänder zum CEO
    04:57 Quereinsteiger als Prinzip
    06:57 Der Alltag als Franchisegeber
    10:02 Ist die Schweiz ein Tech-Hotspot?
    15:19 Eine Stelle nur für KI
    17:31 Was das Scouting bringt: Automation, Labor, Workshops
    19:49 Tool-Stack und der Abschied von der nordamerikanischen Software
    24:03 Entwickelt REMAX Switzerland selbst?
    27:48 Real kauft REMAX: Ist Franchise End of Life?
    30:31 Was Europa anders gemacht hat als Nordamerika
    32:53 Das Ende der Internetdividende
    34:25 Was ein US-Eigentümer in der Schweiz verändert
    35:15 Agent-centric - Wie sieht das aus?
    36:21 Fragen statt Suchen: KI und das Suchverhalten
    39:04 Die KI-Suche auf der Website
    40:16 Datenvorsprung gegenüber den Portalen
    42:28 Vom Prompt Engineering zum einfachen Fragen
    44:03 Plattform oder Franchise: Muss es entweder oder sein?
    45:16 Human in the Loop für die nächsten 15 Jahre
    47:39 Hype oder nachhaltige Veränderung?
    50:16 Was Rainer einer One-Man-Show rät
    53:36 Was wird zuletzt digitalisiert? Grundbuch und Blockchain
    55:22 Wo der Mensch bleibt: zehn Interessenten, ein Zuschlag
    58:39 Verabschiedung

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    1 hr
  • #19 Matthias Lippert-Primus, DECUS Immobilien: KI in der Praxis ohne Hype
    Oct 12 2026

    Matthias Lippert-Primus ist seit Februar Geschäftsführer bei DECUS Immobilien, 32, TU-Absolvent und seit über zehn Jahren in der Branche. Im Team wirbt er nicht mit dem Schlagwort KI, sondern mit der Zeit, die sie spart. Ein Exposé, das früher drei Stunden gedauert hat, steht heute in Minuten. Klingt simpel. Ist es das auch?

    Typsache statt Generationenfrage
    Ob jemand mit KI arbeitet, hängt für Matthias nicht am Alter. Bei DECUS laufen ChatGPT, Claude und Gemini parallel, oft zum Gegencheck. Canva bleibt bewusst noch eine Insel ohne Anbindung. Wie viel Automatisierung verträgt eine Branche, in der der erste Eindruck alles ist?

    Reichweite oder die richtigen Leute
    Der Sora-Clip zu Weihnachten ist angekommen, beim Auftraggeber genauso wie intern. Gleichzeitig hält Matthias wenig von Content, der nur auf Reichweite schielt. Wir reden über AI Slop, Mikro-Influencer und darüber, warum 50.000 Impressions noch keinen einzigen Kunden machen. Wo hört die gute Idee auf und wo fängt der Slop an?

    Kennzeichnen oder nicht
    Seit August greift die Kennzeichnungspflicht. Licht und Farben nachziehen ist das eine, Setzungsrisse wegretuschieren ein Gewährleistungsthema. Und ein Helikopter, der nie geflogen ist? Wo genau verläuft die Grenze zwischen Bildbearbeitung und Irreführung?

    Reden statt tippen
    E-Mails diktieren, Termine per Sprachbefehl, das CRM über MCP direkt aus ChatGPT oder Claude befüllen. Was davon funktioniert schon, und was scheitert an vier verschiedenen Kalendern? Dazu ein Flop mit einer Voice-App, die mitten in der Aufnahme die Stimme wechselt. Warum bleibt Matthias bei KI-Telefonie und Chatbots trotzdem so vorsichtig?

    Drei Jahre später
    Hype oder berechtigt? Was rät jemand, der mit 17 wusste, dass es die Immobilien werden, einem 22-Jährigen, der heute einsteigt? Und was heißt es für Junior-Jobs, wenn One-Man-Shows Umsätze machen, für die es früher ganze Teams gebraucht hat?

    Kapitel
    00:00 Ein Immobilienunternehmen mit Anfang 30 leiten
    00:45 Wie wird man mit 32 Geschäftsführer?
    02:40 Photoshop-Himmel und eine RPA-Lizenz um 30.000 Euro
    04:54 Was sich in zehn Jahren verändert hat
    06:57 KI über den Nutzen verkaufen: das Exposé in Minuten
    10:07 Spielt der TU-Hintergrund eine Rolle?
    10:51 Was Makler von der Hochzeitsfotografie lernen können
    15:47 Typsache statt Generationenfrage
    18:24 One-Pager statt Dreizeiler: KI beim Endkunden
    20:28 Canva als Insel und vollautomatische Instagram-Seiten
    23:11 E-Mails, Sprachsteuerung und Kalender
    27:12 MCP erklärt: CRM per Sprache
    28:42 ChatGPT, Claude, Gemini: wer nutzt was?
    31:22 Staging, Video-Tools und Reichweite
    34:19 Der Helikopter-Clip mit Sora
    35:05 Die richtigen Leute statt maximaler Reichweite
    37:27 AI Slop: der schmale Grat
    40:56 KI-Kennzeichnungspflicht in der Vermarktung
    43:58 Was es vor einem Jahr noch nicht gab
    45:35 Drei Wünsche: Reporting und Kalender
    48:35 Flops: vier Kalender und eine Voice-App
    52:11 AI Voice und KI-Telefonie
    54:51 Chatbots und die Haftungsfrage
    56:00 Fazit: Hype oder berechtigt?
    57:16 Rat an 22-Jährige: lieber Generalist
    1:00:38 One-Man-Shows durch KI?
    1:02:14 Schlagzeug, EDM und Deep House

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    1 hr and 3 mins
  • #18 Marcel Wieser, CBRE Austria: AI Hacks & Datenaufbereitung als großer Hebel
    Oct 5 2026

    Im Investmentgeschäft entscheidet am Ende der Handschlag, nicht der Chatbot. Trotzdem hat sich bei CBRE Austria in den letzten sechs Monaten enorm viel verändert. Kristof Konstantin und Sebastian Berloffa sprechen mit Marcel Wieser, der als Investmentberater im Bereich Living große Wohnimmobilien-Transaktionen begleitet. Er hat den Umbruch von innen miterlebt: vom holprigen KI-Start bis zu Datensätzen, an die vorher keiner gedacht hat.
    Excel trägt die Finanzwelt. Jetzt sitzt Claude mittendrin.

    Der große Hebel liegt nicht im Exposé
    Teaser und Investment Memoranden baut man auch in PowerPoint schnell. Der eigentliche Zeitfresser war immer die Datenaufbereitung: Zinslisten, Restlaufzeiten, Indexierungen. Dazu Commercial-Mietverträge, in denen jeder Mieter etwas anderes verhandelt hat, Vertrag für Vertrag händisch ins Excel übertragen. Marcel erzählt, wie das heute läuft und warum trotzdem nichts ungeprüft beim Kunden landet. Wenn die KI die Fleißarbeit übernimmt, was bleibt dann eigentlich vom Handwerk übrig?

    Konzern-KI mit Positivliste
    Globale AI-Strategie, Schulung für alle, Claude direkt im Excel, eine eigene Unternehmens-KI mit mehreren Modellen und eine klare Liste, was erlaubt ist. Klingt nach Komfort, den sich kein KMU leisten kann. Wir reden darüber, was davon wirklich übertragbar ist und wo Schatten-KI trotzdem durchrutscht. Ist eine Positivliste Schutz oder nur die Verschiebung des Problems?

    Innovation Group statt Online-Formular
    Wer neu ins Unternehmen kommt, wird nach sechs Monaten gefragt, was besser laufen könnte. Das ist die bisher beste Antwort auf unsere Frage nach dem analogen schwarzen Loch. Und ausgerechnet Marcels erster Vorschlag hatte mit KI gar nichts zu tun. Hören große Organisationen ihren Jungen wirklich zu, oder nur einmal im Halbjahr?

    AI Hacks und Wilder Westen
    Ein Kollege verbindet einen Wecker mit der KI, um mehr aus dem Token-Limit rauszuholen. Es gibt einen europaweiten Wettbewerb um die besten Skills. Dazu kommen Vibe-Coding-Projekte, die am Hosting scheitern. Wir fragen auch, ob KI ein Altersthema ist und warum Marcel AI Slop auf LinkedIn nicht mehr sehen kann. Ist das noch Innovation oder schon Wildwuchs?

    Ersetzt KI den Investmentberater?
    Marcel hat darauf eine klare Antwort in einem Satz. Hält sie auch dann, wenn die Kunden selbst einmal nachziehen?

    Die Aussagen im Gespräch geben die persönliche Sicht des Gastes wieder und sind keine offizielle Stellungnahme von CBRE.

    Kapitel:
    00:00 Intro: endlich die Investment-Brille
    01:17 Marcel Wieser: Sparkasse, Bewertung, Investment
    03:49 Was ein Investmentmakler eigentlich macht
    05:23 Zahlen oder Emotion: wie Investoren abgeholt werden
    07:25 Das analoge schwarze Loch und die Innovation Group
    12:17 Marcels Vorschlag: Benefits statt Digitalisierung
    13:50 Globale AI-Strategie und Schulung für alle
    18:31 Tool-Stack: Salesforce, onOffice und Claude
    23:36 Excel bleibt, Claude zieht ein
    24:22 Eigene Unternehmens-KI mit mehreren Modellen
    25:04 Schatten-KI und die Positivliste
    28:12 Exposés: warum KI noch nicht ready to use ist
    29:09 Der große Hebel: Datenaufbereitung
    31:36 Mietverträge früher und heute
    35:01 Change Management: ist KI ein Altersthema?
    37:40 Wilder Westen, Insellösungen und der Token-Hack
    39:57 Vibe Coding und der europaweite Skills-Wettbewerb
    40:33 Automatisierungsplattformen für alle?
    43:33 Datenschutz als rote Linie
    43:54 Merken die Kunden, dass KI im Spiel ist?
    46:30 AI Slop im Profi-Kontext
    49:49 Vibe-Coding-Fuck-ups
    54:39 Ersetzt KI den Investmentberater?
    55:14 Verabschiedung

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    56 mins
  • #17 Michael Mack, Raiffeisen Immobilien: KI im Giebelkreuz, ImmoNow & den Menschen im Vertrieb
    Sep 28 2026

    Das Giebelkreuz kennt jeder. Wie viel Software dahinter selbst geschrieben wird, weiß kaum wer.

    In Folge 17 ist Michael Mack bei uns, Geschäftsführer von Raiffeisen Immobilien für Niederösterreich, Wien und das Burgenland. Es geht darum, wie eine dezentral gewachsene Makler-Organisation bei KI vorne bleibt.

    Vom Neusiedler See bis zum Bodensee
    Raiffeisen Immobilien ist regional organisiert, der Kunde sieht aber nur das Giebelkreuz und erwartet überall dieselbe Leistung. Dazu kommt ein Team von Anfang 20 bis zu Kolleg:innen mit Jahrzehnten im Haus. Michael tourt deshalb seit zwei Jahren mit KI-Workshops durch die Bundesländer. Wie nimmt man die Hemmschwelle, ohne die Regulatorik aus den Augen zu verlieren?

    ImmoNow: zu früh für den Markt, genau richtig fürs Haus
    ImmoNow startete vor rund zehn Jahren als Matching-Plattform für Mietimmobilien. Heute ist die ImmoNow Services GmbH der interne Digitalisierungsdienstleister der Gruppe: eigenes CRM, eigene Website, eigene Tools für die Bewertung. Der externe Verkauf des CRM kam mit Corona ins Stocken. Build statt Buy, mit Bank-Schnittstellen, die kein Standardanbieter mitbringt. Rechnet sich das noch, wenn KI das Bauen für alle billiger macht?

    Copilot statt Vibe Coding
    Im Bankenumfeld wirft man nicht einfach Daten in irgendein Tool. Bei Raiffeisen Immobilien laufen ChatGPT und Copilot auf Microsoft-365-Basis, selbstgehostete Modelle sind angedacht. Michael baut Präsentationen mit KI, sagt aber: Da steht viel Blödsinn drin, nichts geht raus, bevor es kontrolliert wurde. Wo hört die Zeitersparnis auf und wo fängt die Seelenlosigkeit an?

    2.500 Gutachten, sieben Leute
    In Ostösterreich schafft das Bewertungsteam 2.000 bis 2.500 Bewertungen pro Jahr mit sieben Personen, weil fast alles rund um die eigentliche Begutachtung automatisiert ist. Wie viel Effizienz steckt noch in Prozessen, die wir für unantastbar halten?

    Der Makler bleibt, das Backoffice ändert sich
    Für Michael zählt im Vertrieb die Persönlichkeit. KI soll übernehmen, was Makler ungern tun, etwa Termine strukturiert ins System einzutragen. Die gewonnene Zeit fließt in Körpersprache, Verhandlungstechnik und Kundenführung. Gleichzeitig ist erste Werbung in ChatGPT fürs nächste Jahr budgetiert. Fragt der Kunde von morgen zuerst die KI und erst dann den Makler?

    Hinweis: Die Inhalte dieser Folge sind persönliche Einschätzungen und keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.

    Kapitel
    00:27 Intro: Netzwerk, Verbund und Innovation
    02:26 Michael Mack: vom Controlling in die Immobilienbranche
    04:49 Rennrad, Trainingspläne und KI
    08:40 Raiffeisen Immobilien: dezentral, regional, ein Giebelkreuz
    10:13 KI-Workshops in den Bundesländern
    12:59 ImmoNow: von der Matching-Plattform zur Digitalisierungstochter
    18:16 Das eigene CRM und die Schnittstellen zur Bank
    20:01 Build vs. Buy
    21:35 Der Raiffeisen-Verbund: Austausch, Compliance, Sicherheit
    26:17 Wer vibe-codet? ChatGPT, Copilot und Datenschutz
    28:26 Selbstgehostete KI und DSGVO
    30:10 Welche KI wofür: Prozesse, Lizenzen, erste Workflows
    33:53 Präsentationen mit KI: Zeitgewinn und Blödsinn im Output
    38:55 Bühne vs. Meeting: wo KI nichts verloren hat
    41:03 Im Vertrieb zählt die Persönlichkeit
    42:37 Ersetzt KI den Makler?
    45:03 Wer ImmoNow nutzt: Vertrieb, Vertriebsunterstützung, Bewertung
    46:39 Eigene Tools: Lead-Generator und Bewertungsabteilung
    47:32 2.000 bis 2.500 Bewertungen mit sieben Leuten
    50:14 Größter Verbundmakler und Effizienz pro Kopf
    51:02 Suchen Kunden über ChatGPT? A2A und KI-Werbung
    53:44 Sichtbar für KI: Content, Code und Budget fürs Ausprobieren
    57:28 Verabschiedung

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    58 mins
  • #16 Gabriel Eder, M2S Rechtsanwälte: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit
    Sep 21 2026

    Gabriel Eder ist Rechtsanwalt bei M2S Rechtsanwälte in Wien, zuhause im Miet- und Wohnrecht, viel vor Gericht und regelmäßig auf den Bühnen der Wiener Immobilienbubble. Wir wollten wissen, was sich bei den Juristen in Sachen KI tut. Die Antwort: mehr, als viele glauben. Und weniger, als manche hoffen.

    „Mieterschaft" verrät dich
    Seit etwa zwei Jahren landen bei Gabriel professionell klingende Schreiben von Leuten ohne Anwalt. Er erkennt die KI sofort, an Wörtern, die in Österreich niemand verwendet. Heikel wird es, wenn sich die Gegenseite auf einen Anspruch versteift, den es gar nicht gibt. Kennst du das aus deinem Posteingang?

    Halbwissen ist brandgefährlich. Und gut fürs Geschäft.
    Je mehr Leute mit KI-Rat in Probleme schlittern, desto mehr Beratung wird gebraucht. Gabriel sieht das gelassen. Der Unterschied zwischen ihm und dem Chatbot: Er haftet für das, was er rausschickt. Reicht das als Geschäftsmodell?

    Die Zäsur
    Jahrelang haben Anwälte KI genutzt wie alle anderen: E-Mails polieren, geschwärzt in die Free-Version. Jetzt gibt es kostenpflichtige Tools, zugeschnitten auf den Anwaltsberuf, mit ISO-Zertifikaten und Datenschutzversprechen. Gabriels Regel gilt trotzdem: Daten sind Entgelt, auch wenn das Abo zehn Euro kostet. Was fütterst du gerade in welches Tool?

    Was die Tools können. Und was nicht.
    Recherche zu OGH-Judikatur samt Excel-Übersicht in Sekunden: beeindruckend. Formulierungsqualität: enttäuschend, teils schlechter als die Gratis-Lösungen. Und wer die Materie nicht kennt, kann auch nicht prompten. Wann hast du ein Tool, das du vor zwei Jahren verworfen hast, zuletzt neu getestet?

    Der Elefant im Raum
    Juristen stehen ganz oben auf jeder Liste der bedrohten Berufe. Weniger Konzipienten, weniger Anwälte: Wer zahlt dann das System? Und was passiert, wenn irgendwann ein Programm entscheidet, wer Recht hat? Wo ziehst du die Grenze zwischen Hilfstool und Entscheider?

    Der KI-Mietvertrag
    Klingt nach Schablone, ist es nicht. Die Wertsicherungsdebatte hat gezeigt, wie schnell jahrzehntelange Marktpraxis kippt. Wer heute einen Mietvertrag baut, muss Tendenzen der Rechtsprechung vorwegnehmen. Kann das ein Tool, das nur aus der Vergangenheit lernt?

    Keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen zu Mietvertrag oder Wertsicherung bitte an einen Anwalt wenden.

    Kapitel

    00:00 Intro
    03:40 Wer ist Gabriel Eder
    06:16 Wertsicherung, Betriebskosten: Womit Gabriel auf Bühnen steht
    12:18 „Mieterschaft": KI-Schreiben von Unvertretenen erkennen
    14:18 Dunning-Kruger und gefährliches Halbwissen
    16:29 Das Heil in der Flucht: Haftung als Unterschied
    19:31 Die Zäsur: Vom E-Mail-Polieren zu Anwalts-Tools
    23:29 Daten sind Entgelt: Datenschutz, Verschwiegenheit, RAO
    25:45 Was die Tools können: Recherche und Judikatur-Excel
    29:07 Was nicht funktioniert: Formulierungsqualität
    32:11 Halbjährliche Sprünge: Verworfene Tools neu testen
    34:13 Prompten heißt Fachkompetenz
    35:21 Juristen ganz oben auf der Liste: Wer zahlt die Pensionen?
    36:23 Anwaltspflicht und Sachverhalt: Wo KI nicht hin darf
    38:14 Verwenden Richter KI?
    41:06 Die Hochzeitskarte: Persönlichkeit gegen Präzision
    43:27 Soft Skills werden wichtiger, nicht unwichtiger
    44:29 450 Euro die Stunde: Honorar trotz KI
    47:46 Der Konzipienten-Vergleich
    48:45 Mandanten fragen nach der KI-Infrastruktur
    51:18 Was Gabriel sofort ersetzen würde
    52:31 Der KI-Mietvertrag und die Wertsicherung
    56:11 Abmoderation

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    51 mins
  • #15 Kerstin Schatz, Universität Wien: KI-Verordnung für Dummies, Part 1
    Sep 14 2026

    Seit 2. August 2026 musst du KI-generierte Inhalte kennzeichnen. Wer dich in Österreich dafür bestraft, weiß niemand. Auch nicht Kerstin Schatz, die an der Universität Wien genau dazu forscht.

    Kristof und Sebastian setzen ihr Wissen über die KI-Verordnung auf null und lassen sich das Ding von vorne erklären. Kerstin dreht den Spieß um und stellt uns beiden Prüfungsfragen aus dem Makleralltag. Unsere Trefferquote: Eher durchwachsen.


    Gültig, aber wer kontrolliert?
    Bis zu 7 Prozent vom weltweiten Jahresumsatz oder 35 Millionen Euro. Die Verordnung ist in Kraft, Teile davon in Geltung. Nur die österreichische Behörde, die das eintreibt, steht noch nicht fest. Deutschland hat sie. Was ist Rechtssicherheit wert, wenn du die Regel kennst, aber nicht den Schiedsrichter?


    Anbieter oder Betreiber?
    Der Chatbot auf deiner Website läuft über ChatGPT, gebaut hat ihn eine Agentur. Bist du jetzt Betreiber oder Anbieter? Kerstin sagt: Es kommt darauf an, wer nach außen auftritt. Von genau dieser Antwort hängen alle deine Pflichten ab. Wie sicher bist du dir bei deiner?


    Das Quiz
    Ein Satz aus ChatGPT im Exposé. Rechtschreibkorrektur für deinen eigenen Text. Eine Küche, nur heller gemacht. Virtuelles Homestaging. Die Mülldeponie hinterm Einfamilienhaus, wegretuschiert. Wo kippt es vom Bildbearbeiten ins Deepfake?


    Kennzeichnen ja, aber wie?
    Die Verordnung sagt dir, wann du kennzeichnen musst. Wie, sagt sie nicht. Keine Schriftgröße, keine Position, kein Maßstab dafür, was „offensichtlich KI“ heißt. Zu viel Kennzeichnung wird nicht sanktioniert, zu wenig schon. Landen wir beim 34. Cookie-Banner, nur mit KI-Stempel?


    Hochrisiko im Büro
    Mitarbeiterliste in ChatGPT, Frage: Wen kündigen? Hochrisiko. Bonitätsbewertung von Mietinteressenten: Hochrisiko. Dazu Schulungspflicht ohne definiertes Niveau, Informationspflicht gegenüber Betroffenen, Halluzinationen und daneben ganz normal das Haftungsrecht, das die KI-Verordnung nicht ersetzt. Musst du dein Social-Media-Team schulen, nur weil es Postings mit KI schleift?


    Part 2 folgt. Konkrete Anwendungsfälle und Fragen könnt ihr vorab gerne an uns schicken!


    Wichtig: Diese Folge ist ein allgemeiner Überblick, keine Rechtsberatung! Aufgenommen am 28. August 2026.


    Kapitel
    00:00 Wissen auf null!
    05:24 Was ist die KI-Verordnung? Strafen bis 7 Prozent
    10:15 Wer sanktioniert? Österreich weiß es noch nicht
    12:15 In Kraft vs. in Geltung: Was seit 2. August gilt
    15:00 Für wen gilt sie? Brussels-Effekt und EuGH-Tempo
    21:02 Anbieter oder Betreiber?
    24:29 Verbotene KI: Manipulation und Kategorisierung
    29:36 Hochrisiko: KI in HR, und was Software von KI trennt
    36:06 Quiz 1: Der eine Satz im Exposé
    41:56 Quiz 2: Rechtschreibkorrektur und redaktionelle Verantwortung
    43:49 Quiz 3: Küche, Mülltonne, Homestaging: Was ist ein Deepfake?
    51:38 Zu viel kennzeichnen wird nicht sanktioniert
    53:21 Chatbots und KI-Agenten
    56:14 Wie kennzeichnen?
    01:00:10 Bonität, Halluzinationen, Schulungspflicht
    01:04:57 Muss ich mein Social-Media-Team schulen?
    01:06:08 Exposé aus dem CRM: Anbieter und Betreiber zugleich
    01:10:07 DSGVO und EU AI Act? Geht das?
    01:15:06 Timeline bis 2028 und Ausblick auf Part 2

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    1 hr and 14 mins
  • #14 Sascha Haimovici, IMMOcontract: Think Big! Wer denkt noch selbst?
    Sep 7 2026

    „Wenn du nicht groß denkst, wirst du auch nicht groß." Sascha Haimovici führt die IMMOcontract, den Immobilienmakler der Volksbank, mit über 200 Filialen im Rücken und einem Team von 21 bis 76. Sein Prinzip: Think Big, dann umsetzen, Steine später wegheben. Was in dieser Folge auffällt: Der Mann, der groß denkt, findet an der KI genau eines nervig. Dass man nicht mehr denken muss.

    Groß denken, früh scheitern?
    Voicebot für die Bewertung, Chatbot auf der Homepage, Bodycam-Besichtigungen zwei Tage nach dem ersten Lockdown. Vieles davon fünf Jahre vor dem Hype. Manches hat überlebt, manches nicht. Ist Think Big eine Strategie oder nur die Bereitschaft, öfter danebenzuliegen?

    Der Sascha, der immer Zeit hat
    Weil der Tag nicht länger wird, schult bei der IMMOcontract jetzt ein Avatar. Der hat Zeit, wenn du Zeit hast. Nur Wienerisch kann er noch nicht. Wie groß darf man denken, wenn die Stimme dann doch nicht passt?

    Wir dürfen noch denken
    Die KI schlägt vor, der Mensch entscheidet, weil er haftet. Sascha nennt das die Vorschlagswelt und gibt ihr zwei Jahre. Wer denkt dann groß, wenn das Denken ausgelagert ist? Und was bleibt für Geschäftsführer übrig?

    Unterstützen oder ersetzen
    Die Tür ohne Makler hat sich nicht durchgesetzt, die Videobesichtigung schon. Der KI-Kalender, der Termine in Echtzeit umbaut, gefällt ihm. Wo kippt Unterstützung in Ersatz, und merkt man das rechtzeitig?

    Vom Hund zur Immobilie
    Welcher Hund passt zu einem Siebenjährigen? ChatGPT fragt Dinge, an die kein Häkchenfilter denkt. Suchen wir Wohnungen bald genauso? Und wie ehrlich bleibt so eine Suche, wenn auf ChatGPT Werbung läuft?

    Groß denken, klein bleiben?
    Kernprozesse als Trainingsdaten frei Haus, dazu ein KI-Markt, den drei Konzerne dominieren. Sascha wünscht sich für die KI trotzdem gesundes Wachstum statt jeden Tag was Neues. Passt das zu Think Big, oder ist das der Widerspruch, den er selbst nicht auflöst?

    Fünf neue Leute im Monat
    Während andere sparen, stellt Sascha ein. Jede Führungskraft soll Innovationsmanagerin sein, aber die Impulse kommen von oben. Geht Think Big nur mit einem, der treibt?

    Feedback und Fragen gern über LinkedIn und Instagram unter Bricks & Bots. Und wenn dir die Folge gefallen hat: Wir freuen uns über deine konstruktive Kritik und Bewertung!

    Kapitel

    01:39 Über 200 Volksbank-Filialen als Vertriebskanal
    03:37 Was nervt an KI? Denken, Schule, Jugend
    04:55 Team von 21 bis 76: Wo geht Potenzial verloren?
    06:55 Voicebot und Chatbot vor fünf Jahren
    08:17 Umsetzer statt Tester
    09:22 Corona 2020: Besichtigung mit Bodycam
    11:19 Videotelefonie ja, Tür ohne Makler nein
    13:57 Autokauf und Emotion
    17:55 PropTech-Hype vs. KI-Hype
    19:52 Der Avatar als Schulungstrainer
    23:07 Wienerisch: Wo der Avatar scheitert
    24:11 Automatisierung, Qualitätssiegel, Angst
    26:23 Unterstützen statt ersetzen: Terminator, Surrogates, Token
    30:13 Entscheidungen abgeben? Vorschlagswelt und Haftung
    33:45 KI-Kalender für Makler
    36:36 Privat: Auto als Investment, welcher Hund
    39:30 Hund gegen Immobilie: Suche im Gespräch statt Filter
    41:34 Werbung auf ChatGPT: Die Google-Parallele
    46:37 Kernprozesse als Trainingsdaten
    49:10 KI aus Europa, gemeinsam statt Verdrängung
    52:08 Tempo: vom Handy 1996 zu gesundem Wachstum
    56:31 Kinder, Schule, Social Media unter 14
    60:28 Innovationsmanagement und fünf Neue im Monat
    65:33 Schlusswort

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