• Episode 28: Die neuro-logische Systemtriade
    May 13 2026
    In dieser Folge nehme ich eines der grundlegendsten Missverständnisse über das menschliche Erleben auseinander: die Idee, dass wir vor allem denkende Wesen sind, die ihre Gefühle und ihren Körper kontrollieren. Die Neuropsychologie zeichnet ein anderes Bild. Gedanken, Gefühle und Körper sind ein hochintegriertes System, das sich gegenseitig in jede Richtung beeinflusst. Damasios Somatic Marker Hypothesis zeigt, dass Gefühle Entscheidungen führen – nicht stören. Die Amygdala-Forschung von LeDoux zeigt, dass das emotionale Erfahrungsgedächtnis schneller und tiefer verwurzelt ist als rationales Denken. Und Porges' Polyvagal-Theorie zeigt, dass der Körper mehr Informationen ans Gehirn sendet als umgekehrt. Wer alle drei Winkel dieses Dreiecks versteht – und zu nutzen lernt –, verfügt über ein fundamental anderes Selbstverständnis. Und damit über fundamental andere Möglichkeiten zur Veränderung.
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    29 mins
  • Episode 27: Trance & Hypnose
    May 6 2026
    In dieser Folge nehme ich eines der meistmissverstandenen Themen auseinander: Trance und Hypnose. Ich zeige, dass Trance kein Bühnenzauber ist, sondern ein Alltagsphänomen – ein neuropsychologischer Aufmerksamkeitszustand, den wir alle täglich erleben. Ich erkläre, warum innere Bilder keine netten Visualisierungsübungen sind, sondern echte neuronale Ereignisse, die das Nervensystem genauso beeinflussen wie reale Erfahrungen. Ich zeige, wie hypnosystemisches Arbeiten nicht nur im Einzel-Coaching, sondern auch in Team-Workshops und Veränderungsprozessen gezielt eingesetzt werden kann – zum Beispiel durch Vision Journeys, die Teams ein gemeinsames inneres Erleben ihrer Zukunft ermöglichen. Und ich mache klar: Echte Veränderung beginnt nicht mit Verstehen. Sie beginnt mit Erleben.
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    25 mins
  • Episode 26: Mental Load
    Apr 29 2026
    In dieser Folge gehe ich dem Phänomen nach, das die meisten von uns kennen, aber kaum benennen: Mental Load. Nicht als Stressbegriff, sondern als neurologische Realität. Das Gehirn hat eine begrenzte Arbeitsgedächtniskapazität – und wer viel trägt, überlastet genau das System, das auch für Emotionsregulation, Entscheidungen und Stressbewältigung zuständig ist. Ich schaue auf Mental Load im beruflichen Kontext – insbesondere in Change- und Restrukturierungsprozessen – und auf das Private, wo er oft noch unsichtbarer ist. Und ich zeige, warum das Benennen, Sichtbarmachen und echte Übergeben von Verantwortung nicht nur Beziehungen verändert, sondern buchstäblich das Gehirn entlastet.
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    32 mins
  • Episode 25: Allein sein
    Apr 22 2026
    In dieser Folge gehe ich der Frage nach, warum wir so selten wirklich allein sind – und was wir damit verlieren. Die Neurowissenschaft hat darauf eine klare Antwort: Das Default Mode Network, eines der bedeutsamsten Systeme im Gehirn, braucht Stille, um das zu tun, wofür es gebaut wurde. Identität konstruieren. Erinnerungen verarbeiten. Kreativität ermöglichen. Empathie aufbauen. Ich trenne die Neurobiologie von Einsamkeit und bewusstem Alleinsein, zeige, warum die meisten Menschen instinktiv vor der Stille flüchten – und warum die Capacity to be alone eine der wichtigsten Fähigkeiten ist, die du für ein klares, stabiles, reiches inneres Leben entwickeln kannst.
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    28 mins
  • Episode 24: Mehr
    Apr 15 2026
    Warum wollen wir immer mehr – und warum macht uns genau das oft unzufrieden? In dieser Folge tauchen wir in die Neuropsychologie hinter unserem „Mehr“-Denken ein. Du erfährst, warum dein Gehirn ständig nach dem Nächsten strebt, warum Zufriedenheit oft nur kurz anhält und warum bewusstes Weniger dich mental entlastet, klarer denken lässt und sogar glücklicher machen kann. Eine Folge für alle, die viel tragen, viel leisten und sich nach mehr Leichtigkeit sehnen. Viel Spaß beim Zuhören!
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    25 mins
  • Episode 23: Work-Life-Balance
    Mar 25 2026
    Work-Life-Balance – klingt gut, funktioniert nicht. In dieser Folge erkläre ich dir, warum dieses Konzept neuropsychologisch schlicht nicht stimmt. Denn dein Gehirn kennt keine Trennwand zwischen Arbeit und Leben. Stresshormone machen keinen Feierabend, nur weil du die Bürotür hinter dir zumachst. Aber es geht noch weiter: Kennst du das vollgepackte Erholungswochenende, das sich am Montag genauso erschöpft anfühlt wie der Freitag davor? Das ist kein Zufall – und auch keine Frage der Disziplin. Ich war selbst lange im „work hard, play hard"-Modus. Bis ich verstanden habe, dass das Nervensystem sich nicht austricksen lässt. Was braucht dein Gehirn wirklich, um sich zu regenerieren? Und warum fühlt sich echte Erholung anfangs so unangenehm an? Das und mehr in dieser Folge.
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    25 mins
  • Episode 22: Empathie
    Mar 18 2026
    In dieser Episode spreche ich darüber, was Empathie wirklich bedeutet – und warum sie so oft missverstanden wird. Du erfährst, weshalb Empathie und Mitgefühl nicht das Gleiche sind, wie unser Gehirn dabei tickt und warum zu viel Einfühlung sogar zur Erschöpfung führen kann. Aus meiner Arbeit in Restrukturierungen und Transformationen erzähle ich, warum Zahlen, Fakten und klare Botschaften allein oft nicht reichen und weshalb Menschen Meetings trotzdem mit einem unguten Gefühl verlassen. Am Ende bekommst du konkrete Impulse aus der Praxis, wie wir Empathie im Alltag trainieren können und warum sie gerade in Zeiten von Unsicherheit und Transformation eine der wichtigsten Fähigkeiten für Führung und Zusammenarbeit ist.
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    29 mins
  • Episode 21: Die Komfort-Krise
    Mar 11 2026
    Wann hast du zuletzt etwas getan, das dir wirklich schwer gefallen ist? Nicht weil jemand es von dir verlangt hat, sondern weil du es selbst gewählt hast? In dieser Folge spricht Anne über Michael Easters Bestseller "The Comfort Crisis" (auf Deutsch: "Die Komfortkrise"). Ein Buch, das ihr eigenes Leben verändert hat und das sie in ihrem Umfeld bereits Veränderungen ausgelöst hat. Easter, Journalist und Professor an der University of Nevada, verbrachte 33 Tage in der alaskischen Wildnis auf Karibu-Jagd: kein Handy, kein Netz, kein Komfort. Seine zentrale These ist so schlicht wie provokativ: Wir züchten Unbequemlichkeit aus unserem Leben heraus und genau darin liegt die Wurzel unserer modernen mentalen und körperlichen Gesundheitskrise. Anne verbindet Easters Argumente mit konkreter Neurowissenschaft und zeigt, warum Herausforderungen neurologisch notwendig sind und was du heute, ganz ohne Extremsport, ändern kannst.
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    23 mins